Sonntag, 26. September 2021

„Nach BASF-Explosion keine Gefahr für die Bevölkerung“ – Ludwigshafen veröffentlicht Messwerte

21. Oktober 2016 | Kategorie: Ludwigshafen, Rhein-Pfalz-Kreis
Feuerwehrleute mit Gasanzügen.  Symbolbild: pfalz-express.de/Licht

Feuerwehrleute mit Gasanzügen.
Symbolbild: pfalz-express.de/Licht

Ludwigshafen – Die Feuerwehr der Stadt Ludwigshafen gibt nach dem Explosionsunglück bei der BASF grünes Licht: Am 17. und 18. Oktober wurden bei Luftmessungen keine erhöhten Werte in den Stadtteilen Oppau, Edigheim, Pfingstweide und Friesenheim gemessen.

Das hätten Ergebnisse einer modernen Mess- und Analysetechnik ergeben. Eine Gefahr für die Bevölkerung habe nicht bestanden.

Im unmittelbaren Bereich an der Schadensstelle auf dem Werksgelände und im angrenzenden Gewerbegebiet Nachtweide schlugen die Schnellanalyse-Geräte der Feuerwehr an. Viele Bürger hatten über Geruchsbelästigungen in den nördlichen Stadtteilen geklagt. Auch wurden Reizungen der Atemwege gemeldet, die Anwohner sollten drinnen bleiben und die Fenster geschlossen halten.

Aufgrund eigener Erkenntnisse und der seit Dienstagabend vorliegenden Informationen durch die BASF konnten die Sicherheitshinweise Schritt für Schritt zurückgenommen werden.

Die Feuerwehr war seit der Explosion permanent mit ihren Messfahrzeugen im Einsatz. Die Messgeräte zeigen, ob in der Luft Fremdstoffe festzustellen sind. Sie geben keine Auskunft über die Art der gemessenen Stoffe und deren Konzentration. Detaillierte Analysen dazu sind in der Regel zeitaufwendig und daher nicht für schnelle Lagebeurteilungen in einem unmittelbaren Gefahrenmoment geeignet.

Die bewerteten Messergebnisse hat die Stadt nun im Internet veröffentlicht.

Präsentation der Messergebnisse (21. Oktober 2016), pdf

Plan der Messpunkte  (21. Oktober 2016), pdf

Detaillierte Messergebnisse Luft (21. Oktober 2016), pdf

Umfangreiche Luftmessungen nach Hinweisen aus der Bürgerschaft

Bereits um 11.30 Uhr wurde am 17. Oktober über das Computer gestützte Ausbreitungsmodell für Luftschadstoffe berechnet, wie sich aufgrund der herrschenden Witterung die bei der Explosion entstandenen Schadstoffe ausbreiten würden.

Auf der Basis der Modellrechnungen wurden außerdem sofort umfangreiche Luftmessungen im Stadtgebiet vorgenommen, die auch am Dienstag, 18. Oktober, und Mittwoch, 19. Oktober, weitergeführt wurden. Dazu waren insgesamt bis zu vier Erkundungsfahrzeuge im Einsatz.

Neben einem eigenen Fahrzeug konnte die Ludwigshafener Feuerwehr auf Messfahrzeuge aus Worms, Speyer und Kaiserslautern zurückgreifen. Bereits kurz nach 12 Uhr am 17. Oktober waren erste Erkundungen im Gang.

Die Fahrzeuge bewegten sich auf festgelegten Routen insbesondere in den nördlichen Stadtteilen Oppau, Edigheim und Pfingstweide. Dazu kamen punktuelle Kontrollfahrten zum Beispiel zum Klinikum und zum Rathaus. Die Feuerwehr ging bei ihren Messungen auch Beschwerden von Bürgern sowie Einsatzkräften nach, die über Geruchsbelästigungen und Atemwegsbeschwerden geklagt hatten.

Es wurde sowohl vor Ort gemessen als auch Luftproben genommen, die dann im Gaschromatographen/ Massenspektrometer der Feuerwehr analysiert und von einem Chemiker der Stadt Ludwigshafen am Rhein bewertet wurden. Dabei wurden innerhalb der Stadtteile am Montag und am Dienstag keine erhöhten Werte gemessen.

Erhöhte Werte gab es am Montag an der Einsatzstelle am Landeshafen Nord und auch außerhalb der Werksgrenzen der BASF unmittelbar in der Nähe des Gewerbegebietes Nachtweide.

Die Sicherheitslage wurde laufend aufgrund neuer Erkenntnisse bewertet, dies führte zum Beispiel dazu, dass am Dienstag die Warnhinweise ergänzend zu Oppau, Edigheim und Pfingstweide auch auf den Stadtteil Friesenheim ausgeweitet wurden.

Informationen gibt es im auf www.ludwigshafen.de und auf dem Twitterkanal der Stadt. Das Info-Telefon der Feuerwehr unter der Nummer 5708-6000 bleibt weiterhin geschaltet.

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