Ludwigshafen – Bei der Explosion auf dem Gelände des Chemiekonzerns BASF in Ludwigshafen sind zwei Mitarbeiter der Werksfeuerwehr ums Leben gekommen. 20 Menschen wurden schwer verletzt, Eine Person wird noch vermisst, Taucher suchen derzeit das Hafenbecken ab.
Lesen Sie dazu (update 18. Oktober): Explosion bei BASF: Stadtverwaltung weitet Vorsichtsmaßnahmen aus
Betroffen war der Werksteil Nord, wo Gas- und Öltanker Material an das Chemiewerk anliefern. Es sei bei Arbeiten an einer Rohrleitungstrasse zu der Explosion mit Folgebränden gekommen. Die genaue Ursache werde noch ermittelt, teilte der Konzern mit.
Es waren Einsatzkräfte aus der gesamten Region vor Ort, um ein Übergreifen auf andere Werksbereiche zu verhindern. Das Feuerwehrlöschboot aus Mannheim war ebenfalls im Einsatz.
Die erste Detonation ereignete sich um 11.25 Uhr. Eine dicke Rauchwolke zog in Richtung Frankenthal. Aus Sicherheitsgründen wurden nach Angaben von BASF die sogenannten Steamcracker heruntergefahren. Stramcracker sind komplizierte Anlagen zur Dampfspaltung in der Petrochemie und dienen der Herstellung von Rohstoffen, die hauptsächlich zu Kunststoffen, Lacken, Lösungsmitteln oder Pflanzenschutzmitteln verarbeitet werden.
Im Stadtgebiet wurden Bürger gebeten, Fenster und Türen geschlossen zu halten und Lüftungs- und Klimaanlagen abzuschalten. Autofahrer sollten den Bereich großräumig umfahren.
In den Stadtteilen Edigheim und Pfingstweide klagten einige Menschen über Atembeschwerden. In Schulen und Kitas sollten die Kinder vorerst in den Gebäuden bleiben.
Das Informationstelefon der Feuerwehr unter 0621 5708-6000 ist geschaltet.
Der Krisenstab der Stadt Ludwigshafen unter der Leitung von Feuerwehr- und Ordnungsdezernent Dieter Feid tagte. Bürgermeister Wolfgang van Vliet hat sich vor Ort ein Bild der Lage gemacht. (red/cli)
Der Bericht wird ständig aktualisiert.

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