Mittwoch, 01. Dezember 2021

Giftige Gase aufspüren: Hochleistungsfähiges Messgerät für Feuerwehr Herxheim

7. Oktober 2016 | Kategorie: Kreis Südliche Weinstraße
Foto: über Feuerwehr Herxheim

Foto: über Feuerwehr Herxheim

Herxheim – Freude bei der Herxheimer Feuerwehr: Im Feuerwehrhaus wurde ein neues Mehrgas-Messgerät an die Feuerwehr der Verbandsgemeinde übergeben.

Es handelt sich dabei um ein Gerät des Typs Sewerin Multitec 520 mit einem speziellen Sensor für Kohlenstoffdioxid (CO2).

Das Gerät wird dringend gebraucht, denn im Bereich der Verbandsgemeinde Herxheim sind gewerblich technische Unternehmen mit sensible Produktionsanlagen ansässig.

Im Brandfall werden die geschützten Anlagenteile durch vorhandene Löschanlagen mit Kohlenstoffdioxid geflutet. Das Löschmittel ist toxisch und in löschwirksamer Konzentration grundsätzlich lebensgefährlich. Das Betreten eines mit CO2 gefluteten Raumes ist deshalb nur mit einem umluftunabhängigem Atemschutz möglich.

Solche Räume dürfen erst wieder betreten werden, wenn nach eingehender Überprüfung die Freigabe erfolgt. Dazu müssen Messungen des CO2-Gehalts der Löschgase und des Sauerstoffgehalts durchgeführt werden.

Mit dem neuen Messgerät kann die Feuerwehr Herxheim nun effektiv und schnell CO2-Messungen, explosionsfähige Gas/Luft-Gemische und Sauerstoffkonzentrationen und gefährliche Konzentrationen von Kohlenmonoxid und Schwefelwasserstoff durchführen.

Im Einsatzleitwagen der Feuerwehr Herxheim wird es künftig für alle Einsätze bereitgehalten. Die Kosten für das Messgerät betragen ca. 4.000 Euro. Die Firmen RELINEEUROPE AG in Rohrbach und Eberspächer catem in Herxheim sponserten das Gerät und teilten sich die Kosten.

Bei der offiziellen Übergabe des Geräts bedankte sich der für den Brandschutz zuständige Erste Beigeordnete Georg Kern bei den anwesenden Firmenvertretern Ludwig Allmann (RELINEEUROPE AG, Rohrbach) und Andreas Schwarzer (Eberspächer catem) für die großzügige Unterstützung bei der Beschaffung des neuen Messgerätes.

Die Feuerwehr Herxheim steht mit beiden Firmen im Bereich der vorbeugenden Gefahrenabwehr in engem Dialog und wird von dort auch bei der Gefahrenabwehrplanung und bei Einsätzen unterstützt.

„Mit der neuen Messtechnik wird damit nicht nur ein Mehrwert für die Gefahrenabwehr der beiden Industriebetriebe erreicht, sondern sie kommt den Feuerwehren der gesamten Verbandsgemeinde zugute“, stellte Erster Beigeordneter Kern bei seinen Dankesworten fest.

Auch Wehrleiter Jürgen Fink dankte den Geschäftsführern beider Betriebe für die gute und konstruktive Zusammenarbeit. Es sei erfreulich, aber nicht selbstverständlich, dass beide immer ein offenes Ohr für die Anregungen der Feuerwehr hätten, so Fink,

Weitere Informationen zur Feuerwehr Herxheim auf www.feuerwehr-herxheim.de.

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