Freitag, 21. Februar 2020

Bessere Sicht bei Qualm und in Behälter: Feuerwehr Steinweiler bekommt Wärmebildkamera

22. August 2016 | noch keine Kommentare | Kategorie: Kreis Germersheim
Die Feuerwehr freut sich über die neue Wärmebildkamera: v.li.: Eric Herrmann, Wehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Steinweiler, Bürgermeister Volker Poß, Alexander Dietz, stv. Wehrleiter der Verbandsgemeinde Kandel, Edgar Jung, Wehrleiter der Verbandsgemeinde Kandel. Foto: VG Kandel

Die Feuerwehr freut sich über die neue Wärmebildkamera: v.li.: Eric Herrmann, Wehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Steinweiler, Bürgermeister Volker Poß, Alexander Dietz, stv. Wehrleiter der Verbandsgemeinde Kandel, Edgar Jung, Wehrleiter der Verbandsgemeinde Kandel.
Foto: VG Kandel

Steinweiler – Eine gute Investition in die Sicherheit der Bürger und der Einsatzkräfte der Feuerwehr: Unter diesem Motto überreichte Bürgermeister Volker Poß der Feuerwehr Steinweiler eine neue Wärmebildkamera.

Am Tag der offenen Tür würdigte Poß damit auch die ehrenamtliche Arbeit der Feuerwehr. Ihm liege sehr viel daran, dass die Wehren innerhalb der Verbandsgemeinde Kandel optimal ausgestattet und immer auf dem aktuellen Stand seien, sagte Poß und lobte „die äußerst motivierten, leistungsbereiten und kompetenten Feuerwehrkamderaden, die im Ehrenamt für alle Bürger unter Einsatz ihrer Gesundheit und ihres Lebens ihren wichtigen Dienst verrichten.“

Wie wichtig es sei, die Wehren gut auszustatten, habe sich in der vergangenen Woche wieder einmal auf eindrückliche und tragische Weise gezeigt, sowohl bei dem schweren Verkehrsunfall auf der Autobahn A 65, als auch bei dem Großbrand in Landau, so Poß. In beiden Fällen waren Wehrleute aus der Verbandsgemeinde Kandel mit im Einsatz.

Die neue Wärmebildkamera ist vielfältig einsetzbar: Sie ermöglicht den Einsatzkräften, die beispielsweise bei einem Gebäudebrand unter schwerem Atemschutz nach vermissten Personen suchen müssen, sich trotz völliger Verrauchung schneller und sicherer zu orientieren.

Bewusstlose Personen können aufgrund ihrer Körperwärme, die sich auf der Kamera als Silhouette zeigt, schneller erkannt und gerettet werden.

Auch Glutnester und verborgene Brände, wie Schwel-, Kabel- und Dehnfugenbrände, können schneller lokalisiert werden. Bei der Suche nach vermissten Personen in Wald und Flur oder bei Gefahrstoffunfällen, bei denen Füllstände von Behältern oder eine eventuelle Erwärmung gefährlicher Stoffe festgestellt werden muss, leistet die Wärmebildkamera wertvolle Hilfe.

Bereits seit dem Jahr 2002 ist eine Wärmebildkamera auf einem Fahrzeug der Feuerwehr Kandel verladen. Mit der neuen Wärmebildkamera in Steinweiler wird die Schlagkraft der Feuerwehren in der Verbandsgemeinde Kandel erhöht, da nun beispielsweise bei Wohnungsbränden parallel zwei Trupps den Brandraum nach vermissten Personen absuchen können – hier zählt jede Sekunde.

Darüber hinaus wird die Feuerwehr Steinweiler bei größeren Einsätzen auch in die gesamte Verbandsgemeinde gerufen, wodurch alle Gemeinden von dieser Anschaffung profitieren.

Grundsätzlich ist der Umgang mit einer Wärmebildkamera nicht besonders schwer – doch muss wie bei jedem Gerät ein routinierter Umgang gepflegt werden.

Wehrführer Eric Herrmann bedankte sich daher für das Vertrauen und die gute Investition und kündigte an, bei künftigen Ausbildungsabenden den Umgang mit der Wärmebildkamera in den Fokus zu rücken.

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