
Rhoischnoke- Vorsitzender Michael Butz (links) und Rhoischnoke-Sitzungspräsident Christian Cambeis (rechts) hatten die Oberhand: Germersheims Bürgermeister Marcus Schaile musste Stadtschlüssel und Stadtsäckel an die Narren abtreten.
Fotos/Video: Licht
Germersheim – In der ganzen Südpfalz wurden am 11.11. die Narren von der Leine gelassen. In sämtlichen Rathäuser mussten die Bürgermeister die Rathausschlüssel an die Narren zu übergeben – die gewohnte Ordnung wird während der „Fünften Jahreszeit“ außer Kraft gesetzt.
In Germersheim fielen die „Rhoischnoke“ über den Amtssitz von Bürgermeister Marcus Schaile her – eine große „Streitmacht“ strömte in die Verwaltung und richteten ihre Attacke nicht nur auf Stadtschlüssel und Stadtsäckel, sondern auch auf die Ohren: Mit einem lauten Trillerpfeifenkonzert und kräftigen Helau-Rufen kündigten sie ihr Kommen an.
Der 1. Vorsitzende Michael Butz und Sitzungspräsident Christian Cambeis läuteten mit einer Proklamation die offizielle Übergabe ein. Mit Wort-Spitzen wie „Wenn in das Rathaus der Narr einzieht – macht das politisch wirklich einen Unterschied?“ stichelten die Rhoischnoke und stellten klar: „Wir zeigen den Politikern, wie man es richtig macht.“ Die anwesenden Angesprochenen, Marus Schaile, die Beigeordneten Norbert König und Gert Müller und der Ortsvorsteher von Sondernheim, Rolf Glück, nahmen´s mit Humor.
Bei einer so großen Übermacht blieb dem Stadtchef keine Wahl: Zähneknirschend musste er Schlüssel und Säckel aus den Händen geben. Letzteres allerdings fiel ihm nicht sonderlich schwer: Das Stadtsäckel war leer. Er erwarte nun, dass er es wieder gut gefüllt zurück bekäme, mahnte Schaile – eine wohl vergebliche Hoffnung. Obwohl entmachtet und seiner Amtswürde beraubt, zeigte der Bürgermeister Größe und wünschte den Narren eine erfolgreiche Kampagne und gutes Gelingen bei allen Projekten.
Und so regieren ab jetzt die Rhoischnoke bis Aschermittwoch in „Germersche“ unter dem Motto: „Dem Schnookenarr, dem is nix fremd, der geht sogar ins Dschungelcamp“.
Zur Einstimmung wirbelten – bevor es zu Sekt und Brezeln ging – die Gardetänzerinnen Monique Kaufmann und Alisia Cambeis mit jeweils einem Solo-Tanz übers Parkett. (cli)

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Diesem Protz-Bürgermeister auch noch hoffieren, da gehört schon närrisches Gemüt dazu. Warum ist die Kasse wohl ganz leer… ?
Die letzten Kröten
gingen beim Geburtstag flöten
HELAU
Herr Schaile hat den größten Teil des Geldes zurückgezahlt. Am Buffet hat sich keiner darüber aufgeregt und fröhlich mitgegessen und getrunken. Aber hinterher meckern.
Mit dem Anteil, den die Stadt jetzt noch bezahlt hat, liegt Herr Schaile unter dem, was in anderen Städten und größeren Ortsgemeiden gang und gäbe ist!
Falsches wird nicht dadurch richtig, weil es andere anderswo gibt, die sich ebenfalls wie im Selbstbedienungsladen fühlen. Am Buffet mitgegessen hat nur ein kleiner Bruchteil der Germersheimer. Die Abrechnung dafür gibt es spätestens am Wahltag.