
Die Stadtkaserne wird zur Flaniermeile mit vielen Einkaufsmöglichkeiten.
Modellfoto: nbs tchoban voss GmbH & Co. KG
Germersheim – Es geht langsam voran, aber es geht überhaupt voran: Bastian Hämmerle, zuständig für die Immobilienentwicklung bei der Firma Procom (Hamburg), bestätigte bei seinem Vortrag im Stadtrat den Willen des Unternehmens, am Projekt Einkaufszentrum in der Stadtkaserne festzuhalten.
Der ursprünglich auf Mitte diesen Jahres anvisierte Eröffnungstermin ist nun für Ende 2016/Anfang 2017 geplant.
Die Vermietungsquote betrage derzeit 40 Prozent, sagte Hämmerle. Diese belegen die beiden Märkte Rewe und DM mit langfristigen Verträgen.
Nun gehe es darum, die restlichen Flächen zu „füllen“. Diesbezüglich sei man in Gesprächen auch mit regionalen Firmen. Angedacht und gewünscht für die Restvermietung sind Textil- und Sportanbieter (mit einem verhandele man derzeit über eine Fläche von 2.500 bis 3000 Quadratmetern), Schuhe, Gastro-Betriebe, Dienstleistungen und generell ein „nahversorgungsrelevanter Block“. Eben damit sei die Stadt „recht dünn besetzt“, sagte Hämmerle. Procom hatte dazu eine Einzelhandelsanalyse angefertigt.
Bürgermeister Marcus Schaile Schaile merkte in diesem Zusammenhang an, dass es im Gewerbegebiet „Einiges“ gebe, in der Stadt jedoch wenig. Die 400 Parkplätze an der Stadtkaserne und die Neugestaltung der Umgebung sollen dafür sorgen, dass Kunden des Zentrums auch weiterhin in die Stadt gehen, um einzukaufen. So hofft die Stadt, einen Leerstand zu vermeiden. „Ein Branchenmix für Innenstadt und Stadtkaserne wäre wünschenswert“, so Schaile.
Hämmerle räumte ein, dass der Online-Handel gerade im Bereich Elektro und Textil die Belegung erschwere: „Da gibt es in der Tat eine Schieflage. Die Entscheidungsfindung der Unternehmen kann schon zwei bis drei Jahre betragen, bis es zu einem Abschluss kommt.“ Mit dem von Vielen herbeigesehnten Elektromarkt wird es also vermutlich nichts werden.
Baubeginn im Herbst
Im Herbst sollen nun die Erschließungs- und Abrissarbeiten beginnen, der Bauantrag für den neuen Teil wird laut Hämmerle demnächst eingereicht.
Für das Lazarettgebäude gibt es noch kein konkretes Zeitfenster. „Die Schnittstellen“ seien noch nicht genau definiert, blieb Hämmerle etwas vage. Auch zu Mietpreisnennungen wollte er sich nicht dezidiert äußern – diese seien von verschiedenen Umständen abhängig und entsprächen den marktüblichen Mieten.
Es seien aber auch kleinere Ladenflächen zu vergeben, mit einer Mindestgröße ab 50 Quadratmetern. Wenn man die Mieter kenne, könne man demensprechent zuschneiden, sagte Hämmerle: „Die Tür steht immer offen.“ (cli)

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