SÜW. Zum Internationalen Frauentag am 8. März mahnt Christine Schneider bei Debatten um Sternchenschreibweise oder gendergerechte Nationalhymne, sich nicht an den falschen Stellen zu verkämpfen und dabei die Frauen aus dem Blick zu verlieren, denen es weit an Gleichberechtigung und Teilhabechancen fehle.
Dazu zählten viele Frauen mit Migrationshintergrund, so die stellvertretende Kreisvorsitzende der SÜW-CDU.
Schneider weiter: „Meine Generation Frauen kann dankbar für die Vorarbeit vieler Frauen und Männer vor uns sein, die Vieles erkämpft haben, was heute selbstverständlich ist.
Frauen und Männer sind in unserem Land gleichberechtigt, und wir sind noch lange nicht da angelangt, wo wir keine Frauen- und Gleichberechtigkeitsförderung mehr brauchen.
Doch manchmal drängt sich der Eindruck auf, dass sich manche da verkämpfen, wo es nichts ‚kostet‘ und wo es nicht um die elementaren Probleme geht.
Wer die Nationalhymne gendergerecht umschreiben möchte und jeden angeht, der die Sternchenschreibweise oder nur die männliche Form in Texten benutzt, verliert den Blick für die wirklichen Herausforderungen in der Frauenförderung.
Frauen, die in patriarchalisch geprägten Familien aufwachsen und nicht selbstbestimmt und gleichwertig ihr Leben in Deutschland leben dürfen, die sich von Männern gemachten Kleiderordnungen bis hin zur Vollverschleierung und Unkenntlichmachung beugen müssen, solche Frauen brauchen unsere Solidarität – und nicht unsere Ignoranz, die gerne mit Toleranz verwechselt wird.
Solange Mädchen in Augen mancher fundamentalistischer Männer weniger wert sein sollen, solange Mädchen nicht am Schwimmunterricht und der Klas- senfahrt teilnehmen dürfen, solange Lehrerinnen von patriarchalisch sozialisierten Jungs und Vätern nicht akzeptiert werden, solange es Männer gibt, die glauben, aus verletztem Ehrgefühl das Leben von Frauen auslöschen zu dürfen – solange haben wir alle unsere Hausaufgaben auch in der Integrationspolitik nicht gemacht.
Die Rolle der Frau entscheidet über den Integrationserfolg in unserem Land. Denn eines steht fest: Gleichberechtigung von Mann und Frau gilt für alle in unserem Land lebenden Menschen, gleich, woher sie kommen!“
Der Frauentag erinnere daran, dass Gleichberechtigung und Chancengleichheit zwischen Mann und Frau eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung bleibe“, so Christine Schneider.
Man habe viel erreicht, um Geschlechterungerechtigkeiten zu überwinden: Mütterrente, weiterer Ausbau der Kinderbetreuungsplätze, Anhebung des steuerlichen Freibetrags für Alleinerziehende, Elterngeld- Plus, Gesetz zur Erhöhung des Frauenanteils in Führungspositionen und das Entgelttransparenzgesetz, sagt Schneider.
Dennoch sei die tatsächliche, gleichberechtigte Teilhabe „längst keine Selbstverständlichkeit, sondern ein wichtiges politisches und gesellschaftliches Ziel.“
Mit Blick auf die Kommunalwahl im nächsten Jahr sei es ein zentrales Anliegen der CDU Rheinland-Pfalz, Frauen für Mandate und Ämter zu gewinnen. Kommunale Parlamente würden von den Sichtweisen und Erfahrungen der Frauen profitieren, ergänzt Schneider.
Ministerpräsidentin Malu Dreyer: Wir müssen weiter an der Gleichberechtigung arbeiten
Ministerpräsidentin Malu Dreyer äußerte sich ebenfalls anlässlich des Internationalen Frauentags, der seit 1911 jährlich am 8. März begangen wird.
„In diesem Jahr ist der Internationale Frauentag ein ganz besonderer, denn 2018 feiern wird das Jubiläum 100 Jahre Frauenwahlrecht in Deutschland. Großartige und mutige Frauen haben sich damals erfolgreich gegen gesellschaftliche Zwänge und Unterdrückung aufgelehnt. Sie haben gezeigt: Wir können die Welt zum Besseren verändern“, sagte sie. „Bis heute haben wir bei der Gleichberechtigung von Mann und Frau erhebliche Fortschritte gemacht.“
Trotzdem zeigten zahlreiche Beispiele immer wieder, „dass wir weiter daran arbeiten müssen, die Gleichstellung der Frau in allen gesellschaftlichen Bereichen umzusetzen“, so die Ministerpräsidentin weiter.
Die aktuelle Metoo-Debatte zeige schmerzhaft, dass auch 2018 sexualisierte Gewalt an Frauen noch immer ein drängendes Problem sei. Zudem seien Frauen in vielen Berufsfeldern unterrepräsentiert trotz guter Ausbildung und hervorragender Qualifikation.
„Gleicher Lohn für gleiche Arbeit“ sei auch 2018 noch nicht erreicht. Frauen verdienten in denselben Positionen oftmals noch immer deutlich weniger Geld als ihre männlichen Kollegen.
Auch in der Politik gebe es aktuell Rückschritte: So sei der Anteil weiblicher Abgeordneter im 19. Deutschen Bundestag auf knapp 31 Prozent gesunken und damit auf den Wert von 1998 bis 2002 zurückgefallen.
Die Landesregierung habe sich im Koalitionsvertrag dazu bekannt, die Gleichstellung im Arbeitsleben voranzubringen, Sexismus zu bekämpfen und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu stärken.

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