Bellheim – Der Name bürgt für Qualität: Frohsinn im wahrsten Sinne des Wortes war Trumpf bei der familiären Faschingsfeier der beiden Chöre des GV Frohsinn im Jugendheim St. Michael.
Nach einer humorvollen Begrüßung durch Günter Rund, der die Veranstaltung moderierte, kam als Eisbrecher eine hübsche, junge Französin (Renate Eichel) auf die Bühne und erzählte in amüsantem Französisch-Deutsch die Schöpfungsgeschichte, bei der Eva den Grundstein zur Emanzipation legte.

Mit dem Vortrag: “Der Plattkopp” machte sich Doris Fahle Gedanken über den Haarmangel mancher Männer und gab versöhnende Ratschläge.

Chorleiter Peter Herberger war sehr aufmerksam mit seinem Akkordeon und nutzte jede Lücke im Programm, um die Stimmung musikalisch hoch zu halten.
Beim ersten von drei Tanzauftritten demonstrierten die Krawattler die Schönheit ihrer Röcke, die aus vielen Krawatten bestehen. Sie hoffen, dass diese textilen Kunstwerke bald als Weltkulturerbe anerkannt werden.

Ein Schauder ging durch den Saal, als der Sensenmann (Michael Frech) mit Totengewand und Sense auf der Bühne erschien und über seinen Job plauderte.

Mit einer Schunkelrunde und pfiffigen Liedvorträgen der Schoppensänger (Margot+Peter Schaller, Alwin Büchler, Margit+Gerhard Ullrich) ging es musikalisch weiter.

Edith Rund klärte die U-60-Männer gründlich darüber auf, was Ü-60 auf sie zukommt und erntete viel Beifall, hauptsächlich von den Frauen.

“Ich mään jo bloos”, jammerte Ilse Schlee und berichtete eindringlich über ihre Probleme beim Kündigen eines Handy-Vertrags.

Die beiden Marktfrauen (Judith Rüffel+Mona Ilchev) passten so genau auf beim Eierzählen, dass die eine zwar hundert Eier verkaufte, aber die andere am Schluss nicht einmal fünfzig im Korb hatte.

Die zweite Gesangsgruppe, die Frohsinn-Singers, (P.Schaller, S.Drumm, R.Albrecht, G.Rund,W.Scheurer, G.Ullrich, P.Gadinger) hatten nicht nur flotte Melodien sondern – ähnlich wie die Schoppensänger – auch scharfsinnige Texte zum Bellheimer Ortsgeschehen, zum Vereinsleben und über die Kirchenrenovierung im Repertoire.

Mit ihrem dritten Tanz boten die Krawattler zum Abschluss ein echtes Highlight. Sie interpretierten das Faschingslied: “Wie kann man nur so dabbich sei, die Kuh vergisst den Lottoschei” schauspielerisch und tänzerisch so echt, dass man die Dramatik vom entgangenen Lottogewinn hautnah miterleben konnte. Mit einer großen Polonaise durch den Saal wurden viele auf die Tanzfläche gelockt und zum Paartanzen animiert.

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