Kandel – Ein 50. Jubiläum ist wohl für die meisten Vereine ein Anlass, dieses gebührend zu feiern. Bekannterweise laufen die Uhren bei den Narren nicht wie gewohnt. Bei der Bienwald Karnevalsgesellschaft 1963 e.V. Kandel (Bi-Ka-Ge) ist dies nicht anders.
„Fünfzig ist keine närrische Zahl und hat somit für uns keine Bedeutung“, stellte Präsident Karlheinz Schöttinger auf der Mitgliederversammlung fest. Die Bi-Ka-Ge zähle nun das 44 + 6. Jahr seines Bestehens, ganz gemäß karnevalistischer Zählweise. Man werde sich deshalb wie gewohnt auf die kommende Kampagne vorbereiten.
Ungewohnt ernstere Gesichter waren nach dem Bericht des Kassenwarts zu sehen. Demnach bleibe unter dem Strich der letzten Kampagne eine schwarze Null stehen. Neben den allgemein höheren Kosten im Vergleich zum Vorjahr, lastet vor allem die gestiegene Hallenmiete der Stadt Kandel auf der Ausgabenseite. Diese Miete wird kurioserweise ab kommendem Jahr nicht mehr Toilettenpapier und Papierhandtücher beinhalten. Die Bi-Ka-Ge bittet daher alle Gäste der Vorpremiere um eine großzügige Spende dieser Hygieneartikel.
Für die vorgeschriebene Brandwache wolle man Feuerwehrmänner aus den eigenen Reihen stellen dürfen, um auch hier einen größeren Kostenfaktor zu reduzieren.
Man werde die Kosten fein beobachten, man lasse sich aber davon nicht erdrücken. Die „wunderbaren närrisch-menschlichen Momente“, so Schöttinger weiter, seien „nach wie vor im Mittelpunkt des bikanischen Brauchtums“.
So kann die Bi-Ka-Ge auch in diesem Jahr wieder auf zahlreiche Ausflüge und Öffentlichkeitsarbeit zwischen den Kampagnen zurückblicken.
Neben den Einladungen der Sponsoren für die jeweiligen Gruppen, wurden bei einer Kanufahrt im Elsass und bei der alljährigen Herbstwanderung, welche die Kandeler Narren nach Hinterweidenthal an den Teufelstisch führte, das Vereinsleben gruppenübergreifend gepflegt. (bikage/red)

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