Karlsruhe. Lebende Tiere als besonders anschauliche Beispiele für die vorgestellten Themen sind ein wesentlicher Bestandteil des Ausstellungskonzeptes für die Dauerausstellung „Form und Funktion – Vorbild Natur“, die derzeit im neuen Westflügel des Naturkundemuseums eingerichtet wird.
Die Riffbauten sind abgeschlossen, nun beginnt der Einzug der ersten Bewohner in das
Großaquarium.
240.000 Liter fasst das Aquarium, das im Zentrum der Dauerausstellung „Form und Funktion – Vorbild Natur“ steht.
Hier wird das größte lebende Korallenriff Deutschlands entstehen, in dem auch Schwarzspitzenriffhaie ihre Runden drehen werden. Nach dem Abschluss des Riffaufbaus können nun die Korallen und erste Fische eingesetzt werden. 60 farbenfrohe Doktorfische schwimmen seit kurzem in der Rifflandschaft. Algen stehen ganz oben auf ihrem Speisezettel und so sorgen sie zusammen mit 20 großen und 150 kleinen Kegelschnecken auf natürliche Weise dafür, dass der Algenbewuchs auf den Riffsteinen nicht überhandnimmt.
Die Korallen, mit denen das Becken bestückt wird, stammen überwiegend aus der eigenen Zucht des
Naturkundemuseums, das sich durch seine Erfolge auf diesem Gebiet schon seit langem einen Namen
gemacht hat.
LED-Leuchten mit einer jeweiligen Leistung von 200 – 600 W spenden den Korallen das
lebenswichtige Licht, das sie zum Wachsen benötigen. Die ersten 14 Lampen sind installiert, es folgen
voraussichtlich noch 40 weitere.
Dank modernster Technik entsprechen die Wasserwerte, die bei den Dimensionen eines solch großen
Aquariums eine ganz besondere Herausforderung darstellen, den Ansprüchen der heutigen Aquaristik.
Auch ein weiterer Blickfang der Ausstellung hat seinen Platz eingenommen: Das Skelett eines Nordkaperwals, das bis vor einem Jahr an der Wand im sogenannten Polarsaal des Museums angebracht war, wird gerade in seiner ganzen Größe freischwebend an der Decke aufgehängt.
Die Eröffnung der Ausstellung und die offizielle Übergabe des neu aufgebauten Westflügels ist für
Ende Juli geplant. Der endgültige Termin hängt dabei jedoch auch von der Zeitplanung der zukünftigen Landesregierung ab. (red)
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