Mittwoch, 16. Oktober 2019

Ein Baum für Frieden und gegenseitiges Verständnis: Lingenfeld, Ahmadiyya-Gemeinde und Kirche wollen Zeichen setzen

1. November 2016 | 8 Kommentare | Kategorie: Kreis Germersheim, Regional
V.li.: Marcel Ladan (Praktikant), Tazeem Ahmat (Ahmadiyya-Gemeinde), Pastoralreferent Thomas Bauer, Lea Heinrich, Nico Mincolelli (beide KjG) Shahid Mohammad (Ahmadiyya-Gemeinde). Fotos: Pfalz-Express/Licht

V.li.: Marcel Ladan (Praktikant), Tazeem Ahmat (Ahmadiyya-Gemeinde), Pastoralreferent Thomas Bauer, Lea Heinrich, Nico Mincolelli (beide KjG)
Shahid Mohammad (Ahmadiyya-Gemeinde).
Fotos: Pfalz-Express/Licht

Lingenfeld – Gemeinsam für Frieden, für ein gutes Miteinander und gegen Vorurteile und Hass: Dem haben sich die Orts- und Verbandsgemeinde Lingenfeld, die Muslimische Ahmadiyya-Gemeinde und die Katholische Junge Gemeinde Lingenfeld (KjG) verschrieben.

Mit einer gemeinsamen Aktion sollen Freundschaften entstehen oder vertieft und Unsicherheiten und mögliche Ängste abgebaut werden: In der St. Martinus Kirche halten die katholische und die muslimische Gemeinde am Sonntagnachmittag (6. November) ein interreligiöses Friedensgebet ab.

Danach wird hinter der Kirche auf einem kleinen Gartenstück ein Baum gepflanzt. Anschließend gibt es einen kleinen Umtrunk und ein geselliges Beisammensein, um sich gegenseitig besser kennenzulernen.

„Gemeinsamkeit statt Vorurteile“

Organisiert und vorangetrieben haben das Projekt Tazeem Ahmad und Shahid Mohammad von der Mannheimer Ahmadiyya-Gemeinde, die Bürgermeister Erwin Leuthner (OG) und Frank Leibeck (VG), Pastoralreferent Thomas Bauer und Lea Heinrich und Nico Mincolelli von der KjG.

Die beiden Jugendlichen beschäftigen sich schon länger mit einem Austausch zwischen der muslimischen und der katholischen Gemeinde. Ein Besuch in der Mannheimer Moschee hat einen tiefen Eindruck hinterlassen.

Auch dort hatte ein gemeinsames Friedensgebet stattgefunden. Man habe sich gut verstanden, sei sich näher gekommen, erzählen Lea und Nico, die sich viel mit Rassismus und Rechtsextremismus auseinandergesetzt haben: „Alle hatten dann richtig gute Laune.“

„Unser Kreuz hat keinen Haken“, sagte Pastoralreferent Bauer. Es gebe viele Vorurteile, gerade in Germersheim sei beispielsweise der Moscheebau ein „hochbrisantes Thema“.

Ein Thema in allen Pfarrgemeinden sei auch die Frage, wie ein gutes Miteinander gelingen könne: „Wir sehen selbst, dass es im TUN geschieht – aus Fremden werden Bekannte, aus Bekannten werden Freunde.“

Gemeinsame Dinge erleben, sich dadurch schätzen lernen: Nur so könne es gehen, sagt Bauer. Dazu soll auch die Baumpflanzaktion beitragen – im realen wie im übertragenen Sinn: „Es liegt an uns, den Samen zu pflegen, zu hüten, so dass es irgendwann zu Früchten kommen kann.“

Besprechnung im Pfarrheim.

Besprechnung im Pfarrheim.

„Liebe für alle, Hass für Keinen“

Die Ahmadiyya-Gemeinden praktizieren toleranten und betont friedlichen Islam. Deren Motto lautet: „Liebe für alle, Hass für Keinen“. Dementsprechend suche man immer den Kontakt zu christlichen Gemeinden und den nicht-muslimischen Mitbürgern, erklärt Tazeem Ahmad.

Bäume für ein friedliches Miteinander zu pflanzen gehört dazu. Der Lingenfelder Baum wurde von der „Ahmadiyya Muslim Jamaat“ und der Unterorganisation „Majlis Ansarullah Deutschland“ gestiftet. Auch den Charity-Walk, der unlängst in Speyer stattfand, hat die muslimische Gemeinde initiiert. Im nächsten Jahr soll ein weiterer Walk in Germersheim durchgeführt werden, kündigten Ahmad und Mohammad an.

In Rülzheim und Germersheim stehen schon Friedensbäume, Wörth und Bellheim sollen folgen. In Bellheim sei allerdings die zuständige Person seit Monaten nicht erreichbar, was sehr bedauerlich sei. Etwa 55 Bäume wurden im Rhein-Neckar-Kreis gesetzt: „Wir wollen weiter auffallen, denn jeder Baum bedeutet Frieden: Und ohne Frieden geht es nicht“, so Tazeem Ahmad.

Für Deutschland empfinde man dieselbe Liebe wie für das Heimatland, so Ahmad weiter. „Wir wollen Frieden, Austausch, Freunde, da wo wir leben.“

Alle Beteiligten wünschen sich,  dass mit dem Baum der „Frieden wachse, sich verfestige und Wurzeln schlage“: „Auch wenn niemand mehr von uns da ist – der Baum bleibt.“

Feierliches Gebet in der Kirche

Beim Friedensgebet am Sonntag (15 Uhr) werden Texte aus der Bibel und dem Koran gelesen. Da gebe es sehr viel Nähe, so Bauer und Ahmad. Diese müsse gepflegt werden, nicht das Trennende.

In jeder Religion gebe es viele gute Dinge, die aber oft missbraucht würden, bedauerte Tazeem Ahmad. Mit einer christlichen Kirche haben er, Mohammad und die anderen Amadiyya Gemeindemitglieder keinerlei Probleme, im Gegenteil: „Eine Kirche ist auch für uns ein Haus Gottes.“

Nach dem Gottesdienst wird der Baum gepflanzt, danach gibt es auf bei schönem Wetter auf dem Vorplatz der Kirche pakistanische Spezialitäten und Kaffe und Kuchen. Erwartet werden an die 100 Personen – eine gute Gelegenheit, neue Freundschaften zu schließen. (cli)

lingenfeld-st-martinus-kirche

friedensbaum

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8 Kommentare auf "Ein Baum für Frieden und gegenseitiges Verständnis: Lingenfeld, Ahmadiyya-Gemeinde und Kirche wollen Zeichen setzen"

  1. Johannes Zwerrfel sagt:

    Lasst euch nicht täuschen von den erlaubten Lügen des Islam (Taqiyya)!

    Das Programm der Ahmadiyya ist von ihrem Gründer und Propheten Mirza Ghulam Ahmad festgelegt worden: „Das Kreuz brechen und das Schwein vernichten“. Das Christentum und das Judentum sollen also eliminiert und der Islam als einzig wahrer Glaube installiert werden, was im Übrigen völlig korankonform ist.

    „Endsieg des Islams“ durch die Ahmadiyya!
    http://paxeuropa.de/2016/05/24/protest-gegen-ahmadiyya-in-muenchen-mit-videobeitrag/

    Auch sie wollen nur die Weltherrschaft des Islam, und viele Gutgläubige fallen darauf herein.

  2. Ben sagt:

    Interessant, wie offensiv Ahmadiyya bei christlichen Kirchen wirbt und dabei offenbar offene Türen einrennt. Während in islamischen Ländern Christen verfolgt werden, pflanzen Moslems auf dem Gelände christlicher Gemeinden oder im öffentlichen Raum in Deutschland Bäume. Ob der tiefere Sinn dahinter allerdings „Frieden“ ist, sei mal dahingestellt. Denn da fällt mir immer wieder die islamische „Takya“ ein, die „religiöse Verhüllung“ oder schlicht „muslimische Täuschung der Ungläubigen” bedeutet. Fast jede islamische Sekte stimmt mit dieser Taktik überein und praktiziert sie. Und auch bei der Ahmadiyya, die sich ja gerne als tolerant und modern gibt (und bei anderen islamischen Glaubensrichtungen eher als Sekte gilt), müssen sich die Frauen verhüllen.

    Was gibt´s noch so auf die Schnelle über diese Sekte zu sagen:

    „Sie hält streng am islamischen Pflichtenkanon (Gebet, Fasten, Almosen) und der traditionellen islamischen Rollen- und Aufgabenverteilung für Frau und Mann fest.

    Über ihren Gründer Mirza Ghulam Ahmad: „Sein Ziel sei die Reinigung, Erneuerung und Verbreitung des Islam. Binnen 300 Jahren ab Gründung der Bewegung – also bis 2189 – werde der ‚wahre‘ Islam der Ahmadiyya-Bewegung über die ganze Welt ausgebreitet sein. Im Jahr 1902 schrieb Ghulam Ahmad: „Die Worte, die ich spreche, sind mit Sicherheit die Worte Gottes, wie die des Korans und des Alten Testamentes. Auf eine ‚schattenhafte‘ und ‚offenbar werdende‘ Art und Weise bin ich ein Prophet Gottes. Jeder Muslim muss mir in religiösen Angelegenheiten gehorchen.“

    Die größere Gruppe, die ihren Gründer Mirza Ghulam Ahmad weiter als Propheten betrachtete, siedelte sich in der Stadt Qadiyan im Punjab an (die Qadiyani-Gruppe). Heute ist ihr Führer der vierte Kalif Mirza Tahir Ahmad (geb. 1928). In Deutschland soll es ca. 50.000 Anhänger geben, darunter etwa 200–400 Deutsche.

    Beide Zweige werben für ihre Lehre mit Literatur (Büchern, Zeitschriften, Traktaten), Kassetten, Videos und Internetauftritten. Im Jahr 2001 bewarb die Ahmadiyya-Bewegung in Deutschland Millionen Haushalte mit einer Postwurfsendung, in der Grundzüge der Ahmadiyya-Lehre dargelegt wurden.

    Schon der Gründer Mirza Ghulam Ahmad äußerte sich sehr ablehnend, ja polemisch gegenüber dem Christentum und ging damit deutlich über die ‚übliche‘ muslimische Kritik am Christentum hinaus. Das wird nicht nur aus den vielen Ahmadiyya-Veröffentlichungen deutlich, die dem historisch eindeutig belegten Geschehnis der Kreuzigung Jesu jegliche Historizität absprechen und das zentrale Heilsgeschehen der Gottessohnschaft Jesu leugnen, sondern auch aus den zahlreichen erbitterten Anklagen und Vorwürfen gegen Jesus Christus von seiten der Ahmadiyya-Bewegung, der im sunnitischen Islam als Prophet hohe Verehrung genießt. Zu diesen Vorwürfen gehören Anklagen wie die Geneigtheit Jesu zum Alkohol, Übertretungen der jüdischen Gesetzesvorschriften, die Beleidigung seiner Mutter und Respektlosigkeit gegen jüdische Priester, die Kontaktaufnahme zu Frauen von schlechtem Ruf und Charakter, die Rückführung des Stammbaums Jesu auf eine Prostituierte, aber auch Charaktervorwürfe wie Falschheit, Arroganz, Bosheit, Feindschaft gegen die Gerechten, Lüge und Feigheit.

    Ahmadiyya-Anhänger haben – vor dem Hintergrund ihrer eigenen Verfolgungsgeschichte – stets den friedlichen Charakter ihrer Werbung in heute über 100 Ländern und die Ablehnung jeglicher Gewalt betont. Auch den kämpferischen „Djihad“ lehnen Ahmadiyya-Anhänger in zahlreichen Stellungnahmen ab. Gleichzeitig setzen sie sich in der Westlichen Welt mit allen legalen Mitteln vehement für ihre Rechte ein (z. B. den Bau von Moscheen). Christen sollten sich darüber klar sein, dass sie von Ahmadiyya-Anhängern in der Regel weniger Respekt für christliche Glaubensinhalte zu erwarten haben als von sunnitischen Muslimen, die gegen den von ihnen hochgeachteten Propheten Jesus keine derartigen Vorwürfe erheben würden. Auch einige von der Ahmadiyya-Bewegung herausgegebene deutsch-arabische Koranausgaben (z.B. von 1980) erheben im Vorwort etwa die Anklage, dass das Alte Testament bzw. die Bibel eine solche Entstellung des ‚ursprünglichen‘ Wortes Gottes seien, dass sie eine „Verhöhnung Gottes und der Religion“ darstellten. Ahmadiyya-Anhänger sind oft gut geschult und können im Gespräch mit einem Christen nicht selten ein ganzes Repertoire an Vorwürfen zur angeblichen Unhaltbarkeit biblischer Aussagen aufbieten. Daher ist für das Gespräch mit Ahmadiyya-Anhänger eine gründliche Bibelkenntnis erforderlich. Selbstverständlich lehnen Ahmadiyya-Anhänger die Erlösung Jesu durch seinen Tod am Kreuz ebenso wie die Dreieinigkeit und Gottessohnschaft Jesu ab. Daher brauchen auch sie eine Begegnung mit Jesus, dem Erlöser, und Menschen, die ihnen von ihm erzählen.“

    Ob Ahmadiyya wirklich der richtige „Partner“ für die katholische Kirche ist?

  3. Ben sagt:

    Kleiner Nachtrag:

    „…für ein gutes Miteinander und gegen Vorurteile und Hass.“ Klingt wie eine Antifa-Parole.

    „Ein Besuch in der Mannheimer Moschee hat einen tiefen Eindruck hinterlassen.“ Bei Katholiken? Vielleicht ist die Frömmigkeit der Ahmadyyia für so manchen doch eine Überlegung wert, die Religion zu wechseln?

    „Man habe sich gut verstanden, sei sich näher gekommen, erzählen Lea und Nico, die sich viel mit Rassismus und Rechtsextremismus auseinandergesetzt haben: „Alle hatten dann richtig gute Laune.““
    Weshalb? Weil die „Katholische Junge Gemeinde“ und eine islamische Sekte nun gemeinsam gegen „Rechts“ kämpfen, damit sich ein streng ausgelegter Islam noch ungehinderter ausbreiten kann? Haben sich Lea und Nico schon mit Linksextremismus und Islamismus auseinandergesetzt?

    „Unser Kreuz hat keinen Haken“. Thema verfehlt.

    „Es gebe viele Vorurteile, gerade in Germersheim sei beispielsweise der Moscheebau ein „hochbrisantes Thema“.“ Naja, schauen wir uns einmal das Wesen von DITIB an, handelt es sich eher um Fakten, anstatt Vorurteile. Man kann natürlich auch eifrig dafür werben, daß die türkische Religionsbehörde und Ahmadyyia sich künftig noch schneller in Deutschland Moscheen bauen können.

    Manche katholischen Gemeinden sägen auf dem Ast, auf dem sie sitzen.

  4. Freiheitsdenker sagt:

    Die Ahmadiyya ist eine millenarische Bewegung, die innerhalb von 300 Jahren den Sieg IHRES Islam über alle anderen Religionen anstrebt. Sie breitet sich weltweit aus, besitzt nach eigenen Angaben auf 5 Erdteilen 200 Millionen Mitglieder und in 204 Ländern 14.000 Kalifatstützpunkte.

    IST LINGENFELD ein weiterer Kalifatstützpunkt? Unterstützt durch die christlichen Kirchen?
    Ungeheuerlich! Die Schafe tragen sich selbst ihrem Schächter zur Schlachtbank! Gute Leistung.

    In Deutschland hat die Ahmadiyya 35.000 Mitglieder, 39 Moscheen und betreibt ein „Hundert-Moscheen-Projekt“, allein in 2004 wurden 6 Moscheen eröffnet.
    Mitglied wird man durch die Geburt und ist ein Leben lang verpflichtet großzügig an diese Sekte zu spenden.

    Wie andere islamische Gruppierungen verbindet die Ahmadiyya uralte mythische echatologische Ideen mit Dschihad-Vorstellungen, allerdings mit einer Absage an Gewalt. Großen wert wird auf die Geschlechtertrennung gelegt sowie auf die Verschleierung der Frau, Sexualität nur in der Ehe, Monogamie für die Frau und Polygamie für den Mann.
    Naja, für Männer kann sich der Islam durchaus lohnen…. wenn ich so darüber schreibe, hmmm, wenn ich konvertiere, könnte ich mir paar Frauen halten. Warum nicht?
    Natürlich werden bei den Ahmadiyyas auch die Ehen arrangiert.

    DAS POLITISCHE ZIEL DER AHMADIYYA:

    Ist die Einrichtung einer islamischen Ordnungen auf der ganzen Welt – auch Deutschland! ALSO damit auch FEIND von DEMOKRATIEN und FREIEN GESELLSCHAFTEN!
    Dies bedeutet die Abschaffung der freiheitlich demokratischen Grundordnung und Einrichtung des Kalifats mit Scharia-Recht!!!

    Aktuell täuschen sie die dummen Christen und diese fallen auch noch massenhaft drauf ein. Wie verblödet die Deutschen und er Westen doch ist.

    ZITAT aus Schriften der Ahmadiyya:

    „Ich bin gesandt worden, um das KREUZ zu brechen, das Schwein zu vernichten“ aus dem Kapital der Ahamdiyya „Einstellung zum Christentum“

  5. Achim Wischnewski sagt:

    Björn Höcke AFD

    Ahmadiyya , das ist ein ganz klares Führerprinzip:

    https://www.youtube.com/watch?v=sLRtX8UBJNE

    Ausstellungs-Eröffnung Ahmadiyya im Landtag.
    Aufklärungsveranstaltung der AfD zur Ahmadiyya-Propaganda im Landtag

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