Samstag, 22. September 2018

Claudia Roth zu Gündogan und Özil: „Keine höheren Ansprüche als an Bundesregierung stellen“

15. Mai 2018 | 2 Kommentare | Kategorie: Nachrichten, Panorama, Politik

Mesut Özil
Foto:dts

Berlin  – Die Vizepräsidentin des Deutschen Bundestags, Claudia Roth, hat die Fußball-Nationalspieler Ilkay Gündogan und Mesut Özil gegen Kritik an ihrem Auftritt mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan verteidigt.

„So falsch ich die Fotos finde: Wir sollten nicht höhere Ansprüche an zwei Fußballer stellen als an unsere Regierung“, sagte die Grünen-Politikerin den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.

Die Bundesregierung liefere weiter Rüstungsgüter an Ankara, obwohl die türkische Armee die syrische Stadt Afrin völkerrechtswidrig belagere.

Und wenn die CSU den ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orban hofiere oder Ex-Kanzler Gerhard Schröder zum besten Freund von Russlands Präsident Wladimir Putin aufsteige, „hat das gravierendere Folgen als eine unbeholfene Trikotübergabe“. Die Kritik an den beiden Nationalspielern klinge dann doch stark nach doppelten Standards.

Özil und Gündogan hatten sich in einem Londoner Hotel mit Erdogan gezeigt und ihm Trikots ihrer jeweiligen Vereinsmannschaft – FC Arsenal und Manchester City – überreicht.

Gündogan, der neben der deutschen auch die türkische Staatsbürgerschaft besitzt, hatte sein Trikot mit der Widmung versehen: „Mit Respekt für meinen Präsidenten.“

Die von Erdogans Partei AKP veröffentlichten Bilder lösten Kritik aus, da die Spieler mit dem Auftritt Wahlkampf-Hilfe für den umstrittenen Politiker geleistet hätten. In der Türkei finden am 24. Juni Wahlen statt. (dts Nachrichtenagentur)

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2 Kommentare auf "Claudia Roth zu Gündogan und Özil: „Keine höheren Ansprüche als an Bundesregierung stellen“"

  1. qanon sagt:

    „Deutschland Du Mieses Stück Scheisse“ auf einem Plakat der Bundestags-Vizepräsidentin Claudia Roth bekommt hier nun eine ganz neue Bedeutung. Das die Gelsenkirchen-Türken um Özil bereitwillig mit Erdogan possieren ist ihr gutes Recht. Wäre ich in Istanbul geboren fühlte ich mich doch eher einem Goethe oder Schiller oder Beckenbauer als einem Atatürk angehörig/verbunden. Naja mit der Merkel würde ich nicht possieren.

    Wenn ein Igel im Schweinestall auf die Welt kommt ist es nach der Geburt ein Igel oder ein Schwein? Soviel zum Thema Doppelpass, doppelte Staatsbürgerschaft.

    Hauptsache das Asyl fliesst in strömen bis an den Bospurus durch Western Union direkt in die Heimat transferiert.

  2. Hans-Jürgen Höpfner sagt:

    Würde sich ein Nationalspieler zur AfD öffentlich bekennen,
    dann würde Löw ihn nie mehr aufstellen,
    bei islamistischen Diktatoren ist das anders…..

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