Dortmund – Jogi Löw kann bis mindestens 2022 Bundestrainer der Fußball-Nationalmannschaft bleiben.
Das bestätigte DFB-Präsident Reinhard Grindel am Dienstag kurz vor Bekanntgabe des Kaders für die Fußball-WM, nachdem es entsprechende Gerüchte schon vorher gegeben hatte.
Ursprünglich war mit der gesamten sportlichen Leitung der Nationalmannschaft eine Vertragslaufzeit bis zur Europameisterschaft 2020 vereinbart worden.
Ebenfalls bis 2022 ausgeweitet wurden die Kontrakte mit Assistenztrainer Thomas Schneider und Torwarttrainer Andreas Köpke.
Bis 2024 verlängert wurde zudem mit Oliver Bierhoff, der seit Jahresbeginn als geschäftsführender DFB-Direktor die neu gegründete Direktion Nationalmannschaften und Fußballentwicklung leitet und in der Funktion des „Managers Nationalmannschaft“ bleibt.
Bis 2024 läuft auch der neue Vertrag mit Assistenztrainer Marcus Sorg.
Das Präsidium des DFB hatte den Verlängerungen jeweils einstimmig zugestimmt. Man habe sich bewusst entschieden, die Vertragsverlängerung vor der WM perfekt zu machen, damit in den kommenden Wochen das Sportliche im Mittelpunkt stehe, sagte der DFB-Präsident.
Löw fährt ohne Götze und Wagner zur WM
Jogi Löw fährt indes ohne Mario Götze und ohne Sandro Wagner zur Fußball-WM nach Russland. Das gab er am Dienstag bei der Vorstellung des vorläufigen Kaders bekannt.
Am Montag musste der Bundestrainer bei der FIFA die Liste einreichen. Konkret wurden folgende Spieler vorläufig nominiert: Manuel Neuer, Marc-Andre ter Stegen, Bernd Leno, Kevin Trapp, Jerome Boateng, Matthias Ginter, Jonas Hector, Mats Hummels, Marvin Plattenhardt, Joshua Kimmich, Antonio Rüdiger, Niklas Süle, Jonathan Tah, Julian Brandt, Julian Draxler, Mario Gomez, Leon Goretzka, Ilkay Gündogan, Sami Khedira, Toni Kroos, Thomas Müller, Mesut Özil, Nils Petersen, Marco Reus, Sebastian Rudy, Leroy Sane und Timo Werner.
Die Fußball-WM dauert vom 14. Juni bis zum 15. Juli. Deutschland absolviert seine erste Partie am 17. Juni gegen Mexiko.
Zu dem umstrittenen Treffen zwischen den deutschen Fußball-Nationalspielern Mesut Özil und Ilkay Gündogan und dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan sagte DFB-Präsident Reinhard Grindel kurz vor der Bekanntgabe des Kaders: „Menschen können Fehler machen.“ Er glaube, dass den beiden Spielern nicht klar gewesen sei, was sie taten.
(dts Nachrichtenagentur)

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