
Fotos: Manfred Anker
Germersheim – Am 2. März wälzte sich wieder der närrische Lindwurm durch Germersheims Straßen. Bei trockenem Wetter war der Faschingsumzug gut frequentiert.
Das Motto in diesem Jahr: „Die Bauarbeiten sind vorüber, bei der Schnook steigt jetzt wieder das Fasnachtsfieber“.
Einige imposante Wagen zogen vorüber, aber auch die Fußgruppen beeindruckten mit lustigen Ideen und fantasievollen Kostümen. Wikinger, Bienen, Tiger, Störche, Harlekins, Cowboys und Indianer oder Superbowler tummelten sich im Umzug und in den Straßen.
Der Umzug hatte dieses Jahr einen etwas anderen Verlauf als in den Jahren zuvor. Und auf Wunsch des ausrichtenden Vereins „Die Rhoischnooke“ hatte sich die Marktstraße in eine familienfreundliche Festmeile verwandeln, wo Familien mit kleinen Kindern etwas abseits des großen Trubels auf ihre Kosten kommen sollten.
Mit einem bunten Faschingstreiben bei freiem Eintritt auf dem Tournuser-Platz klang der Faschingssamstag aus.
Acht Körperverletzungen
Die Stimmung war ausgelassen und friedlich, aber wie so oft bei derartigen Veranstaltungen gab es auch wieder Störenfriede. Grund ist fast immer zu viel Alkohol. Wie die Polizei am Sonntag mitteilte, kam es vereinzelt zu Auseinandersetzungen, die ebenfalls auf „übermäßigen Alkoholkonsum der Beteiligten zurückzuführen sein dürften.“
Insgesamt gab es acht Körperverletzungen, von denen drei den Tatbestand der gefährlichen Körperverletzung erfüllten. Bei einem Vorfall wurde zudem eine Einsatzkraft der Feuerwehr Germersheim verletzt.
Eine Person, die ein Aufenthaltsverbot für den Faschingsumzug erhalten hatte, wurde gegen 12.30 Uhr an der Umzugsstrecke entdeckt. Als Polizeibeamte den Mann in Gewahrsam nehmen wollten, widersetzte er sich. Die Beamten blieben dabei jedoch unverletzt.
Weiter wurden Polizeibeamte beleidigt, auch eine Unterschlagung hat es gegeben. Während des Umzugs und der Abschlussveranstaltung wurden drei Platzverweise ausgesprochen und insgesamt 40 Liter Alkohol ausgeschüttet.
Der Park Fronte Lamotte diente des öfteren als „öffentliche Toilette“, zahlreiche „Wildpinkler“ wurden beobachtet. Katerstimmung herrscht am Tag danach in einige Straßen Germersheims: Müll und zerbrochene Glasflaschen sind nun Aufgabe des Bauhofs. (cli)
Fotostrecke (Bilder Manfred Anker)

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