Montag, 14. Oktober 2019

Bundeswehr-Elektronikzentrum Bad Bergzabern: Oberstleutnant Rudi Wintergerst verabschiedet – und Kurt Beck gleich mit

27. Mai 2014 | noch keine Kommentare | Kategorie: Allgemein, Kreis Südliche Weinstraße, Regional

V.li.: Der scheidende Oberstleutnant Rudi Wintergerst, Ministerpräsident a.D. Kurt Beck, der neue Leiter des Elektronikzentrums, Oberstleutnant Wolfgang Eder, und Oberst Heinz Günter Weber.
Fotos: pfalz-express.de/Licht
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Bad Bergzabern: „Und wie es das Schicksal will, werden wir beide am selben Tag nach Hause geschickt.“

Das sagte Oberstleutnant Rudi Wintergerst zu Kurt Beck bei seiner Abschiedsrede am heutigen Dienstag (27. Mai).

Der Leiter des Elektronikzentrums der Bundeswehr (EloZBw) wurde in den Ruhestand versetzt – ebenso wie der ehemalige rheinland-pfälzische Ministerpräsident Beck, der bis heute de facto freigestellter Mitarbeiter des Elektronikzentrums war. Beck hatte dort 1966 seine Lehre zum Elektromechaniker abgeschlossen und begann nach einem Eignungsjahr in der Bundeswehr seine  Tätigkeit als Fachhandwerker.

Nachfolger von Rudi Wintergerst ist Oberstleutnant Wolfgang Eder, zuvor Referent im Bundesamt für Ausrüstung und Informationstechnik der Bundeswehr in Koblenz.

Verantwortung und eine „große Familie“

Ein komplettes Buch könne man füllen am Ende einer langen Dienstzeit, sagte Wintergerst. Ein Kernpunkt im Soldatenberuf sei jedoch die Verantwortung, die man für Menschen trage, und dies nicht nur während eines Einsatzes, sondern im täglichen Miteinander: „Diese Aufgabe hat mich immer begeistert und stand im Mittelpunkt meiner Überlegungen und meines Handelns.“

Wintergerst, studierter Bau-Ingenieur und gebürtiger Rheinland-Pfälzer aus Queidersbach (LK Kaiserslautern) bezeichnete es als glückliche Fügung, dass er seine letzten Dienstjahre in Bad Bergzabern – „zurück in der Pfalz“ – verbringen konnte. Die Angehörigen des Werks seien wie eine große, gewachsene Familie, in der er sich immer wohlgefühlt habe, so der scheidende Oberstleutnant.

Dank erhielt auch Kurt Beck, der ehemalige „Junglehrling“, ohne dessen Unterstützung und Zutun das Werk vielleicht nicht hätte erhalten werden können, betonte Wintergerst und überreichte eine Dankurkunde des EloZBw an den wohl bekanntesten Absolventen.

Beck: „Zielführende Problemlösung gelernt“

Der so Gelobte hob die Verdienste des Standorts hervor, der viele Jahre einen entscheidenden Beitrag zu den Aufträgen der Bundeswehr geleistet habe. Er selbst habe in Bad Bergzabern eine hervorragende Ausbildung genossen und dabei gelernt, Probleme anzupacken und zu lösen. „Außerdem hat man mir beigebracht, einen geordneten Arbeitsplatz zu unterhalten“, ließ der ehemalige Ministerpräsident die anwesenden Soldaten, aktuellen und pensionierten Mitarbeiter und Politikvertreter wissen und wünschte eine „friedvolle und gedeihliche Zukunft“.

Nach den Ansprachen übergab Oberst Heinz Günter Weber das Kommando an Oberstleutnant Eder.

Für Rudi Wintergest spielte das Heeresmusikkorps aus Veitshöchheim zum Abschied: „Always look on the bright side of life“ – sicher eine gute Empfehlung nicht nur  für den Ruhestand. (cli)

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