Freitag, 18. Oktober 2019

Brandl und Schneider: Regierungsfraktionen haben CDU-Antrag für mehr Qualität in den Kitas abgelehnt

27. Februar 2019 | 5 Kommentare | Kategorie: Kreis Germersheim, Kreis Südliche Weinstraße, Landau, Politik regional

Symbolbild: dts Nachrichtenagentur

Südpfalz – Der Regierungsentwurf zur Novellierung des Kindertagesstättengesetzes hat auch in der Südpfalz für große Verunsicherung und viel Kritik von Erzieherinnen, Eltern und Trägern gesorgt. Mit einem Parlamentsantrag hat sich die CDU-Landtagsfraktion in der zurückliegenden Landtagssitzung für eine grundlegende Überarbeitung ausgesprochen.

Der Rechtsanspruch auf Betreuung müsse mit einem Rechtsanspruch auf Qualität verbunden werden, so die örtlichen Abgeordneten Christine Schneider und Martin Brandl der CDU-Landtagsfraktion. „Keine Kita darf künftig schlechter dastehen als jetzt. Im Gegenteil: Ziel muss sein, bessere Rahmenbedingungen zu schaffen. Leider haben die Regierungsfraktionen SPD, FDP und Grüne unsere Initiative für mehr Qualität im Landtag abgelehnt.“

Was die Landesregierung vorgelegt habe, sei enttäuschend. Der Entwurf einer Gesetzesnovelle werde als Zukunftsvision angepriesen, bilde aber die vielen neuen Aufgaben der Kindertagesstätten nicht adäquat ab, so Brandl und Schneider: „Im Gegenteil – teilweise verschlechtern sich sogar die bisherigen Standards. Auch die Arbeit der Kindertagesstätten in der Südpfalz hat sich in den zurückliegenden Jahrzehnten erheblich verändert. Sie sind nicht mehr nur Betreuungseinrichtungen, sondern werden zu Recht als wichtiger Teil der Bildungskette unserer Kinder begriffen. Nicht zuletzt sind mit den Themen Inklusion, Integration oder auch Sprachförderung wichtige Aspekte hinzugekommen. Diese Entwicklung muss Eingang in ein modernes Kindertagesstättengesetz finden. Leider ist dies nicht oder nur unzureichend geschehen.“

Anregungen aus den Gesprächen mit Erzieherinnen, Eltern und Kita-Trägern mit nach Mainz aus der Praxis seien die Grundlage des Antrags gewesen“, so Brandl und Schneider weiter. „Wir sprechen uns für eine Verbesserung der Betreuungsrelation, für eine rechtlich verbindliche auskömmliche Finanzierung, für eine Entlastung der Erzieherinnen und Erzieher, für eine bessere Einbindung der Eltern und insgesamt für eine deutliche Qualitätssteigerung aus.“

Das hätten die Abgeordneten von SPD, FDP und Grünen „auch aus unserer Region im Landtag, leider abgelehnt.“ Vollkommen offen geblieben sei, welche Änderungen die Landesregierung am vorliegenden Gesetzentwurf vornehmen wolle und wann ein neuer Entwurf vorgelegt werde.

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5 Kommentare auf "Brandl und Schneider: Regierungsfraktionen haben CDU-Antrag für mehr Qualität in den Kitas abgelehnt"

  1. Datzel sagt:

    Es ist schön zu lesen, dass sich eine erfahrene Mutter, wie Frau Schneider der Qualität von KiTas annimmt. Die kennt sich sicher bestens darin aus.

  2. Kannler sagt:

    „Sie sind nicht mehr nur Betreuungseinrichtungen, sondern werden zu Recht als wichtiger Teil der Bildungskette unserer Kinder begriffen.“

    Das entspricht absolut nicht unserer Erfahrung. Unsere Kinder haben im „Bienennest“ in Kandel fast nichts beigebracht bekommen, was ihnen in der Schule geholfen hätte. Motivierte Erzieherinnen wurden mit Bürokratie geflutet, so dass sie weniger Zeit für die Kinder hatten und neue Ideen wurden blockiert.

    Es wäre besser, wenn der Kindergarten etwas kosten würde, denn dann könnte man als zahlender Kunde ganz anders mit der Leitung des Kindergartens umgehen.

    • Diego sagt:

      Was erwarten Sie denn was Kinder im Kindergarten lernen sollten, was ihnen in der Schule hilft?
      Ich bin der meinung in der KITA sollten kinder beschäftigt werden und mit gleichaltrigen Spaß haben dürfen.
      Den Betreuerinnen jetzt auch noch einen Bildungsauftrag an die Backe zu nageln zu wollen halte ich für schwachsinn.

      Das hört sich an, also sollte die Verantwortung der Eltern immer weiter auf externe Einrichtungen abgeschoben werden.

      • Kannler sagt:

        Ich hätte mir gewünscht, dass die Kinder, wenn sie in die Schule kommen, gut mit Stiften und Scheren umgehen können und wenn möglich auch ihren Namen schreiben. Die Kinder sollten motorisch für die Schule bereit sein.
        Wenn ein Kind ganztags im Kindergarten ist, hat man gar nicht mehr die Möglichkeit, mit den Kinder noch etwas zuhause zu machen. Mitunter wird es auch vom Kindergarten verlangt, dass die Kinder ganztags anwesend sind, was bei unserem Kind sicher nicht förderlich war!
        In Frankreich bekommen die Kinder im Kindergarten eine regelrechte Vorschule. Die können schon das ganze ABC.

        • Danny G. sagt:

          Nun.. welche Partei fordert diesen Ganztages-Betreuungs-Wahn einzudämmen ? Die Familie zu stärken ?
          Tipp: Es ist keine der dem Sozialismus zustrebende politisch korrekte Mainstream Partei.
          Aber mal ganz ehrlich. Welcher normal denkende, nicht vom GEZ-TV geframte Mensch gibt denn sein Kind mit 12 Monaten ganztägig in die Obhut eines Kindergartens ?
          Das ganze System strebt dazu die komplette Bevölkerung „gleichzuschalten“ quasi von der Krippe bis zur Bahre wird einem das selbstständige Denken abgenommen. Und wer nicht richtig schreiben und lesen kann, fängt nicht an zu denken..hatten wir schon zweimal (33-45 und 49-90)

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