
Haustiere sind für die meisten Menschen quasi Familienmitglieder.
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Das eigene Haustier ist krank. Oder hat es doch nur keinen Hunger? Wann ist ein Tierarztbesuch nötig? Auch bei einer besonders engen Verbindung zwischen Halter und Tier sind solche Fragen oft nicht einfach zu beantworten.
Für Hunde- und Katzenbesitzer steht das Wohlergehen des eigenen Haustieres an oberster Stelle. Selten kommt dabei ein Pflichtgefühl auf, wenn die notwendige Fürsorge angewendet wird. Dies liegt daran, dass es sich dabei oft um freudige Ereignisse handelt. Das gemeinsame Spielen im Goethepark oder dem Ebenberg macht ebenso Spaß wie die Fütterung daheim.
Doch auch wie bei Kindern beinhaltet diese Verantwortung richtiges Verhalten bei Beschwerden. Da die Kommunikation mit Hund und Katze jedoch eingeschränkt verläuft, ist die Spurensuche möglicher Probleme oft deutlich schwieriger.
Offene Augen sind erforderlich
Um Beschwerden auch rechtzeitig zu erkennen, sollten Halter ihre Tiere einigermaßen kennen. Nehmen häufig durchgeführte Verhaltensmuster ab, können solche Warnsignale oft falsch interpretiert werden.
Ebenso wie Menschen entwickeln auch Katzen und Hunde eine individuelle Gangart. In beiden Fällen tritt Hinken sehr häufig auf. Bei stärkeren Schmerzen tendieren Hunde dazu, die Pfote oder die Kralle am Boden zu schleifen. Die sonst so lebendige Katze wird weniger hoch springen oder ganz darauf verzichten.
Schwieriger wird es bei der Körperhaltung, die ebenfalls ein Indiz sein kann. Eine Krümmung oder ein gewölbter Rücken sind mögliche Anzeichen für Leiden. Die Bewegungsabläufe genau zu verfolgen sollte daher in den Alltag eingebunden werden.
Auch das unmittelbare Verhalten deutet auf Beschwerden des Haustieres hin. Hunde und Katzen neigen gleichermaßen dazu, beeinträchtigte Körperstellen zu lecken. Tritt dieses Verhalten besonders exzessiv auf, kann dies der Hinweis auf ein gröberes Problem sein. Besonders bei Verkrustungen oder festgebissenen Zecken tritt dieses Verhalten häufiger auf.
Bei möglichen Beschwerden können sich unterschiedliche Extreme auch im Alltagsleben äußern. Schlappheit, mangelnde Energie können ebenso wie tollwutähnliche Aggressionen bei zu häufigen Berührungen vorkommen.
Für den Fall der Fälle
Um entsprechend handeln zu können, braucht das Haustier eine eigene Apotheke. Obwohl zwar die Anpassung der Ernährung oft viel bewirkt, lohnt es sich Hausmittel für alle Fälle zu besitzen. Durchfall, Brechreiz und Juckreiz kommen auch bei gesunden Tieren regelmäßig vor und entsprechende Mittel sollten zur Standardausrüstung gehören. Auch für den trockenen und feuchten Husten können leicht verträgliche Lösungen erworben werden.
Etwas komplizierter sind auftretende Verletzungen. Für den Fall, dass offene Wunden entstehen, sollte zum temporären Schutz ein Verbandskasten vorhanden sein. Um den Heilungsprozess zu beschleunigen, gibt es auftragbare Sprays und Salben beispielsweise auf Honigbasis.
Sowohl Hunde als auch Katzen leiden grundsätzlich eher still und lassen sich wenig anmerken. Doch im Falle starker Schmerzen sind auch bei Haustieren Angst- und Stresszustände Teil des Leidenswegs. Zur Linderung dieser Nebenwirkungen sollte von süchtig machenden Schmerzmitteln abgesehen werden. Alternative Behandlungsmethoden, die sich auch bei Menschen bewährt haben, können auch bei Vierbeinern zum Einsatz kommen. Ebenso wie bei der Katze sind Baldriantropfen, Bachblütenlösungen und CBD-Öl für Hunde zur Therapie nutzbar.
Doch zum Tierarzt
Reicht die eigene Hausapotheke nicht aus, ist der Gang zum Tierarzt möglicherweise die sinnvollste Option. Auf fragwürdige Ratgeber im Internet sollte im Zweifelsfall ohne ärztliche Beratung verzichtet werden. Grundsätzlich ist hier jedoch keine pauschale Antwort möglich. Ausschlaggebend ist wohl eine Kombination aus verfügbaren Mitteln und eigener Erfahrung. Während übervorsichtige Jungbesitzer wohl öfter medizinischen Rat anfragen, werden die dadurch gesammelten Erfahrungswerte für Gelassenheit in der Zukunft sorgen.

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