Rheinland-Pfalz. „Auch wenn Deutschland bei Füchsen bereits seit August 2008 als frei von Tollwut gilt, sollte unsere Aufmerksamkeit dennoch nicht nachlassen“, sagte die rheinland-pfälzische Umweltministerin Ulrike Höfken heute anlässlich des Welt-Tollwut-Tages.
Denn in vielen Urlaubsländern ist die Tollwut bei Hunden noch weit verbreitet, so etwa in Marokko, Thailand, Indien oder der Türkei. Durch das illegale Mitbringen von Hunden und Katzen kann die auch für den Menschen tödliche Seuche jederzeit wieder nach Deutschland eingeschleppt werden.
„Daher ist die Impfung von Hunden und Freigängerkatzen weiterhin genauso wichtig, wie die landesweite Überwachung der Fuchspopulation“, erläuterte Höfken. Um den Tollwut-Freiheitsstatus sicherzustellen, werden in Rheinland-Pfalz jährlich rund 500 Füchse im Landesuntersuchungsamt auf Tollwut getestet.
Und jeder kann durch folgende Maßnahmen vorbeugen:
Grundsätzlich gilt: Es sollten keine Wildtiere angefasst werden, die ihre natürliche Scheu verloren haben oder die krank erscheinen. Auch das Anfassen von toten Wildtieren sollte nur mit bestimmten Schutzvorkehrungen (z.B. Handschuhe) erfolgen.
Krank erscheinende oder tot gefundene Füchse, Marderhunde und Waschbären stellen das „Frühwarnsystem-Wildtier“ dar. Bei diesen Tieren ist die Wahrscheinlichkeit am größten, eine Tollwuterkrankung festzustellen. Diese Tiere sind dem zuständigen Jäger oder Veterinäramt umgehend zu melden und werden im staatlichen Landesuntersuchungsamt auf Tollwut untersucht.
Hunde und Freigängerkatzen sollten weiterhin gegen Tollwut geimpft werden, da Tollwutfälle bei Haustieren nicht ausgeschlossen werden können, die aus anderen Ländern – oft aus dem Urlaub – nach Deutschland mitgebracht werden.
Kommt es zu einem Kontakt zwischen diesen importierten Tieren und dem eigenen Hund oder der eigenen Katze, stellt sich sofort die Frage nach dem Tollwutschutz.
Urlauber und Reisende müssen für Importe von Hunden und Katzen aus anderen Staaten die vorgeschriebenen Anforderungen erfüllen. Hunde, Katzen und Frettchen benötigen für die Einreise nach Deutschland eine gültige Kennzeichnung mittels Mikrochip und eine gültige Tollwutimpfung.
Kommen diese Heimtiere aus bestimmten Nicht-EU-Staaten, so ist sogar eine Tollwutantikörperbestimmung erforderlich. Zudem benötigen Heimtiere aus anderen EU-Mitgliedstaaten einen gültigen Heimtierausweis, Tiere aus Nicht-EU-Staaten eine amtliche Tiergesundheitsbescheinigung.
Zum Hintergrund:
Deutschland gilt seit 2008 als frei von Fuchs-Tollwut. Der letzte Tollwut-Fall trat am 3. Februar 2006 bei einem Fuchs im Landkreis Mainz-Bingen in Rheinland-Pfalz auf. Zu dieser Zeit wurden noch Impfkampagnen zur Bekämpfung der Fuchs-Tollwut durchgeführt – diese endeten im Frühjahr 2008. Bevor sich ein Land als frei von einer Tierseuche erklären kann, muss es die Tollwutfreiheit durch flächendeckende Untersuchungen belegen.
Die Symptome der Tollwut können sich bei Haustieren in Wesensveränderungen mit Aggressivität und Beißfreudigkeit, Schreckhaftigkeit, Scheu und Nervosität, Schluckbeschwerden mit Speicheln, Angst vor Wasser, Krämpfen und Lähmungserscheinungen zeigen. Das typische Symptom bei Wildtieren ist der Verlust der natürlichen Scheu gepaart mit Beißfreudigkeit – im fortgeschrittenen Stadium treten Lähmungserscheinungen auf.
Bei Fragen zur Tollwut steht das zuständige Veterinäramt im jeweiligen Kreis zur Verfügung.

Diesen Artikel drucken



SÜW – Mit einem Großaufgebot hat die Polizei am Donnerstag die Wohn- und Geschäftsräume einer 50-jährigen Tierärztin in Bornheim wegen Verdachts auf Tierquälerei ...
Rheinland-Pfalz. Durch eine neue Landesverordnung können die Gemeinden in Rheinland-Pfalz in Zukunft frei lebende Katzen besser schützen. Marcel Hürter, umweltpolitischer Sprecher ...
Haßloch. Insbesondere jetzt im Frühjahr zu Beginn der Vegetationsperiode ist es wichtig, Hunde in Feld und Wald nicht frei laufen zu lassen, ...
Südpfalz – Die Masern beschäftigen aktuell noch immer die Gesundheitsämter, Verwaltungen und natürlich die Bürger in der Südpfalz. In den letzten Wochen ...
Frankenthal – Zusammen mit dem Tierschutzbund Frankenthal rettete die Polizei am Samstagmittag im Stadtteil Eppstein mehrere vernachlässigte Katzen. Nachbarn hatten den Tierschutzbund informiert, weil die ...
Berlin – Hunde sind nach Auffassung des renommierten Hirnforschers Christof Koch, der das Bewusstsein von Menschen und Tieren untersucht, glücklicher als Menschen. ...
Wörth – Um 4.30 Uhr in der Früh mussten Polizeibeamte einer Mitteilung nachgehen, dass auf der A 65 bei Wörth-Dorschberg zwei größere ...
Landau – In der Adolf-Kessler-Straße ging am frühen Mittwochmorgen ein Mann mit seinen zwei schwarzen Hunden der Rasse Bolonka Zwetna spazieren. Die ...
Drei Katzen erzählen aus ihrem Leben: Morle, Odysseus und Minka. Genau so würden Katzen erzählen, voller Schalk und Schnurr… Sie sind ...
Hanoi – In Vietnam hat die Polizei sechs Männer festgenommen, die über einen Zeitraum von zwei Jahren rund 4.000 Katzen gestohlen und ...
Landau. In der Stadtbibliothek Landau fand eine Lesung mit der Autorin Gabriele Weingartner statt. „Hunde im Souterrain“ titelt der neue Roman von ...













