Freitag, 13. Dezember 2019

Annweiler: Wald pflanzen für den Klimaschutz – CDU-Wahlprogramm einmal anders

8. April 2019 | 6 Kommentare | Kategorie: Kommunalwahl 2019, Kreis Südliche Weinstraße

Wald pflanzen ist eine Demonstration für den Klimaschutz. Hinten im Bild v.r.: Julia Paulig, Benjamin Burckschat, Karl-Heinz Busch.
Foto: hi

Annweiler. Beim Annweiler Forsthaus war allerhand los am vergangen Samstag. Die Kandidaten für den Stadtrat hatten sich etwas Besonderes einfallen lassen, um ihre Position im Wahlprogramm zum Thema „Wald und Familien“ deutlich zu machen.

Benjamin Burckschat, der auf Listenplatz 1 kandidiert, hatte mit seinem Team einen CDU-Familientag unter der Überschrift „Kinder pflanzen unseren Wald von Morgen“ organisiert. Es war dann auch eine „Demonstration für den Klimaschutz“, so die öffentliche Einladung, die vor allem den Kleinen, aber auch den Erwachsenen, sicher lange in Erinnerung bleiben wird.

Zahlreiche Besucher hatten sich zum Annweiler Forsthaus auf den Weg gemacht. Neben den CDU-Stadtratskandidatinnen und –Kandidaten, Benjamin Burckschat, Julia Paulig, Carmen Winter, Gustav Kühner, Romy Schwarz, Michaela Burckschat und Karl-Heinz Busch, ward auch MdL Thomas Weiner in zünftiger Waldarbeiter-Kluft gesichtet.

Mit seiner Familie war auch Bürgermeisterkandidat Benjamin Seyfried dabei, um beim Löchergraben am Steilhang für die Eichenbäumchen mitzuarbeiten. „Solche schönen Aktionen sollten regelmäßig wiederholt werden, damit sie einen nachhaltigen Effekt bewirken. Möglichst auch überparteilich. So was könnte doch auch der gesamte Stadtrat in unserem Bürgerwald beim Annweiler Forsthaus machen“, meinte er.

Nachdem Julia Paulig mit den Kindern darüber gesprochen hatte, welche Funktionen der Wald hat und warum wir ihn so dringend brauchen (Lebensraum, Tiere, Rohstoff Holz, Erholungsgebiet, Co2-Speicher), kam dann der zweite Teil.

Unter der fachkundigen und lehrreichen Anleitung von Förster Harald Düx, pflanzten die Kinder sage-und-schreibe 200 Eichenpflanzen in den steilen Hang vor dem Annweiler Forsthaus.

„Mit den Bäumen, die wir heute gepflanzt haben, wachsen, wenn sie groß sind, jedes Jahr durchschnittlich sechs Kubikmeter Holz pro Hektar. Und jeder Kubikmeter bindet 1.000 kg schädliches CO2“, erläuterte Karl-Heinz Busch „das ist so viel wie ein Mittelklassewagen ausstößt von Annweiler nach Paris. Und zwar zweimal hin-und-zurück“.

Nach der anstrengenden Waldarbeit mit den vielen neuen Eindrücken und dem vom Förster Düx vermittelten Wissen gab es für die Kleinen noch Unterhaltung und Spiele „im und rund um den Wald.
Das war dann der Part von Julia Paulig als ausgebildete Pädagogin und Grundschulleiterin. (hi)

Bäume pflanzen am Steilhang beim Annweiler Forsthaus. Seyfried: „Das wär auch mal was Überparteiliches als gemeinsame Aktion des Stadtrats“.
Foto: hi

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6 Kommentare auf "Annweiler: Wald pflanzen für den Klimaschutz – CDU-Wahlprogramm einmal anders"

  1. Demokrat sagt:

    In der Realität machte Annweiler mit unerlaubten Erdaufschüttungen im Pfälzer Wald reichlich Schlagzeilen. Im Wahlkampf wird Umweltschutz bzw. „Wald und Familie“ gepredigt.

    • Julia sagt:

      Negativismus und Anklage führen nicht zu positiven Veränderungen- etwas tun dagegen schon! Und genau das haben wir getan! Es wäre wunderbar, wenn dem Beispiel der Kinder viele Mitbürger folgen.

      • Demokrat sagt:

        Das ist nicht Negativismus sondern die Realität!
        Die Aufschüttungen wurden gleich an fünf Stellen vorgenommen.
        Das Benutzen unserer Kinder für den Wahlkampf ist sowieso mehr als fraglich.

  2. Motzky sagt:

    Wunderbar, Bäume pflanzen.
    Im Gegenzug wird in jedem Ort der Pfalz Flächenversiegelung von Neubaugebieten großen Ausmaßes betrieben. Gerade von SPD und CDU.
    Es wird fast nichts ausgelassen, ein Gebiet nach dem anderen.
    Will die CDU ihr Gewissen bereinigen oder die Bürger für dumm verkaufen durch die Aktion?

    • Demokrat sagt:

      Für dumm werden wir sowieso gehalten. Was die hier machen ist nichts andres wie billiger Wahlkampf.
      Genau wie es diese Lämmer haben wollen.

  3. Diego sagt:

    An sich finde ich das eine tolle Aktion, wenn es nicht unter dem Deckmantel „für den Klimaschutz“ passieren würde.

    für jeden Baum, der in Deutschland für den Klimaschutz gepflanzt wird, werden in Brasilien 1000 ha Regenwald für den Anbau von Sojabohnen gerodet, welche widerum nach Asien verkauft werden.
    Dort git es wohl keinen Klimawandel?

    Selbst wenn man ganz Deutschland bewalden würde, wäre es nur ein Tropfen auf dem heißen Stein im Vergleich zu der Abholzung der Tropen.

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