Koblenz. Am Montag, 23. November, ruft ver.di die Beschäftigten bei Amazon zum Streik auf. Bereits in der Nacht zum Montag begann der Ausstand mit der Nachtschicht um 24 Uhr. Der Streik soll zunächst bis 6.30 Uhr am Donnerstag, 26. November, befristet sein.
Hans Kroha, ver.di Rheinland-Pfalz: „Wir fordern Amazon erneut auf, die Tarifverträge für den Einzel- und Versandhandel anzuerkennen.“ Der US-amerikanische Versandriese weigert sich bisher beharrlich, Tarifverhandlungen mit ver.di aufzunehmen. „Die Beschäftigten in Koblenz geben nicht klein bei“, betont Kroha, „sie kämpfen weiterhin gemeinsam mit ver.di dafür, dass Amazon mit uns über faire Löhne und faire Arbeitsbedingungen reden muss.“
Ver.di will den Abschluss eines Tarifvertrages auf dem Niveau des Einzel-und Versandhandels Rheinland-Pfalz durchsetzen. Nach diesem fordert ver.di für die Beschäftigten bei Amazon einen monatlichen Tariflohn in Höhe von 2150 Euro, ein tarifliches Weihnachtsgeld von 1343 Euro und ein tarifliches Urlaubsgeld von 1181 Euro.
Die wöchentliche tarifliche Arbeitszeit soll auf 37,5 Stunden festgeschrieben und die vorhandenen Befristungen gestoppt werden. „Die Beschäftigten brauchen existenzsichernde, unbefristete Arbeitsbedingungen“, sagt Kroha.
„Ohne erkennbare Bereitschaft mit unserer ver.di Tarifkommission zu verhandeln, muss Amazon immer wieder mit Streiks rechnen,“ so Kroha weiter. Schon in den vergangenen beiden Jahren hatte es bei Amazon Arbeitsniederlegungen im Weihnachtsgeschäft gegeben. Ob und in welchen der anderen acht Amazonstandorte in Deutschland gestreikt werde, lässt ver.di offen. (red)

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