
Foto: dts nachrichtenagentur
Koblenz. Die Gewerkschaft ver.di hat die rund 1.900 Beschäftigten des Amazon Standorts Kobern-Gondorf bei Koblenz am 20. September zum ganztägigen Streik aufgerufen.
Um 10:30 Uhr findet eine Kundgebung in Koblenz (Neustadt 9/10) statt. Zusammen mit den Beschäftigten will ver.di dafür sorgen, dass die Arbeitsbedingungen und die Bezahlung der Beschäftigten besser werden.
„Die Menschen streiken nicht aus Jux und Tollerei, sie streiken für das Mindeste was Amazon tun kann – faire, tarifliche Bedingungen,“ sagt Maria Rinke, zuständige Gewerkschaftssekretärin bei ver.di
Amazon hatte angekündigt, Ende September die nicht tarifierten Lohnerhöhungen zu verkünden.
„Wie diese aussehen wissen wir nicht. Fair und transparent wären hier Tarifverhandlungen,“ sagt Rinke und ergänzt: „Das Einzige was wir wissen ist, dass es nicht ausreichen wird, um an das Tarifniveau des Einzel- und Versandhandelstarifvertrags in Rheinland-Pfalz heranzukommen.“
Jüngst macht sich Rinke auch Sorgen um die Betriebsratswahl beim Versandriesen. „Viele Beschäftigte sind jetzt auch noch verunsichert, weil die Betriebsratswahl vom Arbeitgeber angefochten wurde.“
Zwar wäre dies das gute Recht von Amazon, so Rinke, der Grund sei jedoch unpassend und „von Amazon mitverursacht“.
Auch die Qualität der Wahrnehmung der Mitbestimmung durch den Arbeitgeber hat nach Rinkes Meinung signifikant abgenommen. „Ob beim Gesundheitsschutz, Personalgesprächen oder Krankengesprächen… hier läuft es nicht rund, hier läuft es eckig.“ Sie hat den Eindruck dass „systematisch kranke Beschäftigte „aussortiert“ werden würden.

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