Pfalz. Wer den 21. Festivalsommer des palatia Jazz Festivals miterlebt, wird hier Außergewöhnliches an den schönsten historischen Spielstätten der Weinpfalz entdecken.
Das Festival findet vom 27. Mai bis 5. August statt und feiert auch in diesem Jahr ein Jubiläum. Diesmal eines im Jazz. Genau vor 100 Jahren wurde die erste Aufzeichnung auf Schallplatte eines „weißen“ Jazzensembles, der „Original Dixieland Jassband“ aufgezeichnet.
Auf dieser Platte war neben anderen Stücken auch der weltweite Evergreen „Saint Louis Blues“ zu hören, der das palatia Jazz Festival an diesem besonderen Abend eröffnen wird (Samstag, 8. Juli, 21 Uhr, Villa Ludwigshöhe, Edenkoben).
Im Rahmen einer Multimediashow bietet unter der Regie des Saxophonisten Vincent Herring ein handverlesenes US-Jazzensemble die Musik des „recorded“ Jazz der letzten 100 Jahre in 100 Minuten unter dem Motto: 100 Years of Jazz – The Story .
Mit dabei sind Künstler wie Eric Alexander, der sich in der Bebop-Szene einen Namen gemacht hat und James Carter der schon mit Lester Bowie gemeinsam auftrat.
Zu hören sind Steve Turre an der Posaune, der schon mit Ray Charles tourte, Jeremy Pelt an der Trompete, der mit Cassandra Wilson oder Greg Osby die Bühne teilte sowie Jon Faddis, dessen Trompetensound zu einem Meilenstein in der Jazzmusik geworden ist.
Rhythmisch wird das Ensemble vom Bassisten Kenny Davis begleitet, der ebenso durch eine Grammy Nominierung als Arrangeur für den Song von „Blue Light Till Dawn“ bekannt wurde, den Cassandra Wilson als Sängerin erhielt.
Am Klavier ist Mike LeDonne sowie am Schlagzeug Carl Allen, der schon Lena Horne oder Sammy Davis jr. einst begleitete. Der Abend wird moderiert. Nicolas Bearde – mit seiner tiefen basslastigen Stimme – wird die einzelnen Stücke vorstellen und sein herausragendes stimmliches Können für das Ensemble in den Gesangsparts mit einbringen.
Der Blick zurück, bedingt auch den Blick auf die Gegenwart.
In diesem Festivalsommer sehen und hören die Besucher auch eine herausragende Auswahl junger, frischer, exzellent ausgebildeter und tief kreativer Jazzmusiker, die zu den aktuellsten Jazzakteuren unserer Zeit zählen. Alle Künstler sind Träger und Erfinder von starken Kompositionen, die ein lebendiges zeitgenössisches Jazzportrait abbilden.
In diesem Festivalsommer sehen und hören die Besucher auch eine herausragende Auswahl junger, frischer, exzellent ausgebildeter und tief kreativer Jazzmusiker, die zu den aktuellsten Jazzakteuren unserer Zeit zählen. Alle Künstler sind Träger und Erfinder von starken Kompositionen, die ein lebendiges zeitgenössisches Jazzportrait abbilden.
palatia Jazz lädt in der Saison 2017 ein, eine Serie von Klaviertrios zu hören, die alle ein völlig eigenständiges Konzept vermitteln. Keines von ihnen ist wie das Andere und trotzdem sind sie alle unerhört gut. Zu hören sind, das Omer Klein Trio und Shalosh aus Israel, das Tingvall Trio (Deutsch/Kuba/Schweden), das Florian Favre Trio (Schweiz), das luxemburgische Trio „Dock In Absolute“.
Hier fließen Musiken zueinander, die aus allen musikalischen Himmelsrichtungen zum Jazz finden und dort einen Heimathafen anpeilen, der ein klares Statement für die zeitgenössische Stilistik bedeutet.
Das Eröffnungskonzert findet wie alle Jahre zuvor in der Gedächtniskirche zu Speyer statt. Dieser ausdrucksstarke, gotische sakrale Bau dient als ambientereiche Kulisse und fordert bei der Auswahl der Musik.
Mit den herausragenden französischen Solisten Emil Parisien (Saxophone, Klarinette) und Vincent Peirani (Akkordeon) konnte ein Duo eingeladen werden, dass auf allen internationalen Bühnen Furore macht. Im Anschluss daran tritt ein Trio auf, das seinen Pianisten (Rainer Böhm) vorstellt, und von dem international gefeierten deutschen Bassisten Dieter Ilg als Komponist und Bandleader geführt wird.
Dieter Ilg ist bekannt für seine Überarbeitungen von Musiken der Opernwelt (Otello und Parsifal), und mit „Mein Beethoven“ auch der Wiener Klassik sowie der Aera der Romantik überführend zum Jazz. Nicht von ungefähr kommen daher bereits drei Echo Jazz Awards.
Doch auch junge und bereits etablierte Stars der Szene, wie die hochtalentierte Sängerin China Moses, der Trompeter Sebastian Studnitzky, werden mit ihren CD Release Projekten erwartet.
Zu einem wohl der aufregendsten Konzerte des Festivals wird der Trompeter Ambrose Akinmusire mit seinem Ensemble, in dem sicher schönsten Spielort des Festivals, der Klosterruine Limburg in Bad Dürkheim, zählen. Ambrose Akinmusire gehört zu den wichtigsten Jungstars der US-Szene und war bereits mit seiner letzten CD für den Grammy Music Award nominiert.
Wie auch in den letzten vier Jahren wird auch in diesem Jahr wieder der palatia Jazz youth Day veranstaltet. Mit der Jury von Adrian Rinck (Jazzpianist und Leiter der Musikschule des Landkreis Südliche Weinstraße), Bernhard Sperrfechter (Jazzgitarrist und Leiter der Städtischen Musikschule Speyer), Andreas Krennerich (Saxophonist und Dozent für Saxophon an der Städtischen Musikschule und Musikakademie in Germersheim) und nicht zuletzt mit dem dreifachen ECHO Jazz Preisträger, Jazzpianisten und Professor an der Musikhochschule Mainz, Sebastian Sternal, hat sich eine Jury zusammen gefunden, die alljährlich das Programm des palatia Jazz youth Day zusammenstellt.
Hier werden junge und jüngste Musiker vorgestellt, die einen ganzen Tag dazu nutzen, ihre Kunst dem Publikum vorzustellen.
Aus dem Portfolio von 2016 hat sich eines der Ensembles von der Musikhochschule Mainz unter der Leitung des Pianisten und Komponisten Jan Felix May ganz besonders hervorgetan. Dieses Quartett, das ebenso schon Nachwuchspreise erlangt hat, stellt sich 2017 im Hauptprogramm des Festivals vor.
Zu den Altvorderen der Jazzszene zählen sie noch nicht, aber sie sind feste Jazzgrößen der internationalen Szene. Mit der sehnsuchtsvoll erwarteten dritten CD unter dem Motto „Liberetto III“ zeigt der Bassist Lars Danielsson mit seinem Quartett wieder eine Musik auf, die „glücklich“ macht.
Die Norweger Jacob Young und Trygve Seim haben sich mit dem polnischen Marcin Wasilewski Trio zusammengetan, um eine der poetischsten Jazzmusiken unserer Zeit aufzuführen und nicht zuletzt, aber am letzten Konzerttag, erwartet die Besucher dann tatsächlich ein langjähriger Wegbegleiter von John McLaughlin, der E-Bassist Étienne MBappé & The Prophets.
Wenn es denn auch Hellseher sind, die zu dieser 8-köpfigen Band zählen, hoffen wir, dass sie dem Festival für diesen Sommer und für dieses lebendige und sehr tanzbare Abschlusskonzert in Herxheim eine ereignisreiche und lang in Erinnerung bleibende Konzertnacht bescheren.
Das Festival wird von treuen Hauptsponsoren gefördert. Die Veranstalter danken der Versicherungskammer Kulturstiftung / und Lotto Rheinland-Pfalz sowie der längsten Partnerschaft seit 1998, dem Land Rheinland-Pfalz und dem Förderetat des Kultursommers Rheinland-Pfalz.
Die kommunalen Festivalpartner unterstützen den Jazzsommer mit ihren historischen Spielstätten, die dem Festival als unwiederbringliche, einzigartige und ambientereiche Kulisse zur Verfügung stehen. Ausgewählte Pfälzer Winzerbetriebe präsentieren ihre Weine, um den weit angereisten Gästen ihre exzellenten Rieslinge, Burgunder und regional typischen Sorten vorzustellen.
Programm und genaue Termine: http://www.palatiajazz.de/palatiaJazz/programm/programm.php

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