Dienstag, 27. Juli 2021

25 Jahre Jubiläum palatia Jazz Festival 2021: „The Finest in Jazz“ beim internationalen Jazzfestival der Pfalz an historischen Spielorten

19. Juli 2021 | Kategorie: Kultur, Rheinland-Pfalz, Veranstaltungstipps

Park der Villa Böhm in Neustadt- einer der Spielorte.
Quelle: S.Y.M./PR

Pfalz. Einen Hochsommer im August mit weltweit gefeierten Jazzgrößen und Newcomern bietet die 25. Ausgabe des „Internationalen palatia Jazz Festivals 2021“ zum Jubiläum.

Besonderer Focus dieser Saison liegt bei Künstlern aus Skandinavien – nach dem Motto des Kultursommers Rheinland-Pfalz: „Nordlichter“. Schon lange entwickelt sich hier eine Künstlerszene die weltweite Jazztrends setzt und bereits regelmäßig bei palatia Jazz aufgetreten ist.

Genussvoll kann man jeden Konzertabend das Festival mit ausgesuchten Pfälzer Weinen, mediterranen Speisen und „The Finest in Jazz“ in der Zeit vom 31. Juli bis 28. August 2021 erleben.

Die Auftaktveranstaltung mit dem OpenAir-Eröffnungskonzert am 31. Juli 2021 im Park der Villa Wieser in Herxheim-Landau beginnt mit den skandinavischen Jazz-Trios von Martin Tingvall und Emil Brandqvist. Diese Künstler sind seit Anbeginn ihrer künstlerischen Karriere im Festival vertreten und haben eine große Fangemeinde.

Am Samstag, den 7. August ist der gefeierte Gesangsstar aus Estland zu hören. “In Duo with Mihkel Mälgand” heißt die aktuelle CD von Kadri Voorand und ihrem vielfach ausgezeichneten Bassisten. Hier betont sie all‘ ihre Qualitäten: als ausdrucksstarke, energische, phantasievolle und geschmeidige Sängerin, wie als Songwriterin mit einem eigenen, originellen und humorvollen Stil.

Den zweiten Teil des Abends bestreitet der langjährig schon wiederkehrende Gaststar, Lars Danielsson mit seinem Liberetto Quartett. Er stellt in der Gedächtniskirche zu Speyer seine neue CD „Cloudland“ als Deutschlandpremiere erstmals live vor.

Im schönen Garten der Villa Böhm in Neustadt an der Weinstraße ist am Sonntag, dem 8. August der Weltstar und Trompeter Nils Petter Molvaer zu Gast. Mit seiner Ende August in die Veröffentlichung gehende neue CD „Stitches“ nutzt er den konzeptionellen Ausgangspunkt seiner Erlebnisse in der kontaktlosen Zeit der Pandemie als Kraftmotor für neue Musikschöpfungen.

Molvaers Topografie der Klänge erreicht ungeahnte Ausmaße. Mit seinem hervorragenden Quartett begibt er sich auf eine Reise in Fläche, Tiefe und Zeit. Alle vier Musiker bringen nicht nur ein ganzes Arsenal an Klangerzeugern mit, sondern vor allem ihre persönliche Integrität und einen unglaublichen Schatz an Erfahrungen, die sie unabhängig voneinander gesammelt haben. Jedes Stück beschreibt einen neuen Urimpuls im Sinne eines genuinen Schöpfungsprozesses.

Im Vorprogramm tritt die Band „Jin Jim“ auf – deren kometenhafter Aufstieg besonders durch Flötist Daniel Manrique-Smith begründet ist. Latin, Jazz und Rock prallen hier mit maximaler Wirkung aufeinander. Das rhythmische Fundament für komplexe, schnelle und knifflige Stücke, ausgehend vom silbrig-klassischen Ton über den konsequenten, aber leicht gehauchten Attack und die leuchtenden Farben Lateinamerikas bis hin zu ganz ungezähmten und jäh wild ansteigenden Jazz-Soli.

Und wenn Manrique-Smith in sein Instrument summt, bläst und singt, könnte Jethro Tulls Ian Anderson im Raum sein.

Erstmals mit dabei am 14. August ist der Spielort Rohrbach mit dem Garten des Weingutes Ökonomierat Lind. Hier präsentiert das Festival die herausragende Sängerin JULES (Julia Nagele), die zusammen mit Julian Losigkeit einige Stücke aus ihrem derzeit laufend weiter aufgebauten Programm „listen2sessions“ vorstellt.

Im Anschluss präsentiert das Söhne Mannheims Jazzdepartment mit der einzigen „Tochter Mannheims“ die Jazzsängerin Phalleé alias Stefanie Neigel ihr Programm aus zeitgenössischem Jazz, der im Pop Anker wirft. An diesem Abend wird zumeist Deutsch gesungen und gejazzt, was ebenso ein Novum darstellt, weil die bekannten Songs der Söhne Mannheims in einem völlig neuen Kleid daherkommen.

Söhne Mannheims Jazzdepartment
Quelle: S.Y.M./PR

Ebenso neu und ungewöhnlich als Spielort des palatia Jazz Festivals ist der Weingarten des Winzervereins Deidesheim, der diesjährig am 21. August mit dabei ist. Aus der Schweiz kommt der charismatische Trompeter Martin Dahanukar, der seine neue CD »Tout Feu Tout Flamme« vorstellt, die von intensiven wie poetischen Lebensmomenten, den langen Nächten in den Berner Bars, den guten Gesprächen und Begegnungen mit Freunden unterm Sternenhimmel erzählt. Seine Stücke sind von fast schon erschlagender Schönheit – sensibel gespielt auf der gestopften Trompete.

Der genussvolle Abend klingt bis in die schöne laue Sommernacht mit dem Cécile Verny Quartett weiter aus, ohne das große gemeinsame Ziel aus den Augen zu verlieren, den möglichst perfekten Klangteppich zu schaffen, auf dem sich die sinnliche, erotische, verruchte, zornige oder auch mal ganz sanfte Stimme von Cécile Verny optimal entfalten kann.

Der Abschlussabend vom 28. August findet im Garten des Weingutes Müller-Catoir in Neustadt an der Weinstraße statt. Das aus Dresden anreisende Trio Lammel, Lauer, Bornstein war bereits für den ECHO nominiert und stellt ihre aktuelle CD „Field“ vor. Sie loten die Spanne zwischen lyrischen Balladen und kraftvollen Stücken aus. Dynamisch vereinen LLB traumverlorene Melodien und harmonische Vielfalt, ansteckenden Groove und rhythmisch ausgefeilte Strukturen zu ihrer persönlichen Klangsprache.

Das letzte Konzert an diesem Abend wird von dem Trompeter, Pianisten und Komponisten Sebastian Studnitzky und seiner KY Urban Band präsentiert. Schon immer war Studnitzky als Wanderer zwischen den Genres Jazz, Klassik und Elektro unterwegs. Bei seiner ungewöhnlichen Musik erscheint kein Ton zu viel. Sie ist detailliert, minimalistisch, transparent, dabei von großer emotionaler Tiefe und beeindruckend eigen.

In 2015 wurde er mit dem ECHO JAZZ in der Kategorie „Bester Blechbläser national“ ausgezeichnet und in 2020 bekam er für sein Duo Album mit dem Klarinettisten Sebastian Manz den OPUS KLASSIK verliehen.

Tickets zu den Konzerten sind Online unter www.reservix.de oder bei allen öffentlichen Vorverkaufsstellen die Reservix oder das RTS Rheinpfalz Ticketsystem anbieten, käuflich zu erwerben.

Infos unter: www.palatiajazz.de

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