Herxheim. Mit einem spannenden Doppelkonzert verabschiedet sich das palatia Jazz Festival am Samstag, 8. August. ab 19 Uhr im Park der Villa Wieser, Herxheim-Landau mit einer erfolgreichen 19. Festivalsaison von seinen Fans. Alle Konzerte waren nahezu ausverkauft und teils sogar überbucht. Auch das Abschlusskonzert steht traditionell mit mediterranem Catering und feinen Pfälzer Weinen im schönen Rosengarten und der Open Air Bühne vor dem Herxheimer Rathaus an.
Den Auftakt macht am diesem Abend im Duo der furiose Violinist Adam Baldych, Echo-Jazzpreisträger 2013 und der mehrfach ausgezeichnete Jazz-Pianist Pawel Kaczmarczyk. Beide sind jung, phänomenale polnische Jazzmusiker, die aktiv in der ganzen Welt auf Tour sind. Adam Baldych gilt als funkelnder Stern im Himmel der virtuosen Jazz-Violinisten.
Mit 16 Jahren gefeiert als „Wunderkind“ und international weitergereicht als „Teufelsgeiger“, spielte Baldych bereits mit hervorragenden polnischen und amerikanischen Musikern und erhielt im Laufe der Jahre diverse nationale wie internationale Auszeichnungen.
Pawel Kaczmarczyk ist einer der aufregendsten Pianisten der jungen polnischen Jazz-Generation, Komponist, Solist und Sideman.
Das dritte Album des Künstlers „Complexity in Simplicity“ öffnete die Tür zu einer internationalen Karriere. Das Album wurde als „Album des Jahres“ und Pawel Kaczmarczyk als „Pianist des Jahres“ (JAZZ FORUM) geehrt. Er ist zudem Gewinner des „Kultur Departures Gazeta Wyborcza“ in der Kategorie „Künstler des Jahres 2009“ und Gewinner verschiedenster internationaler Auszeichnungen.
Mit Herzblut kommt Liberetto II des schwedischen Cellisten als Ensembleleistung seiner Lars Danielsson Group daher und führt so in das zweite Konzert des Abends ein.
So schwängert er die Melodien mit Traumsucht und Eleganz. Ein Romantiker, der absolut beglückende Musik komponiert, ihr Tiefe und Ausdruck gibt, aber auch glanzvoll Verspieltes nicht weglässt. Die Lars Danielsson Group scheint in ihrem Zusammenspiel mehr denn je seelenverwandt.
Übersetzt man den Opener „Grace“ mit „Anmut“ dann hat man die treffendste Beschreibung für „Liberetto II“ gefunden. Die Kompositionen wandeln grazil zwischen Kammerjazz, Klassik und europäischer Volksmusik, immer die Melodie im Blick. Danielsson sagt dazu: „Musik zu verstehen ist gänzlich eine Sache des ehrlichen Gefühls. Wenn man beim Spielen zu viel nachdenkt, dann kann das Erzählerische, das Authentische, die Essenz der Musik verloren gehen.
Darum fühlt es sich so natürlich an, Jazz zu spielen und zu hören, denn alles, was du brauchst, ist, dein Herz zu öffnen, die Musik einzusaugen und die Reise zu genießen. Und genau genommen gilt das für jede Art von Musik, weil Musik immer vom Herzen und nicht vom Kopf kommen sollte.“ So bestätigen dies auch die Kritiker, die der Musik die Kraft einer Glücksdroge zuordnen: „…sie mache so glücklich wie bestärkend und daher könne man sie immer wieder von Vorne hören.“.
Seinen singenden, warmen, melodischen und hochkultivierten Ton erkennt man in Sekunden. Seine Musik als Bandleader ist geprägt von seinem einzigartigen Talent für so einfache wie eindringliche Melodien, seinem Empfinden für Sounds und Arrangements sowie seinem Gespür für besondere Besetzungen.
Beim palatia Jazz Festival präsentiert Lars Danielsson „Libretto II“. in hochkarätiger Festivalbesetzung. Es spielen John Parricelli (E-Gitarre), Magnus Öström (Schlagzeug/Percussions) und ein weiterer Glücksgriff, der aus Martinique stammende Pianist Grégory Privat. Dessen Album „Cyparis“ sorgte in allen Winkeln der Erde für ausgezeichnete Kritiken und Referenzen. Sein Spiel ist von unbeschreiblicher Professionalität und durchwoben von karibischer Leichtigkeit. Auch der britische Jazz-Gitarrist John Parricelli ist in der Szene kein unbeschriebenes Blatt.
1982 schlug der Gründer der englischen Bigband Loose Tubes seine professionelle Musikerlaufbahn ein, die unter anderem darin mündete, dass er für erfolgreiche Filme wie „Billy Elliot – I will dance“ und viele andere mehr die Filmmusiken komponierte. Ein langjähriger Danielsson-Gefährte ist hingegen der schwedische Schlagzeuger Magnus Öström. Der Drummer feiert in diesem Jahr seinen 50sten Geburtstag und war bereits auf mehreren Alben von Lars Danielsson zu hören.
Für das palatia Jazz Festival kommen zum Schluss alle Künstler noch einmal auf die Bühne und spielen ein Abschiedsstück ein – so wird das 19. Festivaljahr erfolgreich abgeschlossen und man kann sich auf das Jubiläum in 2016 freuen.
Infos und Tickets: www.palatiajazz.de oder Rufnummer +49 (0) 6326 96 77 77. (red)

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