Dienstag, 18. Juni 2019

La Meko: Die Festival-Rakete im Universum – „Das beste Festival aller Zeiten“

15. April 2019 | noch keine Kommentare | Kategorie: Kultur, Landau

Trio La Pop Compliquée .
Foto: Pfalz-Express/Ahme

Landau. Seit 2001 haben Filmemacher rund um den Globus die Möglichkeit, ihre Kurzfilmwerke auf dem Filmfestival La.Meko zu präsentieren, das alljährlich in Landau veranstaltet wird. Das La.Meko Filmfestival ist eine Bühne für alle Arten von Kurzfilmen.

Ein besonderes Anliegen des Festival-Teams ist, dass das Programm jedes Jahr ein sorgfältig arrangierter Mix aus Unterhaltung und kultureller Herausforderung quer durch alle Filmgenres ist. Bei Filmemachern ist das Festival vor allem wegen seines authentischen Ambientes, des enthusiastischen Publikums und der unkonventionellen Moderation bekannt.  Insgesamt werden auf dem Festival mindestens sechs Preise vergeben, teils durch eine Fachjury, teils durch das Publikum.

In diesem Jahr startete das Festival im Universum-Kinocenter an einem Sonntag (sonst immer ab montags). An fünf aufeinander folgenden Tagen wurden rund 80 Filme gezeigt und die Besten bei der Preisverleihung am 12. April, gekürt.
Wie beliebt das Festival inzwischen geworden ist, zeigt die Tatsache, dass bei der Preisverleihung nicht alle Besucher Platz fanden.

„Es tut uns auch sehr sehr leid für alle, die lange gewartet haben und dann doch nicht rein kamen, aber da unsere Festivalpassbesitzer freien Eintritt zur Preisverleihung haben, mussten wir ihnen natürlich die Chance geben Ihre Plätze auch zu besetzen und wussten dadurch aber bis kurz vor Beginn noch nicht, wie Viele kommen und wie viele Plätze frei bleiben.

Wir werden das aber im nächsten Jahr anders (und natürlich besser) organisieren – bisher ging’s nach diesem System immer auf. Aber es ist irgendwie auch schön, dass wir nun offiziell zu den ausverkauften Veranstaltungen in Landau gehören“, so die Veranstalter.

Das Trio La Pop Compliquée begleitete das Publikum am Freitag musikalisch in die sphärischen Weiten des Film-Universums – die La.Meko.Rakete stand zum Abheben bereit – alle Gewinnerfilme wurden noch mal gezeigt. Moderator Olaf Kapschitz im Gold-Anzug sagte augenzwinkernd: „Das ist das beste Festival aller Zeiten“, wohl wissend, dass auch alle anderen Festivals bisher nichts zu wünschen übrig ließen.

Die diesjährigen Preisträger sind:
• Beste Animation: iRony
• Bester Musik-Clip: Rival
• Bester Regionaler Film: Müllverfolgungsjagd
• Bester Katzenfilm (das war der Preis, den unser Team vergibt – der einzige, der sich nicht nach der Zuschauerbewertung richtet): Katzenlotto
• Bester deutscher Film: Dunkle Nächte
• Bester europäischer Film: Do not ask for your way
• Bester internationaler Film, und gleichzeitig bester Film des Festivals: Vossie kills himself

Die Filme:

iRony: Ein Film, der die Beziehung zwischen Mensch und Technologie aus der Perspektive eines Telefons untersucht

Rival: Musikvideo aus dem Sudan- von den drei Schwestern Elgizouli geschaffen

Müllverfolgungsjagd: Was passiert mit Landaus Müll?

Katzenlotto: 49 Pommesgabeln stecken in 49 Katzenfutterwürfeln. Welche sechs wird sich Kater Tabi aussuchen?

Dunkle Nächte: Figuren entwickeln ein algorithmisches Eigenleben.

Do not ask for your way: Ines möchte nach sechs Jahren ihren Psychoanalytiker verlassen…

Vossie kills himself: Vossie will seinem Leben ein Ende setzen…da klopft die exzentrische Antie ans Fenster

Alle Preise sind mit 250 Euro dotiert, der „Beste Film“ erhält 500 Euro.

Der Pfalz-Express (PEX )wollte wissen: „Wie finanziert sich denn das Festival?
Heike Koch vom La.Meko: „Einen finanziellen Aufwand, einen Film zu besorgen, haben wir nicht. Wir schreiben aus, und erhalten die Einreichungen per Link.
Wenn es ein Film ins Programm schafft, dann fragen wir nochmal nach einer Vorführkopie (denn die Screening-Kopien sind meistens niedriger aufgelöst).

Auch das läuft alles per Internet; früher fielen hier noch Portokosten an.
Wenn es mit Ausleih-Kosten verbunden ist, einen Film zu zeigen (was manchmal passiert, wenn er nur noch über eine Kurzfilm-Agentur verfügbar ist – allerdings eher bei Veranstaltungen, die nach dem Festival stattfinden, also z.B. bei „Best ofs“), dann ist das für uns bei unserem für ein Festival sehr kleinen Budget leider ein Aus-Kriterium. Diese Gebühren sind teilweise leider recht hoch, um die 40 Euro pro Film, und das sprengt leider unseren finanziellen Rahmen.“ (desa)

 

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