Dienstag, 14. August 2018

Früheste Weinlese aller Zeiten: In der Pfalz werden die ersten Trauben geerntet

8. August 2018 | noch keine Kommentare | Kategorie: Regional, Rheinland-Pfalz

Weinlesebeginn 2018.
Quelle: pfalzwein

Pfalz. So früh wie nie hat in der Pfalz die Weinlese begonnen: Am 6. August sind die ersten Trauben der Rebsorte Solaris für Federweißen gelesen worden.

Das Weingut Sonnenhof in Bockenheim beliefert damit einen Fachhändler. Das hat die Pfalzwein-Werbung in Neustadt/Weinstraße mitgeteilt. Bisher war der früheste Lesetermin in der Pfalz der 8. August im Jahr 2007.

Ursache für die frühe Weinlese ist die ungewöhnliche warme und sonnige Witterung der beiden vergangenen Monate: „Was die Traubenreife angeht, liegen wir etwa drei Wochen vor dem langjährigen Mittel“, berichtet Boris Kranz, der 1. Vorsitzende von Pfalzwein. „In unseren Weinbergen“, sagt Kranz, „erleben wir den Klimawandel mit Wetterextremen und immer früherer Reife sozusagen hautnah.“

Auch weitere Betriebe an der Deutschen Weinstraße, die sich auf die Produktion von Federweißen spezialisiert haben, werden in den nächsten Tagen mit der Traubenernte beginnen (siehe angefügte Liste).

Das beliebte Kelterhausfest der Weinmanufaktur Weinbiet (ehemals Winzergenossenschaft Weinbiet) startet in diesem Jahr ebenfalls früher als üblich: Schon am 18. August wird nach einer Mitteilung der Genossenschaft der erste Federweißen auf dem großen Hof Mußbach direkt aus dem Fass gezapft.

Üblicherweise wird in Mußbach der neue Wein erst gegen Ende August ausgeschenkt – um diese Zeit werden viele Pfälzer Betriebe in diesem Jahr aller Voraussicht nach mit der Hauptweinlese beginnen.

Pfalz ist spitze beim Federweißen

Bei der Produktion von Federweißen gehört die Pfalz zur Spitze in Deutschland. Nach Angaben von Pfalzwein stammt mehr als die Hälfte des in Deutschland erzeugten Federweißen von der Deutschen Weinstraße. Experten schätzen die Menge des Pfälzer Federweißen auf bis zu 1,5 Millionen Liter. Das ist zwar weniger als ein Prozent der durchschnittlichen jährlichen Weinernte der Pfalz, doch die Nachfrage steigt ständig.

Pfälzer Federweißer wird entweder an Getränkemärkte oder Fachhändler überall in Deutschland versandt, oder er wird ab Hof oder im Straßenverkauf direkt an Endverbraucher abgegeben. Einige Betriebe haben sich regelrecht auf das Geschäft mit neuem Wein spezialisiert.

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