
Die Teilnehmer der Pressekonferenz haben ein gemeinsames Ziel: Innenstadtförderung, die erfolgreich ist.
Foto: Pfalz-Express/Ahme
Landau. Wie können die rheinland-pfälzischen Innenstädte lebenswerter werden? Dieser Frage geht das Projekt „Dialog Innenstadt Rheinland-Pfalz“ nach. Ein Forum am 20. November soll Fragen beantworten helfen.
Bei einer Pressekonferenz in der VR Bank Südpfalz, an der OB Hans-Dieter Schlimmer, Clifford Jordan (Vorstandmitglied der VR Bank Südpfalz), Michael Kleemann (Geschäftsführer Büro Stadtimpuls), Dipl.FS. Susanne Schultz sowie Christian Rohatyn (Geschäftsführer der VR Baulanderschließung) teilnahmen, wurde das Projekt vorgestellt.
Dauerhafte Leerstände, schnelle Inhaberwechsel, ansteigender Rückgang der Kunden, verstärkter Umzug der Filialisten in Citygalerien, Veränderung des Konsumverhaltens: dies alles würde verstärkt in den Städten spürbar, erklärt Michael Kleemann.
Man suche nach Lösungen und Antworten, so Kleemann und kooperiere eng mit lokaler Politik und Verwaltung, Institutionen und der Wirtschaft.
20 Städte sind mittlerweile offizielle Projektpartner, man arbeite aber daran, das Netzwerk noch zu vergrößern, betonen Kleemann und Schultz.
Im landesweiten Erfahrungsaustausch sollen sich die Städte untereinander austauschen, aber auch Wissen zwischen Kommune, Wirtschaft und Forschung transferiert werden.
Das Gemeinschaftsprojekt zwischen TU Kaiserslautern, Entwicklungsagentur Rheinland-Pfalz e. V. und dem Büro Stadtimpuls aus Landau wird 2 ½ Jahre lang als Pilotprojekt der „Nationalen Stadtentwicklungspolitik“ gefördert. Es ging aus einem Wettbewerb hervor, der bundesweit ausgeschrieben war. „Auf die aktive Mitwirkung der Kommunen wird es ankommen“, so Kleemann. Denn man wolle einen praxistauglichen Erfahrungsaustausch, auch mit dem Land erreichen.
Synergieeffekte sieht Clifford Jordan zwischen Lebensqualität der Städte und wirtschaftlichem Wachstum. „Die Bürger lassen sich da nieder, wo sie sich wohlfühlen“, so Jordan. „Baukultur ist ein wichtiger Standortfaktor“ sind sich alle Beteiligten einig.
„Für die Ansiedlung von Firmen ist es wichtig, dass sich die Mitarbeiter in einer Stadt wohlen, betont auch OB Schlimmer. „Eine Innenstadt ist dann attraktiv, wenn sich Stadtbaukultur, bauliche Entwicklungen und die Belebung durch Einzelhandel, Gastronomie und Kultur sowie gut gestaltete öffentliche Räume zu einem Ganzen ergänzen“.
Nach dem offiziellen Projektstart in Speyer im Mai 2014, folgt nun das 1. Forum Innenstadt Rheinland-Pfalz, das Interessenten zusammenführen soll.
In der Veranstaltung am 20. November, Beginn 10 Uhr im Alten Kaufhaus werden Fragen dazu geklärt. Es gibt drei Vorträge, nach der Mittagspause findet man sich an Thementischen zu ausgewählten Themen zusammen. Sie werden danach ausgewertet; es folgen ein Projektausblick sowie gegen 15. 30 Uhr ein Stadtspaziergang zu Projekten in der Innenstadt.
Die öffentliche Veranstaltung mit dem Titel „Baukultur: Investitionshürde oder Katalysator für die Innenstädte“ richtet sich an kommunale Vertreter, an ein Fachpublikum und natürlich auch an interessierte Bürger. Die Teilnahmegebühr beträgt zwar 25 Euro,dafür ist ein Mittagessen und anderes mehr inklusive.
OB Schlimmer und seine Mitstreiter erwarten einen intensiven Dialog. Das Forum wird von der VR Bank Südpfalz als Schirmherr unterstützt. Infos: www.dialog-innenstadt-rlp.de
Anmeldung: kontakt@dialog-innenstadt-rlp.de (desa)

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