Dienstag, 21. November 2017

Unterschiedliche Angaben auf Verpackung und Ei – woher kommt das Ei wirklich?

8. August 2017 | noch keine Kommentare | Kategorie: Donnersbergkreis, Elsass Oberrhein Metropolregion, Essen & Trinken, Gesundheit, Kreis Bad Dürkheim, Kreis Germersheim, Kreis Südliche Weinstraße, Landau, Neustadt a.d. Weinstraße und Speyer, Nordbaden, Panorama, Rhein-Pfalz-Kreis, Rheinland-Pfalz, Südwestpfalz und Westpfalz
Foto: Pfalz-Express

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RLP – Seit dem Rückruf von mit Fipronil belasteten Eiern schauen viele Verbraucher genauer auf die Kennzeichnung und sind verwirrt.

Auf der Verpackung steht das Kürzel „DE“, während auf dem Stempel auf dem Ei beispielsweise „NL“ steht. Die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz weist darauf hin, dass ein Blick auf die Eierkartons nichts über die Herkunft der Eier verrät.

Die auf dem Karton angegebene Packstellennummer gibt ausschließlich den Ort an, an dem die Eier abgepackt wurden – aber nicht, wo sie gelegt wurden. Erzeugungs- und Verpackungsort müssen also nicht übereinstimmen.

„Eier können in den Niederlanden gelegt werden und erst in Deutschland in den Karton wandern“, informiert Susanne Umbach, Ernährungsexpertin der Verbraucherzentrale. „Wer wissen möchte, woher die Eier tatsächlich stammen, muss den Stempel auf dem Ei beachten.“

Dieser Erzeugercode gibt Informationen zur Haltung der Legehennen und zur Herkunft. Unverpackte, sortierte Eier müssen ebenfalls auf der Schale gestempelt sein.

Große Kennzeichnungslücken bestehen bei gefärbten Eiern und eihaltigen Produkten wie Majonäse, Backwaren oder Nudeln. Bei diesen Lebensmitteln sind Angaben zu Haltungsform und Herkunft kein Muss.

Der Blick auf den Eierstempel bringt folgende Informationen:

Die erste Ziffer steht für das Haltungssystem,

  • 0 = Ökologische Erzeugung
  • 1 = Freilandhaltung
  • 2 = Bodenhaltung
  • 3 = Käfighaltung

Dann folgt der Ländercode mit der Abkürzung für die EU-Mitgliedsstaaten, aus denen die Eier stammen, zum Beispiel:

  • DE = Deutschland
  • NL = Niederlande

und zum Schluss folgt die Betriebsnummer.

Jeder EU-Mitgliedstaat hat ein System eingerichtet, wie er dem zu registrierenden Betrieb eine individuelle Nummer zuweist. In Deutschland stehen die ersten beiden Ziffern für das Bundesland. Somit ist das Bundesland, in dem das Ei gelegt wurde, einfach zu ermitteln. Zum Beispiel steht

  • 03 für Niedersachsen,
  • 05 für Nordrhein-Westfalen
  • 06 für Hessen
  • 07 für Rheinland-Pfalz

Die danach folgenden Ziffern identifizieren den jeweiligen Betrieb.

Die Packstellennummer auf dem Eierkarton ist Pflicht. Mit dieser Nummer ist jeder Betrieb, in dem Eier sortiert und verpackt werden, in der Europäischen Union eindeutig zu identifizieren. (VZ-RLP)

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