Freitag, 22. November 2019

WDR-Intendant distanziert sich von ARD-„Framing“-Papier

24. Februar 2019 | 1 Kommentare | Kategorie: Allgemein, Panorama

Foto: dts nachrichtenagentur

Berlin  – WDR-Intendant Tom Buhrow wendet sich in der „Framing“-Debatte der ARD gegen eine Art interne Sprachpolizei: „Wenn nur noch bestimmte Worte benutzt werden sollen, mache ich nicht mehr mit“, sagte Buhrow dem „Handelsblatt“ zu einem internen Papier, welches in öffentlichen Debatten zu positiven Sprachbildern rät.

Es handele sich um Schlussfolgerungen einer Wissenschaftlerin: „Ich kenne keinen in der ARD, der diese Begriffe zwanghaft benutzt. Ich schon gar nicht“, sagte Buhrow. Er werde sich mit Sicherheit nie vorschreiben lassen, „was ich zu sagen habe“.

Senderchef Buhrow, der in gut zehn Monaten den ARD-Vorsitz übernehmen wird, lehnte im „Handelsblatt“ auch die in dem Papier erörterte Distanzierung des „gemeinsamen, freien Rundfunks“ von der „Profitwirtschaft“ der Privatsender ab: „Von mir werden Sie keine schlechten Beleumundungen der kommerziellen Sender hören.

Meine Überzeugung ist: Wir haben uns gegenseitig besser gemacht. Das Aufkommen des Privatrundfunks war ein Tritt in den Allerwertesten für die Öffentlich-Rechtlichen.“ Buhrow, dessen Vertrag noch bis 2025 läuft, bezeichnete sich zudem als „Manager der Transformation“. Die Zeiten würden niemals mehr geruhsam sein: „Digitalisierung ist wie Elektrizität. Am Anfang gab es eine Glühbirne, jetzt fahren wir elektrische Autos.“ (dts Nachrichtenagentur)

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Ein Kommentar auf "WDR-Intendant distanziert sich von ARD-„Framing“-Papier"

  1. GGGGGGKKKKKEEEE sagt:

    ‚„Wenn nur noch bestimmte Worte benutzt werden sollen, mache ich nicht mehr mit“, sagte Buhrow …‘

    Schwer vorstellbar, dass Herr Buhrow auf seine 400 000 EUR Jahresgehalt so leicht verzichten wird.

    „Von mir werden Sie keine schlechten Beleumundungen der kommerziellen Sender hören.“

    Am 28.02.2018 titulierte Herr Buhrow bei der Frau Maischberger die privaten Sender durchaus als „Kommerzfunk“.

    Weiterhin stellte Buhrow fest: „Wie sind nur nicht gewöhnt, dass man uns selbst auch mit Mißtrauen beäugt. Wir sind gewöhnt, dass wir stellvertretend für andere mißtrauische gegenüber Mächtigen sind. Jetzt sind die Leute auf einmal uns gegenüber mißtrauisch.“

    Dieses Mißtrauen hat sich der ÖR unredlich erarbeitet …

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