
Puerto de la Cruz: wunderschöne Stadt im Norden Teneriffas und Ausgangspunkt unserer Wanderungen. Fotos: Ahme
Teneriffa/Puerto de la Cruz – Teneriffa: Für viele ist sie die „Königin“ der Kanarischen Inselgruppe. Auch mir hat es die Insel angetan und ich war schon einige Male dort. Acht Tage sind wir dieses Mal hier. Eigentlich viel zu kurz – kaum hat man sich von dem rauhen deutschen Klima verabschiedet, geht es auch schon wieder zurück ins nasse Germany. Egal, diese Tage müssen uns über den Winter retten.
Der Amerikaner Scott aus Homburg (er ist mit uns ab Zweibrücken geflogen und wohnt im gleichen Hotel), hat seine eigenen Präferenzen. Wandern ist nichts für ihn – langweilig. Er hat eine geführte Mountainbike-Tour gebucht und zahlt dafür 70 Euro am Tag. Es zieht ihn und andere Radenthusiasten in das Gebiet um den 3700 Meter hohen Teide. Abends zeigt uns Scott völlig erschöpft, aber glücklich, seine Fotoausbeute auf dem Laptop.
Wir dagegen verlassen uns lieber auf unsere Beine und erwandern die Insel. Wer nicht auf eigene Faust losgehen möchte, kann sich diversen Wandergruppen anschließen. Sie wurden vor Jahren von deutschen Auswanderern gegründet und erfreuen sich mittlerweile großen Zuspruchs. „Heidi´s Wanderclub“, „Jörg und Andrea“, „Der Wanderstab“ um nur einige Namen zu nennen, bieten in ihren Hochglanz-Programmen, die am Busbahnhof in Puerto de la Cruz ausliegen, unterschiedlichste Schwierigkeitsgrade. Die geführten Wanderungen finden die ganze Woche über statt und bewegen sich über die ganze Insel. Auch die eine oder andere Weinprobe wird gerne von den Touristen gebucht, botanische Wanderungen sind allerdings das Nonplus-Ultra. Je nachdem, was eine Tour beinhaltet, muss man zwischen 20 und 30 Euro bezahlen.
Als Teneriffa-Fans alter Schule, können wir durchaus auch selbstständig losziehen. Schließlich haben wir uns am Frühstückstisch schon mit zwei Schotten unterhalten, die uns ihren, von einem Deutschen (!) verfassten Teneriffa-Wanderführer ans Herz gelegt haben. Speziell eine Tour zum Barranco de Ruiz haben wir ins Auge gefasst. 1,30 Euro kostet die Busfahrt, eine halbe Stunde fahren wir an der wunderschönen Küste entlang und steigen an der Bushaltestelle Barranco de Ruiz aus. Hier beginnt der Einstieg zu einer schönen, aber recht anspruchsvollen Wanderung, die schon etwas Kondition erfordert. Aber schließlich kann man ja auch Pausen einlegen und anwesende Eidechsen mit Käse füttern. Nach zwei Stunden sind wir oben an einem Parkplatz angelangt, laufen langsam bergab und kehren dann zu Kaffee und Kuchen in der Finca de San Juan in San Juan de la Rambla ein. Auch dort hören wir vertraute Laute, die Wirtin stammt aus Deutschland. Vor sechs Jahren hat sie sich hier mit einem Restaurant selbstständig gemacht. „Nein, zurück nach Deutschland möchte ich nicht mehr, sagt sie. Übrigens ein Satz, den ich oft gehört habe während meines Teneriffa-Aufenthaltes. Eine Finca im ewigen Frühling? Wer weiß…… (Reisebericht von Desirée Ahme)

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Ein sehr schöner und informativer Artikel mit tollen Bildern.
Vielen Dank!
Lieben Gruss
Christian