
Die Vibrotrucks unterwegs in der Region
Copyright: Adrian Müller
Karlsruhe. Vulcan hat gestern (6. März 2025) die 2D-Seismik in der Vorderpfalz „erfolgreich abgeschlossen“. Damit sei „ein wichtiger Schritt in Richtung CO2-neutraler Energieversorgung“ geschafft worden, freut sich der Geschäftsführer der Vulcan Energie Ressourcen GmbH, Thorsten Weimann.
Die Nutzung von Tiefengeothermie zur Dekarbonisierung der Region und des BASF-Stammwerks in Ludwigshafen rückt nun näher. Seit dem 24. Februar waren bis zu drei Messfahrzeuge, sogenannte „Vibrotrucks“, auf einer Strecke von etwa 70 Kilometern unterwegs, um die geologischen Gegebenheiten des Untergrunds zu untersuchen.
Die Messungen fanden sowohl in den Städten Ludwigshafen und Frankenthal als auch in den umliegenden Gemeinden Bad Dürkheim, Birkenheide, Ruppertsberg, Lambsheim, Mutterstadt, Weisenheim am Sand, Birkenheim, Maxdorf, Dannstadt-Schauernheim und Fußgönheim statt.
Die „Vibrotrucks“ senden mittels einer Metallplatte Schallwellen in den Untergrund, die dort reflektiert und anschließend von hochsensiblen Geophonen an der Oberfläche aufgezeichnet werden.
Die so gewonnenen Daten werden nun prozessiert und interpretiert. Auf dieser Basis entstehen erste geologisch-geophysikalische sowie technisch-wirtschaftliche Modelle, die das Messnetz und die Parameter für die geplante 3D-Seismik festlegen.
Diese ist für den Winter 2025/26 vorgesehen und bildet die Grundlage für die Standortwahl der anschließenden Explorationsbohrung. Die Auswertung der aktuellen Daten soll etwa drei bis fünf Monate dauern.
Das Projekt, das Vulcan Energy im November vergangenen Jahres gemeinsam mit BASF gestartet hat, zielt darauf ab, geothermische Energie aus dem Oberrheingraben für eine CO2-freie Dampfversorgung des BASF-Werks in Ludwigshafen zu nutzen.
Eine erfolgreiche Erschließung könnte dort jährlich bis zu 800.000 Tonnen CO2-Emissionen einsparen. Darüber hinaus könnte die Tiefengeothermie eine nachhaltige Fernwärmeversorgung für Ludwigshafen und Frankenthal ermöglichen und so die kommunale Wärmewende vorantreiben. Parallel dazu plant Vulcan, das geförderte Thermalwasser zur Gewinnung von nachhaltigem Lithium zu verwenden.
„Der Abschluss der ersten seismischen Untersuchung in der Vorderpfalz ist ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zur Erschließung des geothermischen Potenzials im Oberrheingraben“, erklärt Thorsten Weimann.
„Zusammen mit BASF wollen wir die natürlich vorkommende Erdwärme nutzen, um die heimische Industrie zu dekarbonisieren und Haushalte mit grundlastfähiger, nachhaltiger Fernwärme zu versorgen. Die gewonnenen Daten bringen uns diesem Ziel näher und optimieren die Planung der 3D-Seismik. Wir danken den beteiligten Gemeinden und der Bevölkerung für die konstruktiven Gespräche, das Verständnis und das Feedback. Gemeinsam mit BASF freuen wir uns auf die nächsten Projektschritte.“

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