Freitag, 16. November 2018

Vergärungsanlage Westheim: Baustart im September

12. September 2018 | noch keine Kommentare | Kategorie: Kreis Germersheim, Regional, Wirtschaft in der Region

Bei der Vertragsunterzeichnung: von links (sitzend) Landrat Dr. Fritz Brechtel und Oliver Grimm, Geschäftsführer der Suez Süd GmbH, dahinter stehend v.li. Rechtsanwalt Martin Adams und Reiner Glock, Geschäftsführer der Biogutvergärung Bietigheim GmbH.
Foto: KV GER

Westheim – Für den Bau der Vergärungsanlage Westheim im Landkreis Germersheim liegen nun alle rechtlichen Genehmigungen und Vertragsunterzeichnungen vor. Das teilte Landrat Dr. Fritz Brechtel mit.

Seit drei Monaten laufen vorbereitende Arbeiten auf dem Gelände des bisherigen Kompostwerks in Westheim, auf dem die Vergärungsanlage entstehen soll.

Nachdem die immissionsschutzrechtliche Genehmigung der SGD Süd für den Bau der Biogutvergärungsanlage mit einer Jahreskapazität von 48.000 Tonnen vorlag, erfolgte die Vertragsunterzeichnung für das Erbbaurecht zwischen der Kreisverwaltung Germersheim und der Firma Suez Süd GmbH mit der Option der Unterverpachtung an die Biogutvergärung Bietigheim GmbH.

Der Erbbauvertrag enthält eine um fünf Jahre verlängerte Laufzeit und läuft bis zum Jahr 2040. Da alle rechtlichen Genehmigungen zeitnah erteilt wurden, kann der Bau der Anlage wie geplant im September starten.

Bauherr der rund 17 Millionen teuren Anlage ist die Biogutvergärung Bietigheim GmbH (BVB). Sie wird die Vergärungsanlage auf dem Gelände des Kompostwerkes Westheim errichten.

Das Gelände hat die Firma SUEZ Süd GmbH vom Landkreis Germersheim gepachtet. SUEZ verpachtet es an die Firma BVB zum Bau und Betrieb der Vergärungsanlage weiter. Diese will die Anlagen des in die Jahre gekommenen Kompostwerks in das neue Nutzungskonzept integrieren. Erforderliche Erweiterungsbauten sollen die bisherige Anlage ergänzen.

Die neue Vergärungsanlage soll, so die Planung der BVB, Mitte 2019 in Betrieb gehen. Sie verwertet Bioabfälle aus den getrennten Sammlungen der Landkreise Germersheim und Ludwigsburg und der Stadt Karlsruhe. Dabei erzeugt sie rund 34 Millionen kWh Biogas.

Das Gas wird vor Ort gereinigt und zu Erdgasqualität aufgearbeitet. Somit kann es vom Gasnetzbetreiber CREOS direkt in die an der Landstraße L538 verlaufende Gashochdruckleitung eingespeist werden.

Die Betreiberfirma BVB hob die gute Zusammenarbeit zwischen allen Beteiligten hervor. Nur durch das reibungslose Zusammenwirken zwischen Landkreis Germersheim, SGD Süd, Gasnetzbetreiber CREOS, Verpächter SUEZ Süd und den beteiligten Fachplanern habe der Zeitplan eingehalten werden können. Nun könne mit voller Kraft der Bau der Anlage vorangetrieben werden.

Das bestätigt Landrat Brechtel, der in der geplanten Anlage die Möglichkeit sieht, Bioabfälle einer umweltgerechten und effektiven Verwertung zuzuführen – mit zusätzlicher Erzeugung von Biogas. „Zudem zeigt sich hier ein positives Beispiel länderübergreifender und interkommunaler Zusammenarbeit von Landkreisen und Kommunen der beiden Bundesländer Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg“, so Brechtel.

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