Landrat Dr. Fritz Brechtel hatte die Kommunen zu einer Information und zum Austausch zum geplanten Geothermie-Vorhaben der Deutschen Erdwärme GmbH und Co. KG im sogenannten „Erlaubnisfeld“ Lingenfeld eingeladen.
Das Karlsruher Unternehmen ist im Kreis Germersheim auf der Suche nach einer geeigneten Geothermiebohrstelle. Die Fläche soll etwa 330 Hektar groß sein. Gesucht wird zwischen Bellheim, Westheim und Lustadt. „GeoWärme Südpfalz“ hat das Unternehmen das Geothermiesuchfeld getauft.
Etliche Vertreter aus den betroffenen Gemeinden, allen voran Lustadt, Bellheim und Westheim, aber auch Bürger aus anderen Orten nahmen am Info-Abend teil. „Die Bedenken sind bei allen, bei Bürgern und kommunalpolitisch Engagierten, enorm groß. Diese Sorgen nehme ich sehr ernst, zumal wir alle die negativer Auswirkungen der Geothermie-Projekte in der Region kennen“, so Brechtel.
Michael Gauly, Bau- und Umweltdezernent, umriss den rechtlichen Rahmen und skizzierte die Zuständigkeiten und auch die Einflussmöglichkeiten der Gemeinden. Die Teilnehmer der Veranstaltung seien sehr gut informiert gewesen, schreibt Brechtel in einer Mitteilung. Sie hätten sachlich ihre Bedenken, Fragen und Sorgen geäußert. Vor allem die Erdbebengefahr, die Sorge vor einer Verschmutzung des Grundwassers und die Angst vor nicht überschaubaren Spätfolgen einer Bohrung bewegten die Menschen.
Das Fazit des Abends: „Wir haben uns darauf verständigt, dass ich die Deutsche Erdwärme GmbH, das Landesamt für Geologie und Bergbau und das Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau in Mainz anschreibe. Dabei werde ich nicht nur die geäußerten Bedenken formulieren, sondern auch darauf beharren, dass keine vorschnellen Entscheidungen fallen, die unumkehrbare Auswirkungen für die Menschen und ihre Umwelt haben“, so Landrat Brechtel.

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