Sonntag, 20. September 2020

Vater: Tragikomödie von Florian Zeller am 14. März im Neustadter Saalbau

28. Februar 2017 | noch keine Kommentare | Kategorie: Allgemein, Kultur, Neustadt a.d. Weinstraße und Speyer
Irene Christ, Ernst Wilhelm Lenik und Dieter Bach. Copyright Sabine Haymann

Irene Christ, Ernst Wilhelm Lenik und Dieter Bach.
Copyright Sabine Haymann

Neustadt. Die berührende Tragikomödie „Vater“ von Florian Zeller, die u.a. mit dem Prix Molière 2014 als BESTES STÜCK ausgezeichnet wurde, kommt am 14. März um 20 Uhr als Gastspiel in den Saalbau.
In der Titelrolle des aufwühlenden und hoch gelobten Stückes über einen Mann der an Alzheimer erkrankt ist, ist Ernst Wilhelm Lenik zu sehen.

Dem erst 35jährigen französischen, auch international inzwischen hoch gehandelten Shooting-Star Zeller gelingt es, dem brisanten Thema ein befreiendes Lachen abzugewinnen und trotz verstörender Präzision und gedanklicher Schärfe kein bleiernes Problemstück zu schreiben.

Zum Inhalt

Der 80jährige André merkt, dass sich etwas verändert. Noch lebt er allein in seiner Pariser Wohnung und versucht, vor Anne, seiner älteren Tochter, den Eindruck aufrecht zu erhalten, alles sei in Ordnung. Wobei ganz offensichtlich ist, dass er allein nicht mehr zurechtkommen kann.

Also organisiert sie für ihn Pflegehilfen, mit denen er sich aber ständig zerstreitet. Ein alter Mann, für den sich der Alltag mehr und mehr in ein verwirrendes Labyrinth verwandelt, auf der Spurensuche nach sich selbst. Weil seine Wahrnehmung sich immer mehr verschiebt, gerät er in eine Welt, in der seine Biografie nicht mehr gilt, weil die Welt, in der sie entstanden ist, am Verlöschen ist…

Das Besondere an „Vater“ ist die ungewöhnliche Erzählstruktur. Erlebt wird die Handlung nämlich nicht chronologisch, sondern aus der Erlebniswelt des 80jährigen.

Durch diesen hinterhältigen Trick des französischen Erfolgsautors wird der Zuschauer emotional an die Hauptperson gebunden, erlebt mit ihr dieselben Momente des Glücks, teilt mit ihr die Momente des Ausgeliefertseins, erfährt mit ihr die ungreifbare Veränderung von Personen und Dingen und kann wie sie immer weniger unterscheiden: Was ist Realität, was Wahn oder Wunschvorstellung, was Halluzination oder fixe Idee.

Das klingt nach einem traurigen Theaterabend? Das Gegenteil ist der Fall. Zellers Text provoziert das Lachen. Die komödiantische Dynamik ergibt sich aus den abrupten Stimmungsschwankungen der Hauptperson.

Neben Ernst Wilhelm Lenik als André stehen auch Irene Christ, Dieter Bach, Juliane Köster, Benjamin Kernen und Maja Müller auf der Bühne.

Eine Einführung in das Theaterstück findet um 19 Uhr im Beethovensaal statt.
Karten (10 bis 20 Euro und Ermäßigungen) erhältlich bei der Kulturabteilung, Friedrichstraße 1, Telefon 06321 855-404. Montag – Freitag 9:30 – 12:30 Uhr, Montag – Mittwoch 14:00 – 16:00 Uhr und Donnerstag 14:00 – 17:00 Uhr.

Am Veranstaltungstag an der Konzertkasse eine Stunde vor Beginn der Vorstellung. –
Online-Ticketing: www.ticket-regional.de

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