Neustadt. Mit dem Schauspiel „Geächtet“ von Ayad Akhtar präsentiert die Kulturabteilung Neustadt am 13. März um 20 Uhr im Saalbau eine Aufführung des Tournee-Theaters Thespiskarren – ein unverzichtbares Stück Literatur.
Aktueller denn je, behandelt das mit dem Pulitzer Preis ausgezeichnete Stück „Geächtet“ das Thema Vorurteile und Fremdenfeindlichkeit auf subtil witzige aber auch nachdenkliche Art.
Der pakistanisch-stämmige New Yorker Ayad Akthar präsentiert ein Erfolgs-theaterstück dass trotz oder gerade wegen dem identitären Inhalt weltweit gefeiert wird.
In seinem Debutstück diskutiert er anhand aufgeklärter Karrieristen im vermeintlich politisch korrekten Fahrwasser hochaktuelle, brennende Themen der Gesellschaft: Integration, Rassismus und Terrorismus.
Zum Inhalt
Wenn ein Moslem, der seine Herkunft verachtet, ein Jude, der Political Correctness über alles stellt, eine aufgestiegene Afroamerikanerin im Karriere-Rausch und eine weiße Christin, die der Kunst des Islams verfallen ist, sich zum Abendessen treffen, dann ist das Konfliktpotenzial auch so schon riesengroß.
Doch auch äußere Einflüsse bleiben nicht aus bei diesem Dinner, das in der schicken Upper-East-Side-Wohnung von Amir und Emily stattfindet. Der Pakistani Amir ist Anwalt, die Afroamerikanerin Jory seine Konkurrentin in der Firma.
Sie begleitet ihren Mann, den jüdischen Kurator Isaac, der sich zuvor Emilys Bilder angesehen hat und ihr an diesem Abend die frohe Nachricht überbringt, dass ihre Werke in seiner nächsten Ausstellung gezeigt werden. Der Abend gehört Emily.
Für ganze zwei Minuten. Danach beginnen die Diskussionen um Tradition, Glaube und Fundamentalismus. Wenn Amir erzählt, wie er an Flughäfen angestarrt wird, weil man in ihm immer einen Terroristen vermutet oder Jory sich empört, dass Verschleierung der Frau das Individuum auslösche, fliegen harte Thesen durch die Luft.
Und viele von ihnen schweben noch lange im Raum.
Nach und nach kommen die (Vor-)Urteile und Weltanschauungen der vier sehr unterschiedlichen Menschen in den Dialogen zum Vorschein und buchstäblich auf den Tisch.
Eine Einführung in das Theaterstück gibt es um 19 Uhr im Beethovensaal.
Karten (10 bis 20 Euro und Ermäßigungen) erhältlich bei der Kulturabteilung, Friedrichstraße 1, Telefon 06321 855-404. Montag – Freitag 9.30 – 12.30 Uhr,
Montag – Mittwoch 14 – 16 Uhr und Donnerstag 14 – 17 Uhr.
Am Veranstaltungstag an der Konzertkasse eine Stunde vor Beginn der Vorstellung.
Online-Ticketing: www.ticket-regional.de

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