
Im Plenum der Klimakonferenz: Dr. Anja Weisgerber MdB, Dr. Barbara Hendricks, Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit und Dr. Thomas Gebhart MdB (von links nach rechts).
Foto: red
Marrakesch – Der südpfälzische Bundestagsabgeordnete und Koberichterstatter für Klimaschutz der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Dr. Thomas Gebhart, nimmt derzeit als Mitglied der deutschen Delegation an der Weltklimakonferenz von Marrakesch teil.
Es ist die erste Klimakonferenz nach Inkrafttreten des Klimaabkommens von Paris, in dem sich die Staaten verpflichten, Maßnahmen zu ergreifen, um die globale Erwärmung auf unter 2 Grad Celsius zu begrenzen.
Dazu Gebhart: „Es ist bemerkenswert, wie schnell der Klimavertrag von Paris in Kraft getreten ist. Inzwischen haben 110 Staaten den Vertrag ratifiziert. Dies zeigt, welchen hohen Stellenwert der Schutz des Weltklimas für die internationale Staatengemeinschaft mittlerweile hat.“
In Marrakesch gehe es um die Umsetzung der Ziele von Paris: „Es geht hier sehr viel technischer zu als in Paris.“ Alle Staaten sind aufgefordert, nationale Maßnahmen zur Absenkung ihres CO²-Ausstosses zu formulieren.
Deutschland hat dazu einen international viel beachteten Klimaschutzplan vorgelegt. „Er ist ambitioniert, muss aber auch umsetzbar sein. Dies gelingt nur, wenn die ökologischen Maßnahmen auch ökonomisch Sinn machen. Klimaschutz kann nur gelingen, wenn er wirtschaftlich tragfähig ist und auf technologische Innovationen setzt.“
„In Marrakesch ist zu spüren, dass das Thema Klimaschutz weltweit an Fahrt gewonnen hat. In vielen Ländern steht das Thema inzwischen oben auf der Agenda. Die Absicht des neuen US-Präsidenten, den Klimaschutz zurückzudrehen, war auf der Klimakonferenz selbstverständlich großes Thema. Erfreulicherweise hat die Ankündigung Trumps, aus dem Klimavertrag auszusteigen, keine Nachahmer gefunden.“
„Die Energiewende in Deutschland stößt auf der ganzen Welt auf großes Interesse. In welchem Maß der Umbau der Energieversorgung für möglichst viele Länder attraktiv sein wird, hängt vor allem davon ab, wie gut es uns gelingt, die Treibhausgasemissionen zu vermindern und gleichzeitig eine starke Industrie- und Wirtschaftsnation zu bleiben.
Natürlich bringen Entwicklungs- und Schwellenländer ganz andere Voraussetzungen zum Klimaschutz mit.
Daher begrüße ich das Partnerschaftsprogramm von Umwelt- und Entwicklungsministerium zusammen mit anderen Industriestaaten, das arme Länder dabei unterstützt, zum Beispiel eine Energieversorgung mit Hilfe von erneuerbaren Energien aufzubauen.
Somit kann aktiver Klimaschutz auch Perspektiven für zahlreiche Menschen, beispielsweise in Afrika, eröffnen. Hier greifen Klimaschutz und Flüchtlingsproblematik ganz konkret ineinander.“ (red)

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Es geht nicht um Umweltschutz, es geht nicht um Wirklichkeit, es geht nicht um Wissenschaft,…
es geht um Politik, also um Macht und Geld
Die arabische Stadt Marrakesch sollte in lateinischen Buchstaben besser ab jetzt eine neue Schreibweise bekommen: MARRA-CA$H