
„Fundstücke“: Joshua Herrmann und Julia Deutsch finden jede Menge Müll bei ihren Spaziergängen.
Foto: über Sauberwald Pfalzprojekt
Südpfalz – Mülltüten am Waldweg, Glasflaschen und Dosen im Gebüsch: Immer wieder wird illegal oder fahrlässig Müll in der Natur entsorgt.
Das wollen Joshua Herrmann aus Rülzheim und seine Lebensgefährtin Julia Deutsch nicht einfach hinnehmen. Sie haben selbst die Initiative ergriffen, um einen Beitrag zur Erhaltung der Sauberkeit in der Natur zu erhalten und haben die „Sauberwald Pfalzprojekt“ ins Leben gerufen.
Immer am ersten Samstag eines Monats veranstalten die Zwei ihren „Sauberlauf“ hauptsächlich in den Wäldern der Region, um die Hinterlassenschaften einzusammeln und zu entsorgen. Dabei sind Herrmann und Deutsch auf der Suche nach Unterstützern.
„Wir finden es schade, dass der ganze Müll in die Wälder und Wiesen geworfen wird“, sagt Joshua Herrmann. „Wir wollen erreichen, dass sich viele Leute bereit erklären, diesen Weg auch einzuschlagen. Selbst wenn es nicht mit uns ist: Wir sind sicher nicht die Einzigen, die spazieren gehen.“
Wenn man mehr Menschen dazu anregen könne, eine Mülltüte bei ihren Spaziergängen mitzunehmen, sei schon ein Ziel erreicht. Auch sei es wichtig, Kinder einen sorgsamenUmgang mit der Umwelt zu vermitteln, finden Joshua Herrmann und Julia Deutsch, die selbst einen dreijährigen Sohn haben.
Und so ziehen sie regelmäßig los, ausgestattet mit ihren eigenen Mülltüten und sammeln Plastikmüll, Essensverpackungen, Abdeckplanen, Absperrbänder, Papiermüll, Flaschen, Bierdosen oder Zigarettenkippen und -schachteln ein. Entsorgt wird alles in ihren privaten Mülleimern.
Zwei bis drei Stunden dauern die Rundläufe in der Regel. Wer mitmachen will, kann, muss aber natürlich nicht die gesamte Strecke absolvieren: „Für jede tatkräftige Unterstützung sind wir sehr dankbar“, so Herrmann. „Es ist freiwillig, jeder kann ja selbst entscheiden, ob und wie lange er laufen möchte.“ Beiträge oder sonstige geldeinbringende Maßnahmen gebe es nicht. „Wir sind nur an der Erhaltung unserer schönen Natur interessiert.“
Herrmann und Deutsch haben eine Facebookseite zum Projekt „Sauberlauf“ erstellt. Dort gibt es Informationen,Termine, Tipps zu Müllvermeidung und die Kontaktaufnahme zu den Initiatoren. Zur Seite geht es hier.
Beim rheinland-pfälzischen Umweltministerium gibt es außerdem eine Pilot-Seite, auf der man illegale Müllentsorgungen melden kann: Waldecho Rheinland-Pfalz.
„Lasst uns endlich aufhören für unseren Luxus die Umwelt zu zerstören“, appellieren Herrmann und Deutsch. (cli/red)

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Da wäre es schon eine Hilfe, wenn man diesen Müll nicht in die eigene Mülltonne entsorgen müsste.
Auch ich habe auf Spaziergängen das eine oder andere aufgelesen, das gar zu provozierend in der Landschaft rum lag, um es im nächsten Mülleimer zu entsorgen.
Wenn aber dann partout kein Mülleimer auftaucht und ich diesen Müll dann noch mit nach Hause nehmen muss, überlegt man sich schon zweimal, ob man die Hinterlassenschaften von irgendwelchen Dreckferkeln nicht doch besser liegen lässt.
Man muss nicht immer warten, bis jemand vorangeht, aber die Kreisverwaltung könnte einem die Eigeninitiative schon ein wenig erleichtern!
Wobei es bei einigen regelmäßig gelehrten Mülleimern an Wander- und Spazierwegen das eine oder andere Dreckferkel auf die Idee bringen könnte, seinen Müll anstatt in die Landschaft in einem Mülleimer zu entsorgen.