Wörth/Karlsruhe – Die Stadt Wörth prüft die Einführung eines kostenfreien öffentlichen Personennahverkehrs als Modellversuch. Vorerst soll das kostenlose Bus- und Bahnfahren während der Rheinbrücken-Sanierung im August ausprobiert werden.
Die Stadt hat dazu den Karlsruher Verkehrsverbund um Prüfung der entstehenden Kosten gebeten. Um Unterstützung angefragt wurde auch das Bundesumweltministerium und die Landesregierung Rheinland-Pfalz.
Bereits seit Ende des Jahres 2017 – und somit vor der aktuellen politischen Diskussion um eine Kostenfreiheit des öffentlichen Personennahverkehrs – steht die Stadt im Kontakt mit dem Karlsruher Verkehrsverbund (KVV) über eine modellhafte Weiterentwicklung des lokalen Verkehrskonzepts, wie die Stadtverwaltung mitteilte.
Vor dem konkreten Hintergrund der Sanierung der Rheinbrücke Wörth-Karlsruhe (ab Sommer 2018), die „absehbar zu regionalen und überregionalen Verwerfungen im Straßenverkehr führen werden“, stellt die Stadt auch Überlegungen zur Weiterentwicklung des ÖPNV an.
Neben mehr Verbindungen zur Bewältigung der konkreten Krisensituation (in Verantwortung des ZSPNV – Zweckverband Schienenpersonennahverkehr) ist ein grundlegender Systemwandel im öffentlichen Nahverkehr aus Sicht der Stadt eine überlegenswerte Option.
Ein kostenfreier ÖPNV sei ein zentraler Beitrag zur Mobilitätswende, zum Klimaschutz, zur nachhaltigen Reduzierung der Verkehrsbelastung von Ballungsräumen, zur Reduzierung von klima- und gesundheitsschädlichen Emissionen sowie zur Entlastung von innerstädtischen Bereichen von parkenden und fahrenden Kfz, heißt es aus dem Rathaus.
Die Überlegungen zur Finanzierbarkeit seien derzeit noch nicht abgeschlossen. Neben der Kostenfreiheit seien ebenfalls Abgabendeckung oder „äußerst preisgünstige Fahrpreise“ in Erwägung gezogen.
Die Stadt hat in ihrem Schreiben an das Bundesumweltministerium das Interesse der Kommune zum Ausdruck gebracht, zur Modellregion zur Erprobung eines kostenlosen ÖPNV zu werden, und um entsprechende Unterstützung gebeten.
Auch an die Landesregierung Rheinland-Pfalz hat man sich mit der Bitte um konzeptionelle und finanzielle Unterstützung des Vorhabens gewandt.
„Ich bin zutiefst der Überzeugung, dass ein grundlegender Wandel der Mobilität zwingend erforderlich ist. Hierzu sind mutige Entscheidungen zu systemverändernden Maßnahmen unerlässlich. Ohne diesen Mut ist weder die Klima- noch die Mobilitätswende erreichbar“, betont der Bürgermeister Dr. Dennis Nitsche (SPD). „Wir haben den Mut und den Willen, entschlossen neue Wege zu gehen.“
Für eine mögliche dauerhafte Einführung nach einem Modellversuch brauche man die Unterstützung des Bundes, des Landes und des Stadtrats, so Nitsche. (red)

Diesen Artikel drucken


Wörth – Wie bereits berichtet, hatte sich die Stadt Wörth beim Bundesumweltministerium um Aufnahme als Pilot-Kommune zur Erprobung eines kostenlosen ÖPNV beworben. ...
Wörth – Nach dem Untergang des Kaiserreichs im Ersten Weltkrieg fanden am 19. Januar 1919 die ersten Wahlen zur Nationalversammlung einer parlamentarischen ...
Kandel/Hagenbach/Wörth – Die zweite Runde der Zukunftsinitiative „Starke Kommunen – Starkes Land“ befasst sich mit den Schwerpunktthemen „Städtenetz“ und „Stadt-Umland-Kooperation“. In Runde ...
Wörth – Die besonderen Herausforderungen für die Zukunft der Stadt Wörth sind das Thema in einem Aufsatz, den Dr. Dennis Nitsche, Stadtrat ...
Wörth – Das Verkehrsforum Südpfalz hat die Kommunalpolitik und die Fahrgastverbände VCD und proBahn über die Auslastung der zusätzlich eingesetzten Rhein-Neckar-S-Bahnen im ...
Wörth – Die SPD Wörth hat am Donnerstag vor Muttertag den Müttern – und Vätern – der Kindergarten- und KiTa-Kinder einen kleinen ...
Wörth – Eine besondere Ehrung erfuhr Herwig Rapp, der über 30 Jahre in der Vorstandschaft des Gesangvereins tätig war, bei der Jahresabschlussfeier ...
Wörth – Vor einigen Tagen hatte Landrat Dr. Fritz Brechtel die Bürgermeister der Städte Wörth, Germersheim und der Verbandsgemeinden Jockgrim, Rülzheim und ...
Germersheim/SÜW/Landau – In Abstimmung mit dem Landauer Oberbürgermeister Thomas Hirsch und dem Landrat des Kreises Südliche Weinstraße, Dietmar Seefeld, macht sich die ...
Wörth/Neustadt – Mit allen Stimmen der anwesenden kommunalen Gebietskörperschaften des Zweckverbands Schienenpersonennahverkehr Rheinland-Pfalz Süd (ZSPNV Süd) hat dessen Verbandsversammlung am 5. Dezember ...
Wörth – Das SWR Fernsehen sendet in lockerer Folge samstags das Ratespiel „Stadt – Land – Quiz“. Im November treten die Stadt ...












Eine Superidee. Wenn die Stadt Wörth jetzt noch auf dem Schauffelegelände direkt am Bahnhof, noch einen Park &Ride Parkplatz einrichten, mit Zufahrt aus Richtung Netto/Aldi Markt. Wäre das eine runde Sache. Mal sehen ob die hochbezahlten Beamten, Berater und Planer solche Ideen aufgreifen.