Dienstag 13.Oktober 2026

Stabsübung: Kreis Germersheim, Katastrophenschutz und Bundeswehr proben Abläufe für den Ernstfall

16. September 2026 | Kategorie: Kreis Germersheim

Foto: KV GER / Betzel

Was passiert, wenn Hochwasser oder Starkregen den Landkreis treffen und zusätzliche Unterstützung gebraucht wird? Genau das wurde bei einer zweitägigen Stabsübung des Landeskommandos Rheinland-Pfalz der Bundeswehr in Mainz durchgespielt. Auch der Landkreis Germersheim war mit seinem Katastrophenschutz dabei.

Im Mittelpunkt stand die Zusammenarbeit zwischen der Technischen Einsatzleitung und dem Verwaltungsstab. Gleichzeitig wurde geübt, wie die Bundeswehr den Landkreis bei größeren Schadenslagen unterstützen kann.

Dazu wurden verschiedene Hochwasser- und Starkregenszenarien durchgespielt. Die Beteiligten mussten die jeweilige Lage bewerten, den benötigten Unterstützungsbedarf ermitteln und mögliche Hilfeleistungen koordinieren. Auch die Kommunikations- und Anforderungswege wurden unter realitätsnahen Bedingungen geprobt.

Eine wichtige Rolle spielte dabei das Kreisverbindungskommando. Es bildet die Schnittstelle zwischen dem Landkreis und der Bundeswehr, wenn bei einem größeren Einsatz militärische Unterstützung angefordert werden soll. Geübt wurde unter anderem, welche Ressourcen zur Verfügung stehen und wie Unterstützungsanträge schnell und gezielt abgestimmt werden können.

Landrat Martin Brandl zieht eine positive Bilanz: „Die Übung hat gezeigt, wie wichtig eingespielte Abläufe und eine vertrauensvolle Zusammenarbeit im Krisenfall sind. Die gewonnenen Erfahrungen stärken unsere Handlungsfähigkeit und kommen letztlich der Sicherheit der Bevölkerung zugute.“

Auch Brand- und Katastrophenschutzinspekteur Christian Betzel sieht einen konkreten Nutzen für den Ernstfall: „Die gemeinsame Übung hat die Zusammenarbeit weiter gefestigt und wichtige Erkenntnisse für den Ernstfall geliefert. Besonders wertvoll war der intensive Austausch zwischen den beteiligten Einsatz- und Führungsstrukturen.“

Solche Übungen sollen dafür sorgen, dass im Ernstfall nicht erst geklärt werden muss, wer was übernimmt und welche Unterstützung benötigt wird. Stattdessen sollen die Abläufe bereits bekannt sein und die verschiedenen Stellen schnell zusammenarbeiten können.

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