Samstag, 15. Mai 2021

Spucktest: Neustadt führt freiwillige Corona-Selbsttests in Kitas durch – Erfahrungen sollen ausgewertet werden

13. April 2021 | Kategorie: Neustadt a.d. Weinstraße und Speyer, Regional

Foto: Stadt Neustadt

Neustadt – In drei städtischen Kitas werden im Rahmen eines Modellprojekts ab sofort kostenlose Corona-Selbsttests für Kinder angeboten.

Es handelt sich dabei um Spucktests und keine Nasenabstriche, sie wurden vom Bundesministerium empfohlen. Getestet wird zweimal pro Woche. Das Procedere ist mit dem Gesundheitsamt und den Testzentren abgestimmt.

„Aufgrund der steigenden Inzidenzen haben wir uns entschlossen, unser Testprogramm auszuweiten“, so die zuständige Dezernentin Waltraud Blarr. Bisher wurde bereits in Grundschulen getestet. „Wir tun dies zur Sicherheit von uns allen, damit Kinder nicht unwissend andere anstecken.“

Alf Bettinger, Fachbereichsleiter für Familie, Jugend und Soziales, sagte: „Mit dem Modellversuch verfolgen wir folgende Ziele: die Akzeptanz der Eltern herausfinden, den Einsatz vor Ort aufprobieren, ob die Tests funktionieren und wie die Rückmeldungen sind.“

An dem Pilotprogramm beteiligt sind die Kitas Hetzelstift, Hoppetosse und Landwehrstraße. Die Einrichtungen wurden ausgesucht, da sie unterschiedlich groß sind und verschiedene Angebote haben. Davon erhofft sich die Stadtverwaltung Erkenntnisse darüber, wie und mit welchem personellen Aufwand die Tests im Betrieb einer Kindertagesstätte pädagogisch sinnvoll umgesetzt werden können.

Zusammen betreuen die ausgewählten Kitas 250 Kinder. Die freiwilligen Anmeldungen der Kinder laufen „sehr gut“, hieß es. In der Kita Hetzelstift zum Beispiel haben von 120 Kindern nur zwei Familien die Testung abgelehnt. Bei den Hoppetosses liegt die Quote bei 50 Prozent. Die Zustimmung beim Einsatz von Nasenabstrichen wäre deutlich geringer ausgefallen, so die Stadtverwaltung. Vorab wurden die Eltern ausführlich von Dezernentin Blarr schriftlich informiert.

Kinder machen gerne mit

Janita Ritter, Leiterin der Kita Hoppetosse, erzählt von ersten Erfahrungen: „Die Kinder sehen den Test als spannendes Experiment. Wir haben mit zwei bis drei Kindern begonnen und sie sind interessiert bei der Sache.“ Natürlich koste das Erklären am Anfang mehr Zeit. „Aber Kinder lernen schnell und wenn die ersten Tagen vorbei sind, wir alles viel schneller gehen.“

Die Erfahrungen sollen zeitnah ausgewertet und die Tests auf alle städtischen Kitas ausgeweitet werden. Die benötigten 1.000 Spucktests für die Modellphase werden aus städtischen Mitteln bezahlt, Kostenpunkt 5.000 Euro. „Wir streben aber danach eine Finanzierung im Rahmen von `Tests für alle` an“, so Bettinger.

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