Montag 12.Oktober 2026

SPD kritisiert geplante Einschränkungen bei städtischen Ehrungen

16. Dezember 2025 | Kategorie: Kreis Germersheim, Politik regional

Foto: Pfalz-Express

Wörth – Die SPD-Stadtratsfraktion Wörth am Rhein begrüßt die Einführung einer strukturierten Ehrungssatzung zur Würdigung ehrenamtlichen, sportlichen und musikalischen Engagements in der Stadt. Positiv bewertet die Fraktion insbesondere, dass musikalische Erfolge – etwa im Rahmen von „Jugend musiziert“ oder durch den Erwerb von Leistungsabzeichen – künftig erstmals berücksichtigt werden sollen.

Kritik äußert die SPD hingegen an vorgesehenen Einschränkungen bei Ehrungen für sportliche Leistungen. Die geplante Reduzierung der Zahl der zu ehrenden Sportlerinnen und Sportler sei aus Sicht der Fraktion nicht nachvollziehbar. „Sport ist ein zentraler Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens in Wörth. Wer hier Leistungen erbringt, verdient Anerkennung – nicht Kürzungen“, erklärte Stadtrat Helmut Wesper.

Darüber hinaus spricht sich die SPD dafür aus, auch wiederholte sportliche Erfolge zu würdigen. „Man stelle sich vor, jemand wird zum zweiten Mal Landesmeister, Deutscher Meister oder Europameister. Diese Person wird vom Innenministerium geehrt, ggfs. auch vom Bundespräsidenten, nur unsere Stadt sagt, ,Entschuldigung, Sie hatten schon.‘ Das kommt null Wertschätzung rüber“, so Wesper weiter.

Entsprechende Änderungsanträge der SPD-Fraktion fanden in der Stadtratssitzung in der vergangenen Woche jedoch keine Mehrheit. Die Anträge wurden von der CDU-FWG-Mehrheit abgelehnt. „Letztlich ist es ein Signal an die Sportvereine und die Sporttreibenden Vereine, das wir gerne anders gesendet hätten“, sagte SPD-Fraktionssprecher Mario Daum.

Nach Auffassung der SPD bemisst sich die Wertigkeit von Ehrungen nicht an einer zahlenmäßigen Begrenzung, sondern an einem angemessenen Rahmen und einer guten Organisation. Die Fraktion hatte unter anderem angeregt, sportliche Ehrungen getrennt von musikalischen und weiteren Auszeichnungen durchzuführen, etwa im Rahmen einer eigenen Sportlerehrung. Zudem sprach sie sich für ein digitales Meldeverfahren aus, um Vereine und Verwaltung zu entlasten.

„Schade ist, dass die konservative Mehrheit im Stadtrat diese konstruktiven Vorschläge nicht aufgreifen wollte“, erklärte Daum. „Wir werden uns weiterhin dafür einsetzen, dass Engagement in unserer Stadt fair, zeitgemäß und mit der gebotenen Wertschätzung anerkannt wird.“

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