
Foto: Pfalz-Express
Kandel/LD/SÜW – Die Gremien der Sparkasse Germersheim-Kandel und der Sparkasse Südliche Weinstraße sondieren eine mögliche Fusion.
„Entschieden ist noch nichts“, so die Verwaltungsratsvorsitzenden der beiden Häuser, Dr. Fritz Brechtel und Dietmar Seefeldt. „Aber in den Gremien wird rege diskutiert, wie mit einer möglichen Fusion die Kompetenzen der beiden Häuser gebündelt werden können und so positive Effekte für die Kunden, die Mitarbeiter und auch die beiden Sparkassen gehoben werden könnten.“
Wie alle deutschen Institute sind auch die Sparkassen Germersheim-Kandel und Südliche Weinstraße der anhaltenden Niedrigzinsphase mit ihren Auswirkungen auf die Geschäftsergebnisse, der fortschreitenden Digitalisierung und der immer weiter zunehmenden Regulierung der Sparkassen ausgesetzt.
Aktuell wird geprüft, inwieweit ein Zusammenschluss einen positiven Beitrag zur künftigen Geschäftsentwicklung und auf die geänderten Kundenbedürfnisse leisten kann.
Die beiden Häuser seien „sehr gesund, betriebswirtschaftlich gut aufgestellt, Marktführer in ihren prosperierenden Geschäftsgebieten und haben eine hervorragende Eigenkapitalausstattung.“
„Ein „Muss“ sei die Fusion daher nicht, sondern eine strategische Option zur Zukunftssicherung der beiden Häuser“, versicherten die Vorstandsvorsitzenden Siegmar Müller und Bernd Jung.
Vorteile einer eventuellen Fusion könnten in der neuen Betriebsgröße und der damit besseren Möglichkeit zur Spezialisierung, sowohl im Bereich der Beratung und Dienstleistung am Kunden, als auch in den Marktfolgeeinheiten liegen. Auch eine Auswirkung auf die Rentabilität aufgrund von „Synergieeffekten“ werde geprüft.
Keine fusionsbedingten Kündigungen
„Egal wie es kommt, betriebsbedingte Kündigungen soll es durch die Fusion nicht geben. Wir werden uns hier für alle Mitarbeiter stark machen, dass die Mitarbeiteranzahl ausschließlich im Rahmen der natürlichen Fluktuation, sinken wird“, so Bernd Jung und Siegmar Müller. „Ob diese Aussage auch für das Geschäftsstellennetz gilt, entscheiden unsere Kunden mit ihrem Nutzungsverhalten. Dies steht ständig auf dem Prüfstand, ganz unabhängig von einer möglichen Fusion.“
In jedem Fall wird in beiden Häusern auch in den kommenden Jahren in die Modernisierung der Geschäftsstellennetze investiert.
“Unser Geschäft ist die Dienstleistung am Kunden. Die Kundinnen und Kunden unserer Häuser stehen daher im Zentrum aller unserer Entscheidungen. Wir sind regional geprägte und mit den Landkreisen eng verwurzelte Institute und das soll auch in Zukunft so bleiben“, betonten die beiden Vorstandsvorsitzenden.
Info
Die Bilanzsumme der Sparkasse Germersheim-Kandel erhöhte sich im vergangenen Jahr um 5,5 % auf rund 2 Mrd. Euro, das betreute Kundenvolumen lag bei 1.594 Mio. Euro und die Forderungen an Kunden bei 1.298 Mio. Euro. Die Sparkasse beschäftigte zum Jahreswechsel rund 400 Mitarbeiter aus der Region. Im Rahmen ihrer „Multikanalstrategie“ unterhält sie neben dem stationären Vertrieb mit 26 Geschäftsstellen und 3 SB-Geschäftsstellen auch eine Internet-Filiale sowie das hauseigene KundenServiceCenter.
Die Bilanzsumme der Sparkasse Südliche Weinstraße lag zum Jahresende bei ca. 3,2 Mrd. Euro (Vorjahr: 3,0 Mrd. Euro), das gestiegene Gesamtkreditvolumen bei 2.219 Mio. Euro. Das Einlagengeschäft erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr auf 2.524 Mio. Euro.
Im vergangenen Jahr beschäftigte die Sparkasse Südliche Weinstraße und die S-Servicepartner Rheinland-Pfalz GmbH zusammen ca. 510 Mitarbeiter.
Persönlich erreichbar sind die Mitarbeiter in 21 Geschäftsstellen und im KundenServiceCenter. Darüber hinaus stehen 17 SB-Filialen bzw. Pavillons und die Internet-Filiale rund um die Uhr zur Verfügung.

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