Neuburg – „Man spürt die familiäre Atmosphäre in dieser Wohn-Pflege-Gemeinschaft“, stellte die rheinland-pfälzische Sozialministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler (SPD) bei ihrem Besuch am Donnerstag fest.
Sie sparte nicht mit Lob und meinte: „Der Bürgerverein ist mit seiner Wohn-Pflege-Gemeinschaft ein Leuchtturmprojekt in Rheinland-Pfalz“.
Die Wohn-Pflege-Gemeinschaft für 12 Senioren ist seit Anfang März in Betrieb und seit Mitte Mai voll belegt. Die Vorsitzende Arnika Eck dankte der Ministerin, dass der Verein über das Projekt WohnPunkt des Landes Rheinland-Pfalz mit Beratungsleistung über vier Jahre unterstützt wurde.
Die Ministerin sprach davon, dass Wohngemeinschaften für Menschen mit Unterstützungsbedarf in möglichst vielen Gemeinden angeboten werden sollten. Es blieben so das soziale Umfeld und die alten Kontakte erhalten und eine 24-Stunden Betreuung biete die nötige Versorgung und Sicherheit. Dafür habe das Land das Förderprogramm „WohnPunkt“ ausgeweitet auf Dörfer bis zu 5.000 Einwohner (zuvor 3.000 Einwohner).
Arnika Eck berichtete der Ministerin über den Weg des Projekts von der Idee bis zu Umsetzung. Da gab es etliche Herausforderungen zu meistern, von der Baugenehmigung bis hin zur schwierigen Phase, bis die Finanzierung durch die Förderung der Deutschen Fernsehlotterie gesichert war.
Ecks Resümee nach dreimonatigem Betrieb: „Es ist erstaunlich, wie schnell sich eine familiäre Atmosphäre entwickelte und die neun Frauen und drei Männer zu einer Gemeinschaft zusammen wuchsen“.
Das Merkmal einer WG, selbstbestimmt den Tag zu gestalten, werde praktiziert. „Morgens besorgen die Bewohner selbständig ihre Brötchen, es wird zusammen gekocht. Die Bewohner bringen sich je nach Fähigkeiten in den Alltag ein“, so Eck. Auch die Beschäftigung werde langsam ausgebaut: Ausflüge, Singkreis, Spiele oder Gymnastik stehen bereits auf dem Programm.
Beim Rundgang besichtigte die Ministerin einige der individuell eingerichteten Zimmer. Auf Tuchfühlung mit den Bewohnern ging die Ministerin beim Kaffeekränzchen, bei dem angeregte Gespräche entstanden.

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