
Symbolbild: Pfalz-Express
Südwestpfalz. Um die Versorgung mit Ärzten in der Südwestpfalz, Pirmasens sowie Zweibrücken zu sichern, haben im Pirmasenser Rathaus die an der Ausbildung Beteiligten den nächsten Schritt gemacht. Die Initiatoren aus Stadt und Landkreis, sowie der von ihnen beauftragte Experte Axel Motzenbäcker diskutierten darüber mit den Verantwortlichen der infrage kommenden Krankenhäuser und der Kassenärztlichen Vereinigung.
In der Praxis müssen angehende Allgemeinmediziner sich ihre stationäre und ambulante Ausbildung abschnittsweise in eigener Regie zusammenstellen. Daraus resultierend dauert die Ausbildung oft länger als nötig. Grundsätzlich sind dafür fünf Jahre vorgeschrieben. Bei einer Ausbildung im Verbund können die auszubildenden Ärzte bereits von Beginn an sicher planen.
Vor dem Start wird ihr individueller Plan festgelegt, wann sie wo welche Station absolvieren können. Dadurch wird ein enormer Druck von ihnen genommen. Sie erhalten Sicherheit und die Chance steigt überproportional, dass sie sich in der Region verwurzeln. „Ein solch bequemes Angebot lockt junge Ärzte durchaus an“, stellt Bürgermeister Zwick fest. Landrätin Dr. Ganster ergänzt, dass „selbstverständlich noch begleitende Maßnahmen erforderlich sind, um ihnen die Region nachhaltig als attraktiv aufzuzeigen.“
Partner eines solchen Verbundes wären die Krankenhäuser und jene in der Region ansässigen Ärzte, die befugt sind weiterzubilden. Die Krankenhäuser sind dafür sehr aufgeschlossen und interessiert. „Als eine der nächsten Aufgaben werden wir daher eruieren, wie viele Ärzte eine solche Befugnis besitzen. Wir werden auch anbieten, sie beim Beantragen zu unterstützen, um den Kreis der Ausbildenden zu vergrößern“, skizziert Motzenbäcker Schritte bis zum nächsten Meilenstein. Dr. Moreno verdeutlicht, einen Part der KV, die Ärztekammer diesbezüglich mit ins Boot zu holen.
Um den angestoßenen Prozess am Laufen zu halten, findet eine Infoveranstaltung mit allen ansässigen Ärzten, der Ärztekammer und den Krankenhäusern statt. Geplant ist ein Termin Anfang Juni. Dabei kann der Weiterbildungsverbund vorgestellt und über Fördermöglichkeiten und die Weiterbildungsbefugnis informieren werden.

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