Montag, 24. Januar 2022

Sami A. wirft Deutschland „Entführung“ vor

17. Juli 2018 | Kategorie: Kreis Südliche Weinstraße, Landau, Nachrichten, Politik

Symbolbild: dts Nachrichtenagentur

Tunis  – Der aus Deutschland nach Tunesien abgeschobene Sami A. hat die deutschen Behörden scharf kritisiert und ihnen „Entführung“ vorgeworfen.

Das berichtet „Bild“. Die Zeitung hat Sami A. über seinen tunesischen Anwalt, der seinen Mandanten am Montag besuchen konnte, Fragen gestellt.

Sami A. sagte auf die Frage, wie die Abschiebung am Freitag aus seiner Sicht ablief: „Ich wurde entführt aus Deutschland. Um drei Uhr früh haben sie mich einfach mitgenommen. Ich habe der Polizei gesagt: Das geht so nicht, ein Gericht hat meine Abschiebung untersagt! Aber sie haben gesagt, dass das von ganz oben kommt und ich nichts dagegen tun könne. Ich durfte nicht mal mehr meinen Anwalt sehen und sie haben auch verhindert, dass ich meine Frau und Kinder kontaktieren kann. Dann wurde ich in ein Privatflugzeug gepackt und einfach weg geflogen. Ich hätte nie gedacht, dass das in einem Rechtsstaat wie Deutschland möglich ist. Schon davor haben sie mich nackt ausgezogen, obwohl ich darauf hingewiesen habe, dass ich als Muslim nicht nackt vor ihnen stehen will.“

Sami A. sagte laut „Bild“ außerdem, dass er für seine Rückkehr nach Deutschland kämpfen wolle.

Auf die Frage, wie es für ihn jetzt weitergeht, sagte Sami A.: „Das Schlimmste ist, dass ich getrennt bin von meinen vier Kindern, ich will doch nur zusammen mit meiner Familie in Deutschland leben. Ich habe 11 Jahre lang in Deutschland verbracht, die Behörden haben mich zuletzt täglich kontrolliert, es gibt nichts, was man mir vorwerfen kann. Ich verstehe nicht, wie ein Land wie Deutschland so gegen mich vorgehen kann. Ich werde für mein Recht kämpfen und nach meiner Freilassung in Tunesien dafür sorgen, dass ich zurück zu meiner Familie nach Deutschland kann. Ich habe viel rechtlichen Beistand und werde gegen diese Entführung vorgehen.“

Erneut wies er auch die Vorwürfe zurück, er sei Leibwächter von Osama bin Laden gewesen. Sami A. sagte weiter: „Ich war nie Leibwächter von Osama bin Laden, das ist einfach völlig frei erfunden. Ich war in Saudi Arabien, Pakistan und Iran in meinem Leben, aber nie in Afghanistan. Auch hier in Tunesien wissen alle, dass diese Vorwürfe einfach nicht stimmen.“

Sami A. betonte außerdem, dass er weiterhin Folter befürchte: „Ich werde seit meiner Ankunft in Tunis verhört, bislang konnte mich nur meine Schwester besuchen und jetzt mein Anwalt. Bislang wurde ich nicht gefoltert, aber ich habe Angst davor, dass ich noch gefoltert werde. Die tunesischen Behörden befragen mich immer weiter, wollen mich auch die nächsten Tage nicht gehen lassen. Ich gehe davon aus, dass ich mindestens 15 Tage lang hierbleiben muss.“ (dts Nachrichtenagentur)

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6 Kommentare auf "Sami A. wirft Deutschland „Entführung“ vor"

  1. Hans-Jürgen Höpfner sagt:

    So langsam wird das Wort Bananenrepublik zu einer Beleidigung für jede Banane.

    Der Fall des Leibwächters von Osama Bin Laden zeigt das ganze Ausmaß des Asylchaos in Deutschland.

    Wieso wird so jemand ins Land gelassen? Warum konnte er jahrelang den Bürgern auf der Tasche liegen? Und wieso will die SPD einen tunesischen Staatsbürger unter Terrorverdacht aus seiner Heimat nach Deutschland holen, obwohl die tunesischen Behörden ihren Staatsbürger längst verhören?

    Immerhin wissen wir nun, wo die Altparteien ihre Prioritäten haben …

  2. Hans-Jürgen Höpfner sagt:

    Sami A.: „Das Schlimmste ist, dass ich getrennt bin von meinen vier Kindern, ich will doch nur zusammen mit meiner Familie….
    ———-
    Dazu sei ihm die humanitäre Familienzusammenführung in seinem Heimatland Tunesien empfohlen.
    Das spart dem deutschen Steuerzahler zehntausende Euros jährlich.

  3. HeinBloedt sagt:

    Ach, jetzt auf einmal ist das verhasst Deutschland gut genug, um seinen Arsch zu retten?

    Komisch, das sich diese Typen auf keinen Fall integrieren wollen, weder Schrift noch wort beherrschen, aber genau wissen, was ihre Rechte sind, und wo man die Anträge für vom Staat finanziertes Leben unterschreiben muss…

    • Peter Müller sagt:

      Die viele Asyltouristen wissen nicht, wie man eine Klage gegen den Rechtsstaat (Doofland) einleitet, dafür haben wir unsere Rechtsanwälte, die nur ihren Profit sehen ( dazu gehören auch Politiker, Vermieter Seenotrettung und die ganze Asylindustrie) usw , die nur unseres Bestes wollen (unser Geld).
      Was aus Deutschland wird und seinen Bürgern ist denen doch völlig egal.
      Geld regiert die Welt.

  4. Ambrosia sagt:

    Liebe Tunesier,
    behaltet den Sami doch einfach bei euch. Ihr macht das besser als Deutschland.
    Er versteht euch ja auch besser, durch die gemeinsame Sprache und fühlt sich in seinem Heimatland bestimmt bald wieder zu Hause. Seine Frau und Kinder kommen bestimmt gerne nachgereist. Wir zahlen gerne das Ticket.

  5. Susanne Blau sagt:

    Die gesamte Asylgesetzgebung war nie auf eine Völkerwanderung und einen Massenexodus ausgelegt.
    Der Missbrauch durch Wirtschaftsmigranten, Sozialschmarotzer und Verbrecher, sowie die jahrelange Verfahrensdauer höhlen genau das aus, was sich die Väter des GG vor dem Hintergrund des WW II einmal gedacht haben: Das Asylgesetz. Wenn das nicht schleunigst geregelt wird, gibt es in Deutschland einen Massenaufstand ungeahnten Ausmaßes.

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