Mittwoch, 23. Oktober 2019

RWE-Chef rechnet mit Erhalt des Hambacher Forsts

10. Oktober 2019 | noch keine Kommentare | Kategorie: Nachrichten, Wirtschaft

Foto: dts Nachrichtenagentur

Essen – Der Essener Energiekonzern RWE stellt sich auf einen Erhalt des Hambacher Forsts ein. „Der Erhalt ist politisch und gesellschaftlich gewünscht, und auch wir wollen ihn machbar machen“, sagte Konzernchef Rolf Martin Schmitz der „Westdeutschen Allgemeinen Zeitung“.

„Ich bin optimistisch, denn bei dem von der Kommission empfohlenen Ausstieg benötigen wir weniger Braunkohle für unsere Kraftwerke.“ Laut einem geologischen Gutachten könne RWE bis auf 50 Meter an den Forst baggern, ohne seinen Wasserspeicher zu gefährden, so Schmitz. „Technisch ist der Erhalt lösbar“, fügte er hinzu. Eine andere Frage sei, ob es den Aufwand wert sei.

„Es ist deutlich komplizierter ihn stehen zu lassen, als ihn nicht stehen zu lassen“, sagte Schmitz mit Blick auf den Hambacher Forst. „Wir brauchen dafür eine ganz neue Braunkohleplanung, die zehn bis 15 Jahre dauert und sehr viel Geld kostet. Wenn das so gewünscht ist, machen wir es.“

Schmitz forderte die Bundesregierung auf, die Ergebnisse der Kohlekommission zügig umzusetzen. „Es ist wichtig, dass wir eine verlässliche Basis für den Kohleausstieg bekommen, vor allem für unsere Mitarbeiter“, sagte der RWE-Chef.

„Sie wollen wissen, bis wann Maßnahmen greifen und wie viele Stellen abgebaut werden müssen. Unsere Beschäftigten gehen beim Ausstieg alle mit, sie wollen nur endlich genau wissen, wo sie dran sind.“

Der RWE-Chef verteidigte zugleich die Forderung des Konzerns nach staatlichen Entschädigungen angesichts des vorgezogenen Braunkohleausstiegs. „Weil der gesellschaftlich beschlossene Ausstieg schneller kommen soll, als wir ihn selber machen würden, müssen uns zusätzlich entstehende Kosten und entgangene Gewinne ersetzt werden.

Die Höhe lässt sich mit Gutachten relativ einfach klären. Uns geht es insbesondere um Entschädigungen für die Maßnahmen, die wir schon in den nächsten Jahren umsetzen sollen. Davon würden rund 3.500 Mitarbeiter betroffen sein.“ (dts Nachrichtenagentur) 

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