Essen- Eon-Chef Johannes Teyssen rechnet in Deutschland mit einer sehr langen Suche nach einem Endlager für den radioaktiven Müll aus den Kernkraftwerken.
„Ich könnte mir vorstellen, dass Deutschland ein besonders komplexes Verfahren bei der Standortsuche wählen wird und nicht einfach ein geeignetes Endlager sucht, sondern das beste – wonach man entsprechend länger suchen müsste“, sagte er der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ).
Ratschläge zur Standortsuche will er der Politik aber nicht erteilen. „Da halte ich mich raus. Die Verantwortung dafür liegt ja ohnehin seit eh und je beim Staat – weil er das selbst so wollte.“ Eon betreibt noch drei Kernkraftwerke, die bis 2022 abgeschaltet werden.
Teyssen strebt eine rasche Einigung mit der Bundesregierung über die Finanzierung der Entsorgung an. Die Regierungskommission hatte vorgeschlagen, zu den bereits getätigten Rückstellungen einen Risikozuschlag von sechs Milliarden Euro von den Atomkonzernen zu kassieren.
Im Gegenzug würde der Staat alle Risiken für möglicherweise doch höhere Kosten der Endlagerung zu übernehmen. „Wir sind grundsätzlich bereit, das Angebot der Kommission anzunehmen“, sagte Teyssen.
Über die Möglichkeit, den Zuschlag noch zu verringern, mache er sich „keine Illusionen“. Denn: „Dass jetzt die Kanzlerin sagt, sechs sei eine komische Zahl, nehmen wir lieber vier Milliarden, halte ich für ausgeschlossen.“ (dts Nachrichtenagentur)
Gefällt Ihnen unsere Zeitung?
Fügen Sie den Pfalz-Express als bevorzugte Quelle bei Google hinzu. So verpassen Sie keine wichtigen Nachrichten aus der Region.
⭐ Bei Google als bevorzugte Quelle hinzufügen
Diesen Artikel drucken




Berlin – In der Debatte um ein Endlager für Deutschlands Atommüll hat sich die Bundesregierung dafür entscheiden, das Endlager Gorleben endgültig aufzugeben ...
Frankfurt/Main – Die Deutsche Bank erwartet für das Gesamtjahr 2015 einen Verlust vor Steuern von rund 6,1 Milliarden Euro und einen Verlust ...
Berlin- Der deutsche Lehrerverband rechnet mit einer langen Ausnahmesituation für die Schulen. „Die Schulen werden auf absehbare Zeit nicht mehr so sein ...
Berlin – Der parteiübergreifende Konsens zur Suche für ein Atommüll-Endlager wackelt. Grund sind offenbar die Bedenken von Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU), ...
Berlin – Die Euro-Staaten müssen nach Einschätzung des früheren Bundesfinanzministers Peer Steinbrück (SPD) ein weiteres milliardenschweres Hilfspaket für Griechenland aufbringen. In einem ...
Berlin- Der Chef der EU-Grenzschutzagentur Frontex, Frabrice Leggeri, rechnet mit einem weiteren Anstieg der Flüchtlingszahlen in der EU. In einem „Bild“-Interview sagte ...
Essen – Der Essener Energiekonzern RWE stellt sich auf einen Erhalt des Hambacher Forsts ein. „Der Erhalt ist politisch und gesellschaftlich gewünscht, ...
Nürnberg – Der Chef des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF), Hans-Eckard Sommer, erwartet für das Jahr 2019 insgesamt weniger Asyl-Erstanträge als ...
Berlin – Aus dem Flüchtlingslager von Calais, welches französische Sicherheitsbehörden derzeit räumen, könnten auch viele Asylsuchende nach Deutschland kommen. Das Bundesamt für ...
Berlin – Der ehemalige SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel rechnet mit seiner Partei ab. In „Bild am Sonntag“ kritisierte er die maue Bewerberlage für ...
Berlin – Der Chef der Kreuzfahrtgesellschaft Costa Crociere, Michael Thamm, hat mit großer Anspannung die Bergung der Costa Concordia verfolgt: „Das ist ...












