Mittwoch, 20. Juni 2018

Projekt URIDU nimmt Fahrt auf: Prominenter Besuch in Annweiler zum Weltfrauentag

10. März 2018 | noch keine Kommentare | Kategorie: Kreis Südliche Weinstraße, Regional

Prominenter Besuch bei URIDU in Annweiler. (Von links: Felicitas Heyne, MdL Thomas Weiner mit Ehefrau, MdL Christine Schneider, Bürgermeister Christian Burkhart, MdB Thomas Gebhart, Marcel Heyne).
Foto: hi

Annweiler. Seit über 100 Jahren ist am 8. März der Internationale Weltfrauentag, um auf bestehende globale Probleme aufmerksam zu machen.

Die Beseitigung von Unterdrückung und Gewalt gegen Frauen und Mädchen steht seit Jahren im Fokus. Darunter fallen auch zum Beispiel Ehrenmorde, weibliche Genitalverstümmelung, Zwangsheirat und Frauenhandel, die in manchen Ländern noch immer an der Tagesordnung sind.

Weltweit stirbt alle 6 Sekunden ein Kind noch vor seinem fünften Geburtstag. Die meisten dieser Todesfälle wären leicht vermeidbar, indem man den Müttern, die häufig weder lesen noch schreiben können, einfaches Basiswissen zum Thema Gesundheit vermittelt.

Und dafür haben Felicitas und Marcel Heyne aus Annweiler eine gemeinnützige, unabhängige Organisation gegründet, die Landfrauen in Entwicklungs- und Schwellenländern stark machen will.

Vor einem Jahr haben sie in Annweiler-Gräfenhausen das Alte Schulhaus als ihr neues Zuhause gekauft und betreiben von hier aus ihr weltweites Entwicklungs-Projekt URIDU.

Zum Weltfrauentag am letzten Donnerstag besuchte eine Pfälzer CDU-Delegation URIDU. Thomas Gebhart, Bundestagsabgeordneter, gemeinsam mit den Landtagsabgeordneten Thomas Weiner und Christine Schneider und Verbandsbürgermeister Christian Burkhart waren mit ihrer Entourage gekommen, um sich ein Bild davon zu machen, wie URIDU lebenswichtiges Gesundheitswissen an marginalisierte Frauen bringt.

„Innovative Entwicklungshilfe Made in Germany“, nennt es Marcel Heyne, und erläutert: „Wir haben einen robusten, solarbetriebenen URIDU MP3 Player entwickelt als ein Hörbuch für Landfrauen in Entwicklungsländern.

Darauf sind – übersetzt in die jeweilige Muttersprache – über 400 lebenswichtige Fragen und Antworten behandelt zu Themen wie Gesundheit, Ernährung, Familienplanung, Kinderpflege und vieles andere. Über 10.000 Freiwillige weltweit sind derzeit damit beschäftigt, diese Inhalte in über 100 Sprachen zu übersetzen“.

Die Distribution der URIDU-Geräte zu den abgelegenen Orten im Urwald ist dabei ein Problem, das Marcel anschaulich und für die aufmerksamen Zuhörer durchaus unterhaltsam schilderte.

Inzwischen aber hat das Projekt Fahrt aufgenommen. Derzeit sind schon 1.200 URIDU-Hörbücher im Einsatz. Erfolgskontrollen hat man bislang qualitativ über individuelle Rückmeldungen. Eine quantitative Studie durch das ICRW (International Center for Research on Women, Washington) ist geplant, kann aber wegen fehlender finanzieller Mitttel nicht realisiert werden.

Dennoch liegt die Nachfrage in Ländern wie beispielsweise Uganda mit seinen dort rund 50 gesprochenen Sprachen heute schon weit über den Produktionsmöglichkeiten von URIDU. Ein Hörbuch kosten in der Herstellung rund 8 Euro, wobei die Einsprech-Kosten für die jeweilige Muttersprache mit rund 400 Euro zu Buche schlagen.

Nach möglicher Kostenreduktion gefragt, sieht Marcel eine Halbierung auf 4 Euro pro Gerät bei grösseren Mengen als machbar an, „aber für öffentliche Fördermittel fehlt uns der Bekanntheitsgrad. Das Projekt ist noch zu neu“.

MdB Gebhart will das beim Bundesentwicklungsministerium (BMZ) in Berlin zur Sprache bringen.
„Auch die Erfahrungen mit der seit 35 Jahren bestehende Graswurzel-Partnerschaft Rheinland-Pfalz-Ruanda sind für URIDU nutzbar“, ergänzt MdL Thomas Weiner und will den Kontakt herstellen. |hi

Kontakt
URIDU GmbH
Hahnenbachstr. 21
76855 Annweiler am Trifels
eMail: partner@uridu.de
http://uridu.de/

Live-Demonstration. „Und so hört sich das dann in der Originalsprache an …“
(Von links: MdB Thomas Gebhart, VG Bürgermeister Christian Burkhart, MdL Thomas Weiner, Felicitas und Marcel Heyne, MdL Christine Schneider).
Foto: hi

 

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