Samstag, 20. Oktober 2018

Österreichisches Ehrenkreuz für Neustadter Pfarrer Michael Landgraf

2. August 2018 | noch keine Kommentare | Kategorie: Kultur, Leute-Regional, Neustadt a.d. Weinstraße und Speyer, Regional

Michael Landgraf kann sich über die nächste hohe Auszeichnung freuen.
Foto: privat

Wien/Neustadt . Wie die Pfälzische Landeskirche jetzt mitteilte, hat der Neustadter Pfarrer Michael Landgraf eine weitere hohe Ehrung erfahren.

Der Leiter des Religionspädagogischen Zentrums in Neustadt, der erst im Juni diesen Jahres mit dem Internationalen Comeniuspreis ausgezeichnet wurde, wird mit dem Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst der Republik Österreich ausgezeichnet.

Das habe der Bundesminister für Kunst, Kultur und Medien, Gernot Blümel, in Wien mitgeteilt. Verliehen werde die Auszeichnung von Bundespräsident Alexander Van der Bellen, berichtet die Landeskirche auf ihrer Homepage (www.evkirchepfalz.de)

Die feierliche Überreichung des Ehrenkreuzes findet am 24. Oktober im Odeon-Theater in Wien statt. Sie erfolgt im Rahmen des Reformationsempfangs der Evangelischen Kirchen in Österreich.

Im Nachbarland ist Landgraf seit 2008 regelmäßig als Dozent und gestaltet Seminare an den Standorten der Kirchlich-Pädagogischen Hochschule in Wien, Graz und Linz.

Seine Ausstelllung „Evangelisch – was heißt das?“ war im Reformationsjahr 2017 u.a. in Wien und Graz gezeigt worden. Darüber hinaus ist Landgraf als Schriftsteller bekannt. Mit seinen Romanen hält er viele Lesungen und einige seiner über 90 Werke gehören zum Standard der Lehrerausbildung und des Unterrichts.

Das Ehrenkreuz wird nach Angaben der Präsidentschaftskanzlei an in- und ausländische Persönlichkeiten verliehen, die sich „durch anerkennenswerte Leistungen auf den Gebieten der Wissenschaft oder der Kunst allgemeine Anerkennung und einen hervorragenden Namen erworben haben.

Träger sind u.a. der Maler und Bildhauer Anselm Kiefer, der Dirigent Mariss Jansons, die Schauspieler Maximilian Schell und Christoph Waltz und die Opernsängerin Adele Haas.

Der Pfalz-Express (PEX) gratuliert herzlich zu der Auszeichnung.

PEX: Herr Landgraf, wie fühlen Sie sich denn als frisch gebackener Preisträger? Haben Sie damit gerechnet?

Ehrungen wie das Österreichische Ehrenkreuz sind bei uns eher unbekannt. Daher habe ich auch nicht damit gerechnet. Ich kann es noch nicht fassen, auch wenn die Nachricht mich schon vor einer Weile aus dem Bundespräsidialamt in Österreich erreichte.

Um einen solchen Staatspreis überreicht zu bekommen, musste zunächst das deutsche Außenministerium in Berlin bestätigen, dass nichts gegen mich vorliegt – ein übliches Verfahren. Trotz des zeitlichen Abstands bin ich immer noch freudig bewegt.

PEX: Und was bedeutet Ihnen der Preis?

Wenn man den Passus liest, dass das Österreichische Ehrenkreuz an Menschen verliehen wird, die „durch anerkennenswerte Leistungen auf den Gebieten der Wissenschaft oder der Kunst allgemeine Anerkennung und einen hervorragenden Namen erworben haben“, dann spüre ich, dass hier nicht nur ein Werk, sondern meine Arbeit im Ganzen gewürdigt wird.

In meinen über 90 Büchern und Medien geht es mir, wie in meinen Vorträgen und Lesungen darum, komplexe und fundierte Sachverhalte verständlich zu machen und auf den Punkt zu bringen. Wenn dies mit dem Ehrenkreuz gewürdigt wird, dann bin ich sehr froh.

PEX: Von wem wurden Sie denn vorgeschlagen?

Das ist mir nicht bekannt. Die Auswahl trifft ein Gremium von anerkannten Wissenschaftlern und Kulturschaffenden.

PEX: Wie sind denn Ihre Beziehungen zu Österreich entstanden?

Seit rund zehn Jahren bin ich häufig als Dozent in Österreich und halte an Standorten der Kirchlich-Pädagogischen Hochschule Seminare für Lehrerinnen und Lehrer.

Viele meiner religionspädagogischen Bücher und Kinderbibeln sind an Schulen und in Gemeinden im Einsatz. Darüber hinaus bin ich auch als Schriftsteller in Österreich unterwegs. Schon mein erster Roman „Schalom Martin“ (2006) und zuletzt „Der Protestant“ (2016), der teils in Österreich spielt, waren in Buchhandlungen verbreitet und ich hielt einige Lesungen.

Schließlich sind auch die Ausstellungen, die ich gestalte, in Zusammenarbeit mit Österreichern entstanden. Die zu „Evangelisch – Was heißt das?“ mit Bildern von Gerhard Hofmann war im Reformationsjahr u.a. in Wien und in Graz zu sehen.

PEX: Gibt es in Deutschland einen ähnlichen Preis?

Auszeichnungen wie das Landes- oder Bundesverdienstkreuz sind vermutlich mit diesem speziellen Ehrenzeichen für wissenschaftliche und kulturelle Arbeit nicht vergleichbar, da sie allgemeiner gehalten sind.

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