Samstag, 11. Juli 2020

Obsthof Zirker in Herxheim: Corona-Krise bestens gemeistert – Feldfrische Erdbeeren in Hülle und Fülle

3. Juni 2020 | noch keine Kommentare | Kategorie: Kreis Südliche Weinstraße, Regional, Wirtschaft in der Region

Da läuft das Wasser im Mund zusammen: Ellen Zirker mit einer Kiste frisch geernteter Erdbeeren.
Fotos: Pfalz-Express/Licht

Mitte März berichtete der Pfalz-Express unter anderem über den Obsthof Zirker in Herxheim.

Der stand damals wegen der Corona-Pandemie vor großen Schwierigkeiten. Erntehelfer saßen an den Grenzen fest und konnten nicht nach Deutschland einreisen. Und wie sieht es heute aus?

Chefin Ellen Zirker, die den Obsthof im Familienverbund betreibt, hatte hauptsächlich für die anstehende Erdbeer-Ernte nach Unterstützung in der Umgebung gesucht – mit großem Erfolg. An die 450 Personen meldeten sich – Schüler, Studenten, Kurzarbeiter. Jetzt, im Mai/Juni, wo die Haupterntezeit für die leckeren roten Früchte ist, hat Zirker auch wieder 50 rumänische Erntehelfer auf dem Hof. Aber von den ursprünglichen deutschen Helfern sind 14 geblieben. Zwei Helfer, deren Kurzarbeit bei ihrem Hauptarbeitgeber nun wieder beendet ist, haben sich sogar noch eine Woche Urlaub genommen, um weiter auf dem Obsthof bleiben zu können.

Ellen Zirker kann sich auch für die Zukunft Helfer aus der Region vorstellen. In den Niederlanden oder in Belgien sei es ganz normal, dass Schüler und Studenten bei der Ernte helfen, berichtet die Betriebswirtin. Es wäre doch schön, wenn auch hierzulande junge Leute Erfahrungen in der Landwirtschaft sammeln könnten und ihnen der Beruf auf diese Weise näher gebracht würde.

Feldfrisch auf den Teller

Wer Erdbeeren ernten will, muss auf jeden Fall früh aus den Federn. Um 5 Uhr morgens geht es los, denn die Früchte mögen keine große Hitze. Die ersten Kisten (jeweils 5 Kilo) werden schon zeitig an die 22 Verkaufsstände in der Pfalz geliefert – feldfrisch, so wie es die Kunden mögen. Das passiert mehrmals täglich. Durch eine spezielle Anbautechnik mit Folien bleiben die Früchte sauber, weil sie so nicht mit Erde verschmutzt werden. Rund tausend Kisten am Tag kommen so zusammen.

Da sie direkt vom Feld in den Verkauf kommen (mit der Direktvermarktungsschiene „Herxheimer Erdbeerland“), bleibt auch der hohe Gehalt der hohe Gehalt an Vitamin C, Mangan und Folsäure erhalten. Mit nur 32 Kalorien pro 100 Gramm muss man sich auch keine Sorgen um die schlanke Linie machen. Außerdem enthalten sie mit Ferula- und Ellagsäure sekundäre Pflanzenstoffe, die krebsvorbeugende Wirkung haben sollen.

Ellen Zirker jedenfalls ist zufrieden mit der Entwicklung, die im März noch völlig unklar war. Pause gibt es für den Obsthof aber nicht: Demnächst sind die Himbeeren dran, Mitte Juli muss alles abgeerntet sein und dann werden die Böden der Plantagen für die nächsten Pflanzungen ab Mitte August vorbereitet. Auf dem Obsthof werden zudem verschiedene Sorten Äpfel und Steinobst angebaut.

Weitere Infos auf auf der Webseite des Obsthofs http://www.fruitfarmer.de/index.htm

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